Sonnenkollektoren

China droht eine Umweltkrise durch alte Sonnenkollektoren

Tausende älterer Sonnenkollektoren, die über ganz China verteilt sind, könnten in den nächsten zwei Jahrzehnten eine Umweltkrise auslösen, sagen Branchenexperten. China habe mehr Solarkraftwerke als jedes andere Land und betreibe etwa doppelt so viele Sonnenkollektoren wie die USA. Es gebe allerdings keine Pläne, wie man die alten Solarpanel entsorgen kann.

 

Umweltprobleme durch Sonnenkollektoren

Solar

Wichtigste Länder weltweit nach installierter Photovoltaikleistung im Jahr 2016 (in Gigawatt)

Das Umweltproblem werde bei korrekter Schätzung mit voller Kraft in zwei oder drei Jahrzehnten explodieren und die Umwelt zerstören, sagte Tian Min, General Manager einer chinesischen Recycling-Firma, der South China Morning Post. Die riesige Abfallmenge wird von Lu Fang, Generalsekretär der Solarenergie bei der China Renewable Energy Society, auf 20 Millionen Tonnen Solarpanelabfälle bis 2050 geschätzt.

Solarzellen verwenden beim Herstellungsprozess gefährliche Stoffe wie Schwefelsäure und Phosphingas, wodurch sie schwer zu recyceln seien. Solarmodule hätten auch eine relativ kurze Betriebslebensdauer und könnten nicht in einer Deponie ohne Schutz vor Kontamination gelagert werden.

Auf die Gefahr des besonders wirksamen Treibhausgases bei der Produktion von Solarzellen und auch Flachbildschirmen  hat Jochen Flasbarth, Präsident des Umweltbundesamts (UBA), 2013 hingewiesen: “Wir wissen, dass die Konzentration von Stickstofftrifluorid (NF3) in der Atmosphäre deutlich ansteigt. Dieser Stoff zählt zu den klimawirksamsten Gasen, die wir in der Atmosphäre haben”, sagte er laut Spiegel. NF3 sei 17.200-mal so wirksam wie Kohlendioxid. “Erschwerend kommt hinzu, dass NF3 nur sehr langsam abgebaut wird. Die Verweildauer in der Atmosphäre beträgt 740 Jahre.” Seit Dezember 2013 ist Jochen Flasbarth beamteter Staatssekretär im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit der Regierung Merkel III.

 

Abfälle von Sonnenkollektoren sind giftiger als nukleare Abfälle

Sonnenkollektoren schaffen 300 Mal mehr giftige Abfälle pro Einheit der Stromerzeugung als Kernkraftwerke, berichtet The Daily Caller, unter Berufung auf Forschungen der grünen Gruppe Environmental Progress. Sonnenkollektoren verwenden Schwermetalle, einschließlich Blei, Chrom und Cadmium, die die Umwelt schädigen können. Die Gefahren von nuklearen Abfällen seien bekannt und könnten geplant werden, aber es sei nur sehr wenig getan worden, um das Problem der Solarabfälle zu mildern.

Japan bemühe sich derzeit um Möglichkeiten zur Wiederverwendung seiner wachsenden Solarabfälle. Sie werden voraussichtlich bis 2020 mehr als 10.000 Tonnen und  bis 2040 schließlich auf bis zu 800.000 Tonnen pro Jahr wachsen. Regierungen wie Japan und China fordern die stark unterstützte Solarindustrie auf, Solarabfälle zu sammeln und zu entsorgen.

 

Beim Bau von Solarzellen sind die Emissionen des starken Treibhausgases Stickstofftrifluorid (NF3) deutlich gestiegen

Einige Untersuchungen zeigen laut The Daily Caller, dass Sonnenkollektoren nicht einmal ein effektiver Weg zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen sind, worauf die gesamte Rechtfertigung für die Förderung dieser Technologie beruhe.

Tatsächlich haben Solarzellen laut einer Studie der Utrecht University vorübergehend die Kohlendioxid (CO2) Emissionen erhöht. Der Grund ist, dass viel Energie für ihren Bau verwendet wird. Die Solarindustrie werde “ein vorübergehender Netto-Emittent von Treibhausgasemissionen” sein, moderne Solarmodule hätten eine geringere nachteilige Umweltbelastung als ältere Modelle, sagen Wissenschaftler. Sie schätzten, dass die Solarindustrie als Ganzes spätestens bis 2018 eine positive Umweltbelastung haben könnte.

