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Facebook – zu Diensten der WHO/Pharmaindustrie

Die vorurteilsfreien Plattformen des „sozialen“ Facebook-Netzwerkes, auf denen unterschiedliche Meinungen ausgetauscht werden konnten, gehören der Vergangenheit an. Facebook stellt sich in den Dienst der Weltgesundheitsorganisation (WHO), die von der Pharmaindustrie und von Bill Gates dominiert wird. In den Medien wurde die Abhängigkeit der WHO sehr kritisch beurteilt, so zum Beispiel 2017 von Deutschlandfunk Kultur („Der verhängnisvolle Einfluss der Pharmakonzerne„) und 2019 von der taz („Spielplatz für Milliardäre„). Das Milliarden-Unternehmen Facebook verhilft somit der Pharmaindustrie zum Durchbruch ihrer Sicht auf die Maßnahmen zur Bekämpfung von Viruserkrankungen und Epidemien. Die Folge ist, dass sich die User der sozialen Medien einer „massiven Infodemie“ der Pharmaindustrie und ihres wichtigsten Sponsors Bill Gates ausgesetzt sehen.

Facebook – 16. April 2020

Der 16. April ist ein Datum, das die Nachrichtenwelt nachhaltig verändern wird. Facebook informierte seine User am 16.04.2020 über Aktuelles zu den Bemühungen des Unternehmens, „Menschen zu COVID-19 zu informieren und gegen Falschinformationen vorzugehen.“

Mehr als 2 Milliarden Menschen seien über das COVID-19-Informationszentrum und Pop-ups auf Facebook und Instagram auf Informationen aufmerksam gemacht worden, die von der WHO und anderen Gesundheitsbehörden bereitgestellt werden, sagt Guy Rosen, der Vizepräsident für Integrität bei Facebook. Mehr als 350 Millionen Menschen seien den Links dieser Organisationen gefolgt, um mehr über das Thema zu erfahren.

Unter dem Vorwand, es handle sich um „Inhalte mit falschen Behauptungen oder Verschwörungstheorien“, werden Hashtags blockiert oder eingeschränkt und Beiträge entfernt, die Facebook „von führenden globalen Gesundheitsorganisationen und lokalen Gesundheitsbehörden gemeldet wurden und Schaden anrichten könnten.“

Im Zusammenhang mit Infektionsschutzgesetzen, die in Deutschland die Rücknahme von Grundrechten beinhalten, leistet die Facebook-Werbung für die WHO auch eine politische Beihilfe bei der Einschränkung demokratischer Rechte.

Weltgesundheitsorganisation (WHO)

Wie die Bevormundung durch Facebook funktioniert, sagt Guy Rosen: „Wir zeigen im News Feed denjenigen Nutzern, die auf COVID-19-bezogene Beiträge reagiert haben (beispielsweise mittels „Gefällt mir“ oder einer anderen Reaktion bzw. eines Kommentars), neue Informationen an, sofern wir den ursprünglichen Beitrag mittlerweile als schädliche Fehlinformation eingestuft und entfernt haben. Diese Meldungen verweisen die Menschen auf Klarstellungen der WHO zu COVID-19-Mythen, inklusive solcher, die wir von unseren Plattformen entfernen, da sie unmittelbar zu körperlichen Schäden führen können. Wir möchten Nutzern, die möglicherweise mit derartigen Inhalten interagiert haben, Fakten von einer vertrauenswürdigen Quelle an die Hand geben, da sie eventuell auch außerhalb von Facebook auf solche Behauptungen stoßen könnten.“

Facebook betrachtet die Pharmaindustrie und Bill Gates als vertrauenswürdig. Wer deren Einschätzung nicht teilt, verbreitet Falschinformationen, so die Kurzfassung der politischen Positionierung von Facebook.

Unkritisch übernimmt selbst die FAZ die Sichtweise von Facebook und behauptet, dass auf diese Weise „Mythen rund um die Corona-Pandemie richtiggestellt“ werden. Das Blatt zitiert die Sozialdemokratin, Vizepräsidentin des Europaparlaments, Katarina Barley, die die Maßnahme von Facebook begrüßt. Dass die SPD nicht die im Grundgesetz verankerte Meinungsfreiheit verteidigt, überrascht schon seit längerer Zeit nicht mehr. Barley sagte der FAZ: „Die Menschen können somit gezielte Falschmeldungen leichter erkennen und entlarven.“

Mark Zuckerberg

Zu diesem Thema hat auch Mark Zuckerberg einen Beitrag auf Facebook veröffentlicht. Er erklärte am 16. April 2020, dass auf Facebook und Instagram jetzt mehr als 2 Milliarden Menschen über das Covid-19-Informationszentrum und Bildungs-Popups zu maßgeblichen Informationsquellen geleitet haben. Facebook arbeite jetzt weltweit mit über 60 Organisationen zusammen, die Inhalte in mehr als 50 Sprachen überprüfen.

