EPA: “Kohlendioxid ist nicht die Hauptursache des Klimawandels”

Scott Pruitt, Chef der United States Environmental Protection Agency (EPA*)  sagte in einem Interview mit CNN, er glaube nicht, dass Kohlendioxid ein primärer Beitrag zur globalen Erwärmung ist. Er fügte hinzu: “Wir müssen die Debatte, die Überprüfung und die Analyse fortsetzen.”

Als Generalstaatsanwalts war Pruitt zu Zeiten des ehemaligen Präsidenten Obama eine der treibenden Kräfte gegen die Klimaschutzpolitik der demokratischen Partei. Seinen Kommentar haben erwartungsgemäß Demokraten und Umweltgruppen auch prompt verurteilt. Der Senator Brian Schatz, Hawaii, nannte Pruitt einen “Klimawandelleugner” und bezeichnete ihn als unqualifiziert, um die EPA zu führen.

“Klimaapologeten” kontra “Klimawandelleugner”

“Wenn es irgendwelche Zweifel daran gab, dass Scott Pruitt ein Klimaleugner ist, dann ist es hiermit geklärt. Jeder, der den Wert einer über ein Jahrhundert etablierten Wissenschaft und grundlegende Tatsachen leugnet, ist unqualifiziert, um der Verwalter der EPA zu sein”, sagte Schatz, der Co-Vorsitzende der Senat Climate Action Task Force. Die Task Force gründeten 2014 rund ein Dutzend Senatoren, um den Kongress von der Notwendigkeit zu überzeugen, den Klimawandel zu bewältigen. “Mehr denn je muss der Senat gegen Scott Pruitt und seine gefährlichen Ansichten aufstehen”, fügte Schatz hinzu.
Michael Brune, der Geschäftsführer der führenden Umweltorganisation Sierra Club*, twitterte, dass Pruitt für seine Auffassung gefeuert werden sollte.

Pruitt habe sich bisher geweigert, Fragen zu beantworten, ob er die Klimawandelforschung “erlauben” werde, berichtet CNN. Er habe geantwortet, dass es viele Prioritäten in der Agentur gebe und man sich auf die Verbesserung der Luftqualität konzentrieren werde.

  • Die EPA (United States Environmental Protection Agency) ist eine unabhängige Behörde der Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika zum Umweltschutz und zum Schutz der menschlichen Gesundheit. Die EPA wurde unter Präsident Richard Nixon eingerichtet.
  • Der Sierra Club ist die älteste und größte Umweltbewegung in den USA. Nach eigenen Angaben hat der Club ca. 2,4 Millionen Mitglieder in den USA.

Quelle:

http://edition.cnn.com/2017/03/09/politics/scott-pruitt-global-warming-human/index.html

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Klimawissenschaft und Klimapolitik stehen sich diametral gegenüber

“Ist der Klimawandel menschengemacht? Ganz klar nein, sagt Prof. Dr. Werner Kirstein. Als Klimageograph kennt er die Daten der Klimaaufzeichnungen sehr genau. Und so weiß er auch, dass der Gehalt von CO2 in unserer Atmosphäre nicht nur einen historischen Tiefstand aufweist, welcher nahezu kritische Auswirkungen auf die Flora haben, sondern die Temperatur keinesfalls beeinträchtigt. Viel mehr ergeben die Daten, dass der Prozess genau umgekehrt ist. Der CO2-Gehalt passt sich an die Temperatur an. In seinem Vortrag zeigt Prof. Dr. Werner Kirstein auf, weshalb die Debatte um das Senken von CO2 ausschließlich politischen Zielen dient und keinesfalls der Umwelt, dem Weltklima oder den Menschen. Der Vortrag zeigt, dass Klimawissenschaft und Klimapolitik nichts miteinander zu tun haben. 

Der Vortrag von Prof. Dr. Werner Kirstein, Professor für Geographie mit den Schwerpunkten Geoinformatik und Fernerkundung an der Universität Leipzig, wurde am 11.04.2016 von NuoViso.TV veröffentlicht.

Einstimmig hat der Bundestag am 22. September 2016 beschlossen, dem UN-Klimavertrag von Paris beizutreten. “Über alle Parteigrenzen hinweg gab es nicht einen Abgeordneten, der das Gesetz über den Beitritt Deutschlands zum UN-Klimavertrag von Paris abgelehnt hätte. Ein solcher Mangel an Opposition kommt selten vor. Nicht einmal der überhastete Atomausstieg des Jahres 2011 übte eine derartige Gleichschaltungskraft aus”, sagt Peter Heller.
Der Bundestagsbeschluss war der krönende Abschluss eines Treffens von mehr als 50.000 Menschen im Dezember 2015 in Paris, um an dem Weltklima-Gipfel teilzunehmen. Welche Verbindlichkeiten sich aus dem Beitritt zum Pariser Weltklimavertrag ergeben, wurde nicht geklärt. Man ist einfach nur stolz auf sich selbst.

