Odenwald

Odenwald – Die ökologische Absurdität der Energiewende

Mehr als 1000 Bürgerinitiativen gibt es in Deutschland, die mit zum Teil großem Zeitaufwand gegen den Bau von Windkraftanlagen vorgehen. Die regionalen Bedingungen sind unterschiedlich, aber in der Sache sind sie sich einig: Der Schutz des Weltklimas darf nicht die heimische Natur zerstören. Im Odenwald haben sich die Windkraftgegner zu einem Aktionsbündnis zusammengeschlossen. Sie planen für den 12. März eine Lichteraktion für windkraftfreie Natur- und Kulturlandschaften.

Foto: Aktionsbündnis 2020

Die Medien nehmen von einer Handvoll Anti-Kohle-Aktivisten mehr Notiz als von Zehntausenden, die Tag für Tag ihre Heimat gegen Landschaftszerstörung und Profitgier verteidigen. Die „Wirtschaftswoche“ (WiWo) benennt das Problem: Der Klimaschutz wird mit Naturzerstörung bezahlt. Selbst die sanfte Kritik der Wirtschaftswoche am Bundesamt für Naturschutz ist in den Medien noch immer die Ausnahme. Das Bundesamt macht „die ökologische Absurdität der Energiewende öffentlich“ sagt WiWo. Aber das könne ohnehin jeder sehen: Der Schutz des Weltklimas zerstöre die heimische Natur. „Der Klimaschutz ist zweifellos das universellste, größtmögliche Betätigungsfeld der neuen globalisierten Ökologie.“

Tatsächlich stehen sich auch zwei Branchen gegenüber: Die Industrie der sogenannten erneuerbaren Energien, der per Gesetz ein Privileg eingeräumt wurde, dem Tourismus, eine der volkswirtschaftlich wichtigsten Branchen, den Garaus zu machen. Noch wird das Problem, das auf die Branche zukommt, nicht gesehen, wie die Werbung für den Tourismus im Odenwald zeigt.



Odenwalder – „AKTIONSBÜNDNIS 2020 für Landschaften ohne Wind-Industrie-Anlagen“

Zu den Regionen, die sich zur Wehr setzen und nicht bei der globalisierten Ökologie auf der Strecke bleiben wollen, gehört auch der Odenwald. Er liegt nahe der Ballungsräume Rhein-Main und Rhein-Neckar im Herzen Deutschlands.

Das „AKTIONSBÜNDNIS 2020 für Landschaften ohne Wind-Industrie-Anlagen“ kämpft um den Erhalt „einer der letzten, von der Windindustrie noch fast unberührten Kultur- und Naturlandschaften unseres Landes. Aber sie kämpfen nicht nur für ihre Region, denn sie wissen, dass Menschen ihre Heimat nicht danach beurteilen, ob andere Menschen sie lieben oder schön finden. Deshalb reicht ihr Blick von Flensburg bis an die Zugspitze. Das Motto der Odenwälder heißt nicht: „bei uns ist Windkraft schlecht, woanders darf sie gerne gebaut werden“.

Foto: Aktionsbündnis 2020

Beim Thema Windkraft diskutiere man über Abstandsregelungen und fehlende Akzeptanz. Aber man höre denen nicht zu, die berechtigte Kritik an einem weiteren Ausbau vorbringen, sagt das Odenwälder Aktionbündnis 2020.

Einen konstruktiven Dialog gebe es beim Thema Windkraft nicht. Der Odenwald gilt als ein „Zentrum des Widerstandes gegen die rücksichtslose und vollständige Industrialisierung unserer Heimat, vor allem durch Wind-Industrie-Anlagen ohne Rücksicht auf Menschen, Tiere, Natur und Landschaft.“

Lichter für windkraftfreie Natur- und Kulturlandschaften

Das Aktionsbündnis 2020 ruft alle Windkraft kritischen Bürgerinnen & Bürger auf, am 12. März 2020 um 19:00 vor den Rathäusern der jeweiligen Städte und Gemeinden ein Lichtlein, für windkraftfreie Natur- und Kulturlandschaften – von Flensburg bis an die Zugspitze“ anzuzünden, damit unseren Politikern ein Licht aufgeht und u. a. die Energiewende-Politik endlich & unwiderruflich auf den Prüfstand gestellt wird!

Für die Odenwälder und diejenigen, die in der Nähe weilen, findet an diesem Abend in 69483 Wald-Michelbach die 83. Wald-Michelbacher Donnerstags-Demo statt. Beginn 18.00 Uhr. Treffpunkt: Ludwigstraße / Schulstraße (Höhe ARAL-Tankstelle). …von hier aus führt der wöchentliche Demonstrationszug zum Wald-Michelbacher Rathaus, In der Gass 17, wo auf dem Rathausvorplatz die anschließende Kundgebung sowie ab 19.00 Uhr das Lichtmeer 2020 stattfindet.

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