Lesch, Harald / Kamphausen, Klaus: “Die Menschheit schafft sich ab”

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Angekündigter Liefertemin: 06.09.2016. “Seit 4,5 Milliarden Jahren zieht die Erde ihre Bahn um die Sonne. Das Leben gesellte sich später dazu und seit rund 160.000 Jahren der aufrecht gehende Homo sapiens, der Mensch. Mit Ackerbau und Viehzucht, Rodungen und Bewässerung griff er rund um den Globus in die Natur ein, vermehrte sich und besiedelte selbst entlegenste Gegenden.
Immer tiefere Spuren hinterließ das “Anthropozän”, das Menschenzeitalter, in den letzten 2.000 Jahren.
Wissenschaft und Technik nahmen seit der Industrialisierung die Erde in den Griff. Sei es die Ausbeutung der Bodenschätze, die Verpestung der Lufthülle, die Veränderung des Klimas, Wasserverschmutzung bis zur Kernspaltung und einer Wohlstands-Verschwendungssucht.
Energiehunger und virtuelles Kapital treiben einen zerstörerischen Kreislauf an.
Harald Lesch, Astrophysiker und Philosoph, ist aus den Weiten des Weltalls zurück.
Es geht ihm jetzt um die Heimat des Menschen, der in einer bisher nie gekannten Hybris den Ast, auf dem er sitzt, absägt.”

Ruhrkultour Kommentar:

Der Titel des Buches von Harald Lesch lehnt sich an Sarrazins Buch “Deutschland schafft sich ab” an. Ein populistischer Versuch, seinem Buch Aufmerksamkeit zu verschaffen?

In der Buchbeschreibung des Verlags (Komplett-Media) werden die Ausbeutung der Bodenschätze, die Verpestung der Lufthülle, die Veränderung des Klimas, Wasserverschmutzung und eine Wohlstands-Verschwendungssucht in einem Atemzug mit der Kernspaltung genannt. Die Kernspaltung, ebenso die Kernfusion sind physikalische Reaktionen. Während die Kernfusion ein Zukunftsprojekt ist, wird die Kernspaltung seit über 60 Jahren erfolgreich zur Stromerzeugung genutzt.  Sie ist die sauberste, sicherste und kostengünstigste Form der Stromerzeugung.

Atome sind die kleinsten Teilchen, in die alles Existierende zerteilt werden kann. Im Kern jedes Atoms gibt es zwei Arten von Teilchen, Neutronen und Protonen, die miteinander verbunden sind. Die Kernenergie ist die Energie, die Neutronen und Protonen zusammenhält, sie ist die im Atomkern gespeicherte Energie. Um die Kernenergie zur Erzeugung von Elektrizität verwenden zu können, muss sie zuerst freigesetzt werden. Dabei verliert sie Masse, die in eine große Menge thermischer Energie umgewandelt wird. Diesen Vorgang hat Albert Einstein in seiner berühmten Gleichung E = mc2 beschrieben.

Es wäre die Pflicht eines Hochschullehrers und Wissenschaftsjournalisten wie Harald Lesch, diesen Vorgang der Kernspaltung zu erklären und nicht zu verdammen. Im Verdammen haben die Kirchen Erfahrung, und manche Wissenschaftler haben sich bis heute noch immer nicht aus der kirchlichen Tradition der Gegnerschaft zur Atomlehre, die vor 2500 Jahren durch Demokrit begründet wurde, gelöst.

Die ideologische Sichtweise Harald Leschs ist nicht überraschend, denn Harald Lesch hat sich als Lobbyist und Aktivist zur Ökoenergie- und Klimaschutzbranche bekannt.

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