Nach dem Beschluss gehöre auch Deutschland zum “Ensemble des großen Weltklimatheaters”, sagt Heller. Es sei nur noch nicht ganz klar, unter welchem Titel das Stück in die Geschichte eingehen werde. „Denn sie wissen nicht, was sie tun“ wäre ebenso passend wie „Viel Lärm um nichts“. Wenn es schlimm kommt, könnte es am Ende auch heißen „Die durch die Hölle gehen“. Denn sollten unsere Parlamentarier und unsere Regierung das Abkommen wirklich ernst nehmen, stünde Deutschland ein Sturz in den Abgrund bevor.” Im Schnellverfahren stimmte auch die EU am 4. Oktober dem Vertrag zu.

Der Sturz Deutschlands, der EU und der USA in den Abgrund ist aus verschiedenen Gründen denkbar. Nach den Planungen sollen die Industriestaaten ärmeren Ländern ab dem Jahr 2020 jährlich hundert Milliarden Dollar für Klimaschutz und Anpassung an Klimafolgen zur Verfügung stellen, bis 2025 soll ein neuer, höherer Betrag vereinbart werden, berichtet die ZEIT. Die Zuwendungen sichern in erster Linie dem öko-industriellen Komplex weltweit zunächst Einnahmen, die mit Hilfe von Subventionen realisiert werden, zwingt aber gleichzeitig die ärmeren Länder in politische Abhängigkeiten von den USA und der EU. Den Weg für diese Art der Kriegsführung mittels “Klimawandel” und Diplomatie hat der Präsident der USA, Barak Obama, vorgezeichnet. Obama hatte am 28.05.14 in einer viel beachteten Abschlussrede vor Kadetten in West Point eine neue außenpolitische Doktrin angekündigt, die auf einer globalen Führung mit weniger Rückgriff auf militärische Macht beruhen soll: Soft Power Diplomatie und internationale Partnerschaften. Obama beabsichtige, eine Vorreiterrolle in einem globalen Netzwerk zur Rettung des Planeten einzunehmen. (Obamas Anspruch auf Vorherrschaft und der Klimawandel)

Entweder werden viele Entwicklungsländer, die bereits Zahlungen der Industriestaaten als Entschädigung für angeblich bereits eingetretene Klimaschäden fordern, diese wahrscheinlich auch erhalten, um der Öko-Industrie weiterhin ihre Tätigkeiten zu ermöglichen, oder sie entwickeln ihre eigenen Industrien. Mit Windkraft- und Solaranlagen wird dies nicht möglich sein, sondern nur mit Kohle oder Kernenergie. Dauerkonflikte zwischen extrem unterschiedlichen politischen und wirtschaftlichen Interessen der Länder sind programmiert.

Die Wahrscheinlichkeit, dass sich China, Russland, Indien und zahlreiche andere aufstrebenden Industrienationen mit Hilfe des Vertrags unterwerfen lassen, ist gering. Sie entwickeln ihre Industrien bereits mit Hilfe der Kernenergie und können einen Ablasshandel mit der Öko-Industrie wahrscheinlich verkraften. Deutschland allerdings, das sich im Unterschied zu den meisten Ländern der Welt auf den Ausstieg aus Kohle- und Kernkraft versteift hat, wird, wenn es dem Abkommen nach Buchstaben und Zahlen folgt, den Weg “durch die Hölle” gehen.

 

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Physiker sagen eine globale Abkühlung voraus – Verfechter der Erderwärmungshypothese wollen wissenschaftliche Ergebnisse unterdrücken

The Washington Times berichtet  über einen aktuellen Versuch von Klimaforschern, Forschungsergebnisse über Sonnenzyklen der Physikerin Valentina Zharkova, Professorin an der Northumbria University in Newcastle im Vereinigten Königreich, zu unterdrücken. Nach Angaben von Valentina Zharkova habe die Royal Astronomical Society Anfragen erhalten, eine Pressemitteilung über neueste Forschungsergebnisse ihres Teams, die auf einen deutlichen Rückgang der Sonnenaktivität bis Mitte des Jahrhunderts hinweisen, zurück zu ziehen.

Valentina Zharkova präsentierte ihre Ergebnisse am 9. Juli in der National Astronomy Meeting in Llandudno, Wales. Einige der Wissenschaftler seien freundlich gewesen und hätten diskutiert, aber einige seien recht aufdringlich gewesen, sagte sie in einem Video-Interview, das am Dienstag vom Global Warming Policy Forum (GWPF) veröffentlicht wurde. “Sie versuchten tatsächlich, uns zum Schweigen zu bringen. Einige von ihnen kontaktierten die Royal Astronomical Society hinter unserem Rücken und forderten, dass sie unsere Pressemitteilung zurück zögen.”