Daten der Regierung deuten darauf hin, dass der Bau von Solarzellen die Emissionen des starken Treibhausgases Stickstofftrifluorid (NF3) deutlich erhöht, was über einen Zeitraum von 100 Jahren 17.200 mal stärker als CO2 sei. Nach Angaben von The Daily Caller sind die NF3-Emissionen in den letzten 25 Jahren um 1.057 Prozent gestiegen. Im Vergleich dazu seien die US-Kohlendioxid-Emissionen im gleichen Zeitraum nur um etwa 5 Prozent gestiegen.

 

Quellen:

Foto: seagul, pixabay  

Stickstofftrifluorid (NF3)
Das farblose, brandfördernde Gas hat einen charakteristischen Geruch. Beim Erhitzen oder beim Verbrennen zersetzt sich der Stoff und bildet dabei toxische Dämpfe (Fluoride). Der Stoff kann inhalativ aufgenommen werden. Bei einer Freisetzung des Gases kommt es sehr schnell zu einer toxischen Kontamination der Luft. Bei einer Aufnahme entstehen Kopfschmerzen, Schwindel, eine Zyanose und eine Dyspnoe. Bereits nach kurzen Einwirkzeiten kann es zu einer Schädigung des Blutes (Methämoglobinbildung) kommen. Bei einer wiederholten oder längeren Einwirkung kann es zu Wirkungen auf die Leber und die Nieren kommen. http://www.gifte.de/Chemikalien/stickstofftrifluorid.htm

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Was ist schwerer, Zentimeter oder Bequerel?

Diese Grafik der NOAA (National Oceanic and Atmospheric Administration) geht regelmäßig um die Welt. Mit ihrer Hilfe demonstrieren Kernkraftgegner, dass der Pazifik durch das Unglück des Kernkraftwerks in Fukushima Daiichi verseucht sei. Wer achtet bei dem Alarmsignal in Rot und Orange schon auf die Maßangaben? Wer weiß, dass Radioaktivität nicht in Zentimetern, sondern in Bequerel* gemessen wird? Und wer kennt sich mit Grenzwerten für Radioaktivität aus?

Kernkraftgegner setzen auf die Unwissenheit der Leser und verwenden Bilder, die sich für Clickbaits eignen. Das gilt auch für diese Grafik von NOAA. “Dumm nur, dass diese Grafik keine Strahlenwerte, sondern Verbreitungsmessungen der Tsunami-Wellen darstellen”, sagt Christof Merkli.  http://nctr.pmel.noaa.gov/honshu20110311/

Den Geschäftemachern ist dies nicht peinlich, denn Clickbaits bringen dem Betreiber einer Webseite Einnahmen, wenn Leser seine Seite besuchen. Um möglichst viele Klicks einzusammeln, werden Bilder oder reißerische Überschriften benutzt, die den neugierig gewordenen Leser zum Klicken motivieren. Die Tricks sind unterschiedlich. Sie sind harmlos, wenn sich das vermeintlich unglaubliche Ereignis als eine langweilige Alltagsgeschichte entpuppt, oder sogar gefährlich, wenn Emotionen dazu genutzt werden, um Stimmungen gegen Volksgruppen oder Nationen anzuheizen. Die Saat geht leider nur zu oft auf, wie die Hasstiraden in den Kommentaren zu den Bildern zeigen.

Jedes reißerische Bild im Internet begründet den Verdacht, dass es um Clickbaits, nicht um die Information geht. Die Bilder sind häufig gestohlen, stimmen nicht mit den hinzu gefügten Texten überein, widersprechen ihnen sogar. Die Betreiber derartiger Seiten können für ihre Behauptungen in der Regel keine soliden Quellen benennen, setzen auf die Unerfahrenheit ihrer Leser, Quellen zu bewerten, oder nutzen deren Zeitmangel, Quellen zu vergleichen.

 

“Corriger la fortune”

Ein abgebrannter Spieler, der sich frisches Geld für neue Spieleinsätze verschaffen will, versucht sein Glück durch Manipulation zu korrigieren, er wird zum Falschspieler. “Corriger la fortune” ist das bekannte Zitat aus Minna von Barnhelm von Gotthold E. Lessing. Es bedeutet, dem Glück durch Betrug nachhelfen. Die französische euphemistische Umschreibung für “Falschspielen” ist seit 1665 bekannt und bezieht sich nicht nur auf Spieler, sondern auf jedwede Manipulation zum eigenen Vorteil.

