Gesundheitspässe

Welche Länder führen digitale Gesundheitspässe ein? Eine Übersicht

Eine Übersicht des WEF zeigt, welche Länder digitale Gesundheitspässe einführen. Daraus geht hervor, dass immer mehr Technologieunternehmen

digitale Zertifikate entwickeln, auf die Arbeitgeber, Fluggesellschaften und andere auf Smartphones zugreifen können.

„Technologiegiganten wie Microsoft Corp, Oracle Corp und die Gesundheitsunternehmen Cigna Corp und Mayo Clinic wurden im Januar Teil einer Koalition, die sich für digitale Aufzeichnungen von Menschen einsetzt, die gegen COVID-19 geimpft werden.“

Der Begriff Gesundheitspass bezieht sich laut WEF „im Allgemeinen auf Dokumente – in Papierform oder in digitaler Form -, die bestätigen, dass es unwahrscheinlich ist, dass sich eine Person eine Krankheit eingefangen hat oder sie verbreitet.“ Mit dem neuartigen Coronavirus würden die vorgeschlagenen Zertifikate eines von drei Dingen bestätigen: dass der Inhaber geimpft wurde, negativ auf das Virus getestet wurde oder sich davon erholt hat.

Vordergründig geht es um COVID-19

Vordergründig geht es um COVID-19, generell kann jedoch alles, was zukünftig als gesundheitlich relevant eingestuft wird, als Vorwand genutzt werden, um mit Hilfe von Impfpässen die Bevölkerung in Schach zu halten. Bestimmten Gruppen können Regierungen je nach Bedarf Rechte einräumen, die sie anderen verwehrt. Das WEF erläutert: „Ihre Verwendung könnte es den Regierungen ermöglichen, einige durch Pandemien verursachte Beschränkungen aufzuheben, die es den Menschen ermöglichen, in Flugzeugen zu reisen, Konzerte zu besuchen, zur Arbeit zu gehen oder auswärts zu essen, sagen Unterstützer.“

Mit anderen Worten: Mit Hilfe von Impfpässen lässt sich das gesamte gesellschaftliche Leben weltweit regulieren und diejenigen aus der Gemeinschaft ausschließen, die diesen Nachweis nicht erbringen.

Es folgt eine Auflistung der Länder, deren Regierungen und Unternehmen auf der ganzen Welt in den letzten Monaten verschiedene Gesundheitspässe getestet haben. Bahrain, Dänemark, Estland (Im vergangenen Oktober haben Estland und die Weltgesundheitsorganisation ein Pilotprojekt für ein digitales Impfstoffzertifikat gestartet), China, Chile und Indien.

Andere vom WEF genannte Beispiele in kleinerem Maßstab zeigen, dass die Entwicklung zum Staatsdirigismus auch von unten vorbereitet wird. Die Universität von Illinois habe den Zugang zu Campusgebäuden von negativen Tests abhängig gemacht, berichtet das WEF. Eine Reihe von Fluggesellschaften habe damit begonnen, einen digitalen Gesundheitspass zu testen , um die in verschiedenen Ländern durchgeführten Tests zu überprüfen. Die International Air Transport Association, die Lobbygruppe der Fluggesellschaften der Welt, habe angekündigt, 2021 einen digitalen Gesundheitsreisepass einzuführen, der die COVID-19-Impfdaten der Passagiere enthält. British Airways habe angekündigt, eine mobile Gesundheits-App zu testen, die Reisebestätigungsdokumente und COVID-19-Testergebnisse kombiniert, um sicherzustellen, dass die Passagiere die Anforderungen für die Einreise in das Ziel erfüllen. Die App werde bereits von American Airlines verwendet.

Bedenken gegen Gesundheitspässe

Das WEF nennt eine Reihe von Bedenken hinsichtlich der öffentlichen Gesundheit und der Privatsphäre bei der Einführung von Gesundheitspässen. Es bezieht sich dabei wesentlich auf Überlegungen von Alexandra Phelan, eine Expertin für Infektionskrankheiten an der Georgetown University in Washington, DC. Genannt werden folgende Punkte:

  • Menschen könnten sich bewusst anstecken, in der Hoffnung, sich selbst immun zu machen.
  • Es fehlt die Gewissheit, ob oder wie lange Personen, die sich von COVID-19 erholt haben, vor einer zweiten Infektion geschützt sind.
  • Pässe, die auf negativen Testergebnissen basieren, haben eine kurze Haltbarkeit, da Menschen das Virus jederzeit nach Durchführung des Tests abfangen können
  • Die Pässe stützen sich auch auf einen breiten Zugang zu Schnelltests
  • Internationales Recht ermögliche es den ländern auch jetzt schon, von Reisenden einen Impfnachweis für Krankheiten wie Gelbfieber oder Polio als Einreisebedingung zu verlangen
  • Regierungen müssten sich darauf einigen, welche der verschiedenen Impfstoffe „in der Pipeline“ sie akzeptieren würden
  • Es könnte Jahre dauern, bis alle einen Impfung bekommen
  • Es könnte eine Situation entstehen, in der nur wohlhabende Länder Zugang zu dem Impfstoff hatten, der für Reisen zugelassen ist.

Warum digital und nicht auf Papier?

Zertifikate könnten theoretisch auf Papier oder digital sein, aber die Versuche haben sich weitgehend auf digitale Lösungen konzentriert, sagt das WEF. Ein ungleicher Zugang zum COVID-19-Impfstoff könnte Menschen dazu anregen, Papiere zu fälschen, sagte Phelan. Außerdem seien Papierdokumente von Natur aus einfacher zu fälschen.

Apps und andere digitale Lösungen, die Gesundheitsdaten und Identifikation kombinieren, könnten jedoch eine große Anzahl von Personen ausschließen, die kein Smartphone besitzen, und gleichzeitig Datenschutzbedenken aufwerfen, sagte Tom Fisher, ein Forscher bei Nonprofit Privacy International. Er sagte:

„Digitale Identitätslösungen lassen uns offen für die Nutzung von Daten, wobei die wertvollen Daten dieser Lösungen für andere Zwecke verwendet werden“.

Mit diesen Worten Tom Fishers endet der Artikel des WEF.

Vorbild: Chinesisches Sozialpunktesystem

Ein Impfpass, der es den Menschen ermöglicht, „in Flugzeugen zu reisen, Konzerte zu besuchen, zur Arbeit zu gehen oder auswärts zu essen“, wie es zurzeit auch der Regierung in Deutschland vorschwebt, ist eine Vorstufe für ein Sozialpunktesystem, wie es bereits in China praktiziert wird. Die Grundrechte, die in Europa im Verlauf von Jahrhunderten erkämpft wurden, wären mit der Einführung eines Gesundheitsnachweises ein für allemal beseitigt. Sie würden zugeteilt, sofern der Bürger sich

Titelbild: geralt, pixabay


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