Die Royal Astronomical Society habe diese Forderung abgelehnt, sagte Valentina Zharkova, und ihnen geantwortet, dem Team eine Kopie zugesandt, berichtet The Washington Times. Die Gesellschaft habe geschrieben: “Sehen sie, das ist die Arbeit von Wissenschaftlern, die wir unterstützen, besprechen Sie dies bitte mit ihnen.” The Washington Times berichtet ferner, dass es danach einen mehrfachen Austausch per e-Mail gegeben und Valentina Zharkova versucht habe, ihren Standpunkt zu beweisen. Sie habe angeboten, mit den Wissenschaftlern zusammen zu arbeiten, indem sie die Daten zu den Ergebnissen anbot. Aber sie hätten ihr geantwortet, dass “sie nicht wollen.”

Die Pressemitteilung über ihre Forschung wurde am 9. Juli auf der Website der Royal Astronomical Society veröffentlicht. Das Sonnenflecken-Modell Valentina Zharkovas zeigt ein reduziertes Solar-Magnetfeld in den Jahren 2020-2053, das nach ihrer Auffassung ähnliche Bedingungen hervorrufen werde, wie sie während des sogenannten Maunder-Minimums oder der “Kleinen Eiszeit” herrschte. Als Maunder-Minimum wird ein 65-Jahres-Zeitraum mit reduzierter Sonnenaktivität und weltweit niedrigen Temperaturen während des 17. Jahrhunderts bezeichnet, benannt nach dem englischen Astronomen Edward Walter Maunder, der die geringe Anzahl der Sonnenflecken jener Periode im Nachhinein erkannte.

Für die nördliche Hemisphäre seien die Daten sehr gut protokolliert, sagt Valentina Zharkova: “Die Flüsse sind eingefroren. Es gibt keine Winter und keine Sommer, und so weiter.”

Das Forschungsergebnis ist umstritten, weil es den vorherrschenden Klima-Wandel Konsensus (Vorhersage steigender globaler Temperaturen durch erhöhte, von Menschen verursachte Kohlendioxid-Emissionen in der Atmosphäre) herauszufordern scheint.

Mit ihren Forschungsergebnissen steht Valentina Zharkova jedoch nicht alleine da. Auch chinesische und russische Klimaforscher widersprechen der Erderwärmungs-Hypothese.

Die Aufregung unter Wissenschaftlern schlägt sich allerdings kaum in der Presse nieder, wie Frank Bosse und Fritz Vahrenholt 2015 bemerkten. Sie verweisen auf eine Arbeit, Mitautorin Prof. Valentina Zharkova, im renommierten Astrophysical Journal, die eine Reduktion der Sonnenaktivität voraussagten. Dies bedeute, dies bedeute, dass uns “ein waschechtes Maunder-Minimum wie Ende des 17. Jahrhunderts” bevorstehe. Valentina Zharkova hatte im Rahmen des britischen National Astrononomy Meeting ein neues Modell des Sonnendynamos vorgestellt. “Danach besteht der Dynamo aus zwei Wellen mit einer Frequenz von 11 Jahren, die sich verstärken oder abschwächen können. In den beiden nächsten Zyklen würden sich die beiden Wellen gegenseitig schwächen und ein Maunder-Minimum generieren.”

“Natürlich sind die Dinge nicht das Gleiche wie sie im 17. Jahrhundert waren – wir haben viel mehr Treibhausgas in der Atmosphäre”, sagt die Global Warming Policy Foundation (GWPF), eine eingetragene gemeinnützige Organisation und Denkfabrik in Großbritannien, in ihrem Beitrag. “Und es wird interessant sein zu sehen, wie sich die terrestrischen und die solaren Einflüsse darstellen.”

Quellen:

 

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Ist der Klimawandel menschengemacht? Ganz klar nein, sagen Wissenschaftler

earth-366722_640Kein anderes Thema dürfte durch Übergriffe der Politik auf die Wissenschaft ähnlich verheerende Auswirkungen auf die Gesellschaft haben wie die Energiewende. Zur wissenschaftlichen Legitimierung der Energiepolitik existiert ein Pool von Wissenschaftlern, den die Bundesregierung über Fördermittel finanziert und der, will er weiter bestehen, der Politik politisch korrekte Ergebnisse liefert. Die wissenschaftlichen unversitären und außeruniversitären Einrichtungen verhalten sich im Prinzip wie jedes Wirtschaftsunternehmen, das mit Blick auf die lebenserhaltenden oder profitmaximierenden Subventionen durch Unterwürfigkeit gekennzeichnet ist. Das Anpasseritis-Virus verbreitet sich über die Medien und trägt nachhaltig zu Fehlinformationen auch in der Bevölkerung bei. Der Klimawandel ist eine der  folgenreichsten Fehlinformationen, die durch ein irrationales Zusammenspiel zwischen Politik, Ökowirtschaft, Wissenschaft und Medien zustande gekommen ist. Über die Entstehung dieser Fehlinformation haben wir berichtet: Die fabelhaften 97 % – der Mythos vom Klima-Konsens der Wissenschaftler.