Entfernt werden Beiträge, sagt Zuckerberg, die zu körperlichen Schäden führen können, aber auch Beiträge, die behaupten, dass physische Distanzierung die Ausbreitung der Krankheit nicht wirksam verhindert. „Bei anderen Fehlinformationen reduzieren wir die Verteilung, sobald sie von Faktenprüfern als falsch eingestuft wurden“, und es werden Warnhinweise eingeblendet. „Im März haben wir Warnungen zu etwa 40 Millionen Posts im Zusammenhang mit Covid-19 angezeigt, basierend auf 4.000 Artikeln, die von unabhängigen Faktenprüfern geprüft wurden. Wenn Leute diese Warnschilder sahen, sahen sie in 95% der Fälle nicht den ursprünglichen Inhalt“, sagt Zuckerberg.

Darüber hinaus kündigt Zuckerberg eine neue Funktion namens „Get The Facts“ an. Sie soll einen Abschnitt des Covid-19-Informationszentrums von Facebook mit Artikeln enthalten, die von „unabhängigen Partnern zur Überprüfung von Fakten verfasst wurden und Fehlinformationen über das Coronavirus entlarven.“ Außerdem sollen in Kürze auch Nachrichten im Newsfeed für Personen angezeigt werden, „die zuvor mit schädlichen Fehlinformationen im Zusammenhang mit Covid-19 befasst waren, die wir seitdem entfernt haben, und sie mit genauen Informationen verbinden.“

Facebooks „Unabhängige Faktenprüfer“

Facebook kennzeichnet und entfernt Informationen, die von beauftragten privaten Dienstleistern als „schädlich“ eingestuft werden. In Deutschland vollstrecken zum Beispiel Correctiv und die Deutsche Presseagentur GmbH (dpa) den Zensur-Auftrag. Journalisten eines gemeinnützigen und eines privatwirtschaftlichen Unternehmens entscheiden darüber, was andere Journalisten und Facebook User, potenzielle geschäftliche Konkurrenten, schreiben dürfen und was nicht.

Facebook hat nach eigenen Angaben das Faktenprüferprogramm um zusätzliche Partner erweitert. „Unabhängige Faktenprüfer“ hätten allein im März Warnungen zu rund 40 Millionen Beiträgen auf Facebook angezeigt. Sie basierten auf etwa 4.000 Bewertungen. Die Abschreckung wertet Facebook als einen besonderen Erfolg: „Aufgrund der Warnhinweise haben sich Nutzer in etwa 95 Prozent der Fälle den ursprünglich ausgewählten Inhalt letztlich nicht anzeigen lassen.“

Gleichzeitig haben Facebook, Twitter und YouTube Tausende von Moderatoren nach Hause geschickt, wodurch die Plattformen stärker auf automatisierte Tools und Systeme zur Moderation von Inhalten angewiesen sind, berichtet nbc.

Zensur im Internet

Ob mit oder ohne automatisierte Tools: Facebook hat eine Wendung vollzogen. Das Unternehmen übt zu Gunsten staatlicher Institutionen eine Zensur aus. Der Meinungsaustausch wird gezielt unterdrückt. Das Unternehmen erklärt dazu hoch erfreut: „Auf Facebook und Instagram haben wir jetzt mehr als 2 Milliarden Menschen über unser Covid-19-Informationszentrum und Bildungs-Popups zu maßgeblichen Gesundheitsressourcen geleitet. Mehr als 350 Millionen Menschen klicken sich durch, um mehr zu erfahren.“

Zuvor hatte Facebook bereits am 7. April über Einschränkungen bei WhatsApp bekannt gegeben: „Um die Verbreitung von Falschinformationen weiter einzudämmen, beschränkt WhatsApp ab heute die Weiterleitung von bereits weitergeleiteten Nachrichten. Häufig weitergeleitete Nachrichten, die bereits mit einem Doppelpfeil-Symbol gekennzeichnet sind, können ab sofort nur noch einzeln an einen Chat weitergeleitet werden.“

Zu dem sozialen Facebook-Netzwerk gehören Facebook, die Video- und Foto-Sharing-App Instagram, der Messenger WhatsApp sowie Oculus VR, der Hersteller von Virtual-Reality-Hardware.

Aggressive und koordinierte Reaktion

Der Schritt ist „der jüngste Schritt in einer aggressiven und koordinierten Reaktion von Facebook und anderen Technologieunternehmen“, wie Facebook über seine eigenen Maßnahme sagt. Das Facebook Unternehmen behauptet, dadurch „Fakten und Leitlinien aus seriösen Quellen über die Verbreitung des Coronavirus zu fördern und die Flut falscher Informationen zu bekämpfen, vor der die WHO im Februar gewarnt hatte“.

Tatsächlich stellt sich Facebook in den Dienst der Pharmaindustrie und von Bill Gates und verhilft ihnen zum Durchbruch ihrer Sicht zur Bekämpfung von Viruserkrankungen und Epidemien. Die User der sozialen Medien werden einer „massiven Infodemie“ der Pharmaindustrie und ihres wichtigsten Sponsors Bill Gates ausgesetzt.

Die vorurteilsfreien Plattformen des „sozialen“ Facebook-Netzwerkes, auf denen unterschiedliche Meinungen ausgetauscht werden konnten, gehört damit endgültig der Vergangenheit an. Verfeinerte automatisierte Tools und Systeme, denen die eine oder andere kritische Sichtweise noch entgeht, können die Meinungsvielfalt in Zukunft weiter reduzieren.

Faina Faruz


24.04.2020 – Angela Merkel – WHO-Videokonferenz zur Internationalen Geberkonferenz am 4. Mai 2020

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