Das gemeinsame Merkmal dieser Art moderner Geschäftemacherei lässt sich sehr gut bei Facebook beobachten. Wer dem Clickbaiting-Geschäft schaden könnte, wird von den Administratoren gelöscht.

Wer beispielsweise bei ausgestrahlt.de, klimaschutz-netz.org, sonnenseiten.de, ja sogar beim ergrünten Energiekonzern RWE, der sich zu einem großen Teil im Besitz von Kommunen befindet, versucht, über moderne Möglichkeiten der Kernenergie zu diskutieren, wird meist blockiert; er schadet dem Geschäft. Einige Administratoren lassen den einen oder anderen kritischen Beitrag als Beweis ihrer Toleranz stehen, manchmal nur bis zur nächsten Säuberungsaktion. Auf diese Weise wird eine Meinungsmehrheit zu Gunsten der eigenen Position vorgetäuscht. Die “Netzfrauen” haben durch Clickbaiting, Verwendung aufreißerischer Bilder und ihrem kreativen Umgang mit der Wahrheit auf sich aufmerksam gemacht. (Gesperrt bei den Netzfrauen).

Einer Religionsgemeinschaft mag man diese Abschottung gegenüber abweichenden Auffassungen und Kritik zugestehen, bei einer politisch agierenden, mitgliederstarken NGO, die vielleicht sogar mit öffentlichen Mitteln finanziert wird, ist dies nicht akzeptabel. Dass der wissenschaftlichen Diskussionskultur und dem Meinungsaustausch dadurch ein großer Schaden zufügt wird, ist anzunehmen.

Ein Kommentar wie der folgende wird üblicherweise sofort gelöscht, wurde aber wohl von den Netzfrauen, die sich über mehr als 210.000 Likes bei Facebook freuen, übersehen. Annelies Yokoyama schrieb am 6. Juli 2015 um 04:34: “Die Riesenerdbeere welche in Fukushima gewachsen sein soll, ist in Fukuoka, welches ganz im Sueden Japans liegt, gewachsen. Da frage ich mich irgendwie, wie gut der Rest Ihrer Ausführungen recherchiert ist….. Sorry, ich finde Netzfrauen eine gute Sache, aber bitte bei der Wahrheit bleiben!!!!!! ”

 

Quellenkontrolle

Wer sich beeilt, kann in den Kommentaren, bevor sie gelöscht werden, oft wertvolle Hinweise und Links finden und sich selbst gezielt informieren. Aus einem Kommentar von Michael Zingg zu der Abbildung oben stammt dieser “Link für die Unbelehrbaren”:
NOAA: http://nctr.pmel.noaa.gov/honshu20110311/

 

*Bequerel. Basismessgrößen und Einheiten: http://www.kernfragen.de

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Erdbeben in Japan 2011: Die Spuren auf dem Meeresgrund

Quelle: Japan Markt Online, 23.08.2013

Ein europäisch-japanisches Forscherteam mit deutscher Beteiligung hat jetzt herausgefunden, welche Spuren das Tohoku-Erdbeben, das sich im März 2011 vor Japan ereignete, auf dem Meeresgrund hinterließ. Japan Markt Online berichtet, dass am Abhang des bis zu 7,5 Kilometer tiefen Japan-Grabens mindestens 28 Quadratkilometer Meeresboden ruckartig in die Tiefe sackten.
Besonders sei das Forscherteam über einen weiteren Befund gewesen. Durch die Bewegungen der Sedimentmassen habe sich die oberflächennahe Grenze der eurasischen Platte um zwei bis drei Kilometer nach Osten verschoben.

„Als Geowissenschaftler sind wir es gewohnt, in sehr langen Zeiträumen von Jahrhunderttausenden oder gar -millionen zu denken“, sagte Prof. Gerold Wefer zu Japan Markt Online. „Diese Expeditionen haben uns gezeigt, dass Plattengrenzen bisweilen auch von plötzlichen Ereignissen in Sekunden oder Minuten tiefgreifend verändert werden können.“

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Atomausstieg in Japan: Zu früh gefreut?

Der Atomausstieg in Japan sei beschlossene Sache, meldeten die Medien in der letzten Woche. Ein neues Energiekonzept solle präsentiert werden, das die konsequente Förderung erneuerbarer Energien plane, freute sich die Solarwirtschaft. Offenbar handelte es sich lediglich um das Strategiepapier eines Regierungsausschusses.

Das japanische Kabinett hat den Ausstieg aus der Kernenergie nicht abgelehnt, aber eine längere Zeit dafür in Aussicht gestellt, wie die Medien berichten.

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