Ist der Klimawandel menschengemacht? Ganz klar nein, sagt Prof. Dr. Werner Kirstein

Als Klimageograph kennt Prof. Dr. Werner Kirstein die Daten der Klimaaufzeichnungen sehr genau. Und so weiß er auch, dass der Gehalt von CO2 in unserer Atmosphäre nicht nur einen historischen Tiefstand aufweist, welcher nahezu kritische Auswirkungen auf die Flora habe, heißt es im Begleittext zu seinem  Vortrag, sondern die Temperatur keinesfalls beeinträchtige. Viel mehr ergäben die Daten, dass der Prozess genau umgekehrt ist. Der CO2-Gehalt passe sich an die Temperatur an. Der Vortrag wurde am 11.04.2016 bei Youtube veröffentlicht wurde.

“Im Dezember 2015 trafen sich in Paris mehr als 50.000 Menschen, um an dem Weltklima-Gipfel teilzunehmen. Besonders stolz war man darauf, dass sich alle teilnehmenden Nationen für eine Reduzierung von Kohlenstoffdioxid (CO2) ausgesprochen und sich verpflichtet haben zu Reduzieren. Wieviel und nach welchen Maßstäben wurde nicht definiert.
Ziel des Ganzen sei, durch den verminderten Aussoß von CO2 zu bewirken, dass sich die Erde nicht mehr als 2 Grad im Vergleich zum Beginn des Industrie-Zeitalters (ab Mitte des 19. Jhd.) erhöht. Ein Grad davon haben wir bereits erreicht, so dass das Ergebnis des Klimagipfels letztlich die Absicht aussprach, dass der Mensch, nicht weiterhin das Klima so stark beeinflusst.
Klimawissenschaft und Klimapolitik stehen sich diametral gegenüber. In diesem Vortrag zeigt Prof. Dr. Werner Kirstein auf, weshalb die Debatte um das Senken von CO2 ausschließlich politischen Zielen dient und keinesfalls der Umwelt, dem Weltklima oder den Menschen.”

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Das Klima und der Wandel zur Lüge

Der Klimawandel wird bis Ende November in allen denkbaren Variationen die Schlagzeilen beherrschen. Die wissenschaftliche Hypothese vom anthropogenen (durch Menschen verursachten) Klimawandel hat sich längst verselbständigt und ist, ähnlich wie ein Virus, dem wissenschaftlichen Labor entglitten. Politiker wie Präsident Obama verbinden das Schicksal ihrer Partei mit dem Glauben ihrer Wähler an die schrecklichen Gefahren der von ihnen angekündigten Erderwärmung, vor der sie einzig und allein ihre Energiepolitik und die Erneuerbaren Energien (Bezeichnung für einen neuen Industriezweig alter und neuer Großkonzerne) retten kann.
Dem Erhalt der Demokratie, der Wissenschaft, eines freien Kopfes und der freien Meinungsäußerung dient unter anderem dieses Video:

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Würden die USA von einem Tag auf den anderen nicht mehr existieren, würde dies in 50 Jahren ein paar hundertstel Grad ausmachen

JohnChristy

Foto: John Christy *

Der Klimawissenschaftler John Christy berichtete anlässlich einer Anhörung vor dem Committee on Natural Resources am 13.05.2015, es sei egal, was die USA machten, um Emissionen aus fossilen Brennstoffen zu reduzieren, es werde keinen praktischen Unterschied geben.

Sollten die USA die Emissionen aus fossilen Brennstoffen reduzieren, würde der Einfluss zwischen fünf und acht Hundertstel Grad liegen, sagte Christy. “Wir wären nicht einmal in der Lage, jede Änderung des Meeresspiegels zu messen. Sie wäre zu winzig um messbar zu sein.” Der Meeresspiegel steige seit 20.000 Jahren. Er werde auch weiterhin steigen, egal was jemand mit den Emissionen anstelle.

Angenommen, die Vereinigten Staaten hörten an diesem Tag, den 13. Mai 2015, auf zu existieren und es gebe keine Menschen, keine Autos, keine Industrie, keine Versorgungsunternehmen mehr. Was wäre dann, fragt Christy? Das Resultat dieses imaginären Szenarios könnte in 50 Jahren ein paar hundertstel Grad betragen. Die Auswirkungen wären so klein, dass es dafür keine Vorschriften geben könne. Dieses Ergebnis sei bekannt, sagt Christy, er habe es in einer schriftlichen Stellungnahme beschrieben und ähnliche Berechnungen ohne Einwände vor einem Bundesgericht vorgestellt.

Die Hypothese von der Erderwärmung basiert nicht darauf, was in der realen Welt geschieht

Christys Aussage konzentrierte sich hauptsächlich auf das Studium der Temperaturen im Unterschied zu Klimamodellen, die eine gefährliche Erwärmung der Erde vorhersagen. Er sehe das aus seiner wissenschaftlichen Sicht als arbeitsintensiver Wissenschaftler, sagte er. Grundlegend sei, dass es keinen Beweis dafür gebe, dass diese Emissionen bestimmte Erscheinungen verursachen, die man dem Klima zuordnen könne. “Wie kann man eine Ursache mit einer Wirkung in Zusammenhang bringen, wenn es dafür keinen Beweis gibt?”, fragte er.

Christy diskutierte ein Liniendiagramm, das die durchschnittliche Temperatur von 102 Klimamodellen seit 1979 mit seiner Studie von Satelliten-Datensätzen sowie unabhängigen Daten von Wetterballons vergleicht.

“Ich verstehe die Abbildung so”, sagte Christy: “Die extremen Ansprüche in Bezug auf den Klimawandel basieren auf dem, was das rote Linie (die Klimamodelle) zeigt und nicht darauf, was in der realen Welt geschieht. ”

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Der Fehler der  Obama-Administration

Christy warf der Obama-Administration vor, den Schwerpunkt auf die Verringerung der Emissionen aus fossilen Brennstoffen gelegt zu haben, wobei sie sich auf Klimamodelle gestützt habe, die diese letzten Temperaturmesswerte nicht exakt wiedergegeben hätten.

“Ich denke, jeder in diesem Raum kann diese Folie verstehen”, sagte Christy. “Und ich denke, Sie verstehen, dass etwas mit der wissenschaftlichen Theorie über die Beeinflussung des Klimas durch Treibhausgase falsch ist.” Die Folie stehe schon seit über einem Jahr zur Verfügung, aber niemand habe gesagt, sie sei falsch.

Das Problem mit den Behörden

Vor dem Ausschuss äußerte sich auch Ray Clark, der als eine Autorität des National Environmental Policy Act gilt. Clark war unter den Präsidenten George Bush und Bill Clinton Mitglied des Council on Environmental Quality (CEQ), das die Umweltpolitik der Regierung koordiniert und eng mit den Behörden zusammenarbeitet.
Die Behörden handelten individuell, um irgend etwas zu tun, sagt Clark. In der Summe hätten die kleinen Beiträge jedoch große Auswirkungen. Er nannte auch den folgenden Punkt: “Wissenschaftler und der Oberste Gerichtshof haben gesagt, dass Treibhausgase ein Schadstoff sind.” Es sei wichtig, dass die Behörden die Auswirkungen, die der Klimawandel auf Bundeseinrichtungen habe, verstehen und über Vorlagen nachdenken. “Die meisten Behörden tun dies bereits auf der Grundlage ihres eigenen Verständnisses von Widerstandsfähigkeit und Anpassung.”

Ein Loch, das Klimawissenschaftler sich selbst gegraben haben

Der US Kongress-Abgeordnete Raul Grijalva, Mitglied der Demokratischen Partei, hatte im Februar 2015 eine Untersuchung über sieben Klimawissenschaftler – darunter Christy – veranlasst, die er als Skeptiker des Klimawandels bezeichnete. Er wollte die Einkommensquellen jener Forscher identifizieren. Grijalva zog seine Untersuchung im März zurück.

Der Guardian weist darauf hin, dass Christy “einer der weniger als 3% der Klimawissenschaftler” sei, der Forschungsergebnisse veröffentliche, die darauf hindeuten, dass Menschen nicht die primäre Ursache für die aktuelle globale Erwärmung sind.” Christy sei damit zu einem der Lieblingssachverständigen der Republikaner geworden. Der Guardian wirf Christy vor, er habe Vergleichswerte aus einer zu großen Höhe ausgewertet.

Die Feststellung von Patrick J. Michaels, Cato Institute, bestätigt indes die Beobachtung zahlreicher Klimaforscher: “Tag für Tag, Jahr für Jahr, wird das Loch, das Klimawissenschaftler sich gegraben haben, tiefer und tiefer. Je länger sie warten, um einzugestehen, dass ihre überhitzten Vorhersagen falsch sind, desto mehr schaden sie der Wissenschaft.”

 

Anmerkung:

Dr. John Christy ist Professor für Atmosphärenwissenschaften und Direktor des Earth System Science Center an der Universität von Alabama in Huntsville. Er wird häufig als Skeptiker der Klimakatastrophe beschrieben.

Foto: https://youtu.be/HleonHtdnw0

 

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Nasa Klimawissenschaftler: Wir sagten, 2014 sei das wärmste Jahr seit der Aufzeichnung gewesen… aber wir sind nur zu 38 % sicher, dass wir recht hatten

Mit einer Wahrscheinlichkeit von 38 Prozent war 2014 das wärmste Jahr. Die Nasa Klimaforscher korrigierten damit am 18.01.2015 ihre vorhergehende Behauptung. Wegen einer Fehlerspanne der Messwerte von mehr als 3.000 Messstationen weltweit gibt die Nasa zu, es sei keineswegs sicher, dass es 2014 überhaupt einen Rekord gab.
Zuvor hatte allerdings die Schlagzeile die Welt umrundet: “2014 war das wärmste Jahr der Aufzeichnung.”
Der Widerruf wird dagegen wohl verhallen, und die Welt soll offenbar weiter glauben, dass wir auf eine Klimakatastrophe zusteuern. Seriöse Klimaforscher fürchten zu Recht um den Ruf der Klimawissenschaft.

http://www.dailymail.co.uk/news/article-2915061/Nasa-climate-scientists-said-2014-warmest-year-record-38-sure-right.html

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“wichtiger als verstaendnis ist uns selbstverstaendlich immer political correctness” (Wikipedia)

Wer nicht glauben will, dass der Klimawandel ursächlich mit dem wachsenden Verbrauch fossiler Brennstoffe zusammenhängt, also durch Menschen verursacht wird, hat es zurzeit nicht leicht, sondern muss auch mit Zensur rechnen, selbst dort, wo er es eigentlich nicht erwartet, zum Beispiel bei Wikipedia. Dort funktioniert die Zensur besonders infam, weil sie nicht auf Anhieb, sondern nur mit großem Aufwand für erfahrene Wikipedia-Benutzer ersichtlich ist.

Wikipedia-Benutzer haben ohne nachvollziehbare Begründung EIKE auf die Spamliste gesetzt, obwohl, wie Kritiker behaupten, keine der Vorraussetzungen für einen Blacklist-Eintrag zu irgendeiner Zeit erfüllt war. Die vorgeschobene Begründung, einige Artikel dort seien “gruselig”, ist nicht akzeptabel. Daraufhin hat sich bei Wikipedia eine Debatte entwickelt, die inzwischen mehr als zwanzig DIN-A4 Seiten umfassen dürfte.

Der provokative Slogan von EIKE lautet: “Nicht das Klima ist bedroht, sondern unsere Freiheit! Umweltschutz: Ja! Klimaschutz: Nein.” In einem freien Land sollte man mit derartigen Provokationen gelassen umgehen und angeblich falsche Behauptungen widerlegen können. Die Benutzer KaiMartin (“im Moment habe ich mir vorgenommen, die Leerstellen im Artikel Drachenfliegen zu füllen”), Jbo166 (schaut vor dem Schlafengehen stets ob sich ein Dinosaurier unter dem Bett versteckt und haut mit seinem Hammer gern auf große Steine), Hg6996 (Ausbildung zum Feinmechaniker, Studiumabschluss in Biomedizintechnik. “Für Verbessern und gegen voreiliges Löschen.”), lustiger_seth (“wichtiger als verstaendnis ist uns selbstverstaendlich immer political correctness”, “prost Seth”), haben die Initiative für die Sperrung von EIKE ergriffen.
Was treibt die vier Benutzer zu ihrem Konfrontationskurs mit anderen Benutzern? Politcal correctness? Die Sperrung jedenfalls hat zur Folge, dass von der Regierung anerkannte und getragene Meinungen eine Vorrangstellung genießen, weil wichtige, konträre Fachartikel nicht verlinkt werden können.

Wer oder was ist EIKE?

EIKE ist ein Zusammenschluss einer wachsenden Zahl von Natur-, Geistes- und Wirtschaftswissenschaftlern, Ingenieuren, Publizisten und Politikern, die die Behauptung eines „menschengemachten Klimawandels“ als naturwissenschaftlich nicht begründbar und daher als Schwindel gegenüber der Bevölkerung ansehen. Die Wissenschaftler haben 2007 einen Verein gegründet, der sich “Europäisches Institut für Klima und Energie e.V. nennt. Die Bezeichnung Institut ist nicht geschützt. “EIKE lehnt jegliche „Klimapolitik“ als einen Vorwand ab, Wirtschaft und Bevölkerung zu bevormunden und das Volk durch Abgaben zu belasten.”

EIKE ist eine Diskussionsplatttform, veröffentlicht auf seiner Homepage wissenschaftliche Erkenntnisse, erstellt Gutachten im eigenen und fremden Auftrag, organisiert Symposien und Kongresse und bietet seine Unterstützung für die Gründung politischer Initiativen durch die Bereitstellung wissenschaftlicher Expertisen an. Einige Mitglieder von EIKE sind bei CDU, SPD oder FDP aktiv, haben sich aber zur überparteilichen Zusammenarbeit verpflichtet.

Der Fachbeirat der EIKE-Webseite besteht aus 23 Doktoren und 24 Professoren, überwiegend in naturwissenschaftlich-technischen Bereichen.

http://www.eike-klima-energie.eu/eike-europaeisches-institut-fuer-klima-und-energie/

Dieses Vorgehen hält der Benutzer Hg6996 für völlig angemessen, da das Potsdamer Institut für Klimafolgeforschung (PIK) “viele klimawandelbezogene Behauptungen von EIKE anhand diverser seriöser Literaturquellen widerlegt” habe. “Wer sich ein wenig mit dem Thema auseinandergesetzt hat, wird die Behauptungen von EIKE in der Tat nur als “gruselig” bezeichnen können. Derlei Blödsinn zu denken ist prinzipiell kein Problem für Wikipedia, Blödsinn zu verbreiten jedoch schon.”

Damit maßt sich der Benutzer Hg6996 nicht nur ein Urteil über wissenschaftlich unterschiedliche Standpunkte an, sondern nimmt sich auch das Recht heraus, den freien Informationszugang zu blockieren. Der Benutzer Cabibbo ist nicht der einzige, der sich an gewisse Zeiten erinnert fühlt, “in denen das DDR-Politbüro unliebsame Schriftstücke verbieten ließ. Die offiziellen Begründungen waren auch stets “im Einklang mit DDR-Gesetzen” … Schlimmer noch, Benutzer:lustiger_seth legt hier die von ihm selbst verfassten Regeln auch noch aus. Und er wendet sie an. Das ist Legislative, Exekutive und Judikative in einer Person. Willkommen bei Wikipedia!” Die Front zur Wahrung der politischen Korrektheit steht auch nach langer Diskussion unerschütterlich fest.

Der weitere Verlauf der Diskussion bringt keine Neuheiten. Es geht den Bewahrern der politischen Korrektheit auch nicht um Inhalte oder nachweisbare Verstöße gegen die Wikipedia-Regeln, sondern um eine Art “Staatsschutz”. Der Benutzer seth verteidigt sein Urteil, im Unterschied zur DDR sei hier bei Wikipedia doch alles transparent. “Was nützt Transparenz und Kontrolle, wenn es keine Folgen hat?” fragt der Benutzer Rhodo07.

Eine Manipulation der Öffentlichkeit im Interesse der Regierungspolitik findet nicht nur bei Wikipedia statt, sie ist sehr vielfältig und tief in unserer Gesellschaft und bei den Medien angekommen. Am 10. April 2014 hatte EIKE die VII. Internationale Klima- und Energiekonferenz, Mannheim, veranstaltet. EIKE hatte es geschafft, dazu einige der weltbesten Klimawissenschaftler nach Deutschland zu holen. Darunter Richard Lindzen, Henryk Svensmark und Nir Shaviv. Das Thema “Klimawandel” fand bei Wissenschaftlern ein sehr großes Interesse, nicht dagegen in den überregionalen Medien. Lediglich der “Pfalz Express”, eine Lokalzeitung, berichtete über das Symposium.

Am 17.10.14 findet in Frankfurt/Main die 8. Internationale Klima- und Energiekonferenz (IKEK-8) statt. Schwerpunktthema dieser Konferenz wird diesmal das Fracking sein. Hervorragende international anerkannte Fachleute werden die neuesten Erkenntnisse zu dieser in Deutschland sehr umstrittenen Technologie vorstellen.

Wer sich selbst ein Bild von der Arbeit EIKEs machen will, ist zu der Konferenz eingeladen:
Anmeldungen hier: http://www.eike-klima-energie.eu/news-cache/einladung-zur-8-klima-und-energiekonferenz-8ikek-am-171014-in-frankfurtmain/
(Hinweis von EIKE: Wegen des beschränkten Platzangebotes ist eine frühzeitige Anmeldung empfehlenswert.)

Ramsar

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Klimawissenschaftler fordern moderne Kernkraftwerke

Vier prominente Klimawissenschaftler haben Anfang November 2013 in einem offenen Brief Umweltschützer dazu aufgerufen, die Kernenergie im Kampf gegen die globale Erwärmung einzubeziehen. Sie befürchten, dass die weitere Ablehnung die Verhinderung des Klimawandels in Frage stellt. Die Erderwärmung und die Kohlendioxid-Emissionen stiegen schneller als je zuvor. Man könne es sich nicht leisten, eine Technologie abzulehnen, die einen großen Teil des Kohlendioxid-Ausstoßes verringern würde, heißt es in dem offenen Brief.
Die Klimawissenschaftler betonen, dass es keine glaubwürdige Alternative zur Stabilisierung des Klimas gibt, wenn sie der Kernkraft keine substanzielle Rolle einräume.

Der offene Brief stammt von Ken Caldeira (Carnegie Institution), Kerry Emanuel (Massachusetts Institute of Technology), Tom Wigley (University Corporation for Atmospheric Research) und James Hansen (früherer NASA Wissenschaftler, Columbia University’s Earth Institute). Den Brief erhielten verschiedene Organisationen und Journalisten. Veröffentlicht wurde er beispielsweise vom Klima-Blogger Andrew Revkin (hier), und auf der Webseite von CNN (hier).

Offener Brief der vier Klimawissenschaftler

Here’s the text of the letter, by Kenneth Caldeira of the Carnegie Institution,Kerry Emanuel at the Massachusetts Institute of Technology, James E. Hansen of Columbia University and Tom Wigley of the National Center for Atmospheric Research and the University of Adelaide* (veröffentlicht von Andrew Revkin):

To those influencing environmental policy but opposed to nuclear power:

As climate and energy scientists concerned with global climate change, we are writing to urge you to advocate the development and deployment of safer nuclear energy systems. We appreciate your organization’s concern about global warming, and your advocacy of renewable energy. But continued opposition to nuclear power threatens humanity’s ability to avoid dangerous climate change.

We call on your organization to support the development and deployment of safer nuclear power systems as a practical means of addressing the climate change problem. Global demand for energy is growing rapidly and must continue to grow to provide the needs of developing economies. At the same time, the need to sharply reduce greenhouse gas emissions is becoming ever clearer. We can only increase energy supply while simultaneously reducing greenhouse gas emissions if new power plants turn away from using the atmosphere as a waste dump.

Renewables like wind and solar and biomass will certainly play roles in a future energy economy, but those energy sources cannot scale up fast enough to deliver cheap and reliable power at the scale the global economy requires. While it may be theoretically possible to stabilize the climate without nuclear power, in the real world there is no credible path to climate stabilization that does not include a substantial role for nuclear power

We understand that today’s nuclear plants are far from perfect. Fortunately, passive safety systems and other advances can make new plants much safer. And modern nuclear technology can reduce proliferation risks and solve the waste disposal problem by burning current waste and using fuel more efficiently. Innovation and economies of scale can make new power plants even cheaper than existing plants. Regardless of these advantages, nuclear needs to be encouraged based on its societal benefits.

Quantitative analyses show that the risks associated with the expanded use of nuclear energy are orders of magnitude smaller than the risks associated with fossil fuels. No energy system is without downsides. We ask only that energy system decisions be based on facts, and not on emotions and biases that do not apply to 21st century nuclear technology.

While there will be no single technological silver bullet, the time has come for those who take the threat of global warming seriously to embrace the development and deployment of safer nuclear power systems as one among several technologies that will be essential to any credible effort to develop an energy system that does not rely on using the atmosphere as a waste dump.

With the planet warming and carbon dioxide emissions rising faster than ever, we cannot afford to turn away from any technology that has the potential to displace a large fraction of our carbon emissions. Much has changed since the 1970s. The time has come for a fresh approach to nuclear power in the 21st century.

We ask you and your organization to demonstrate its real concern about risks from climate damage by calling for the development and deployment of advanced nuclear energy.

Sincerely,

Dr. Ken Caldeira, Senior Scientist, Department of Global Ecology, Carnegie Institution

Dr. Kerry Emanuel, Atmospheric Scientist, Massachusetts Institute of Technology

Dr. James Hansen, Climate Scientist, Columbia University Earth Institute

Dr. Tom Wigley, Climate Scientist, University of East Anglia and the National Center for Atmospheric Research.

 * Correction by Andrew C. Revkin: November 3, 2013. “At the asterisk I initially wrote that Tom Wigley is affiliated with the University of East Anglia. He was, but not now.”


Andrew Revkin sagte im Zusammenhang mit der Veröffentlichung des Briefes in seinem Blog, er kenne viele weitere Energie- und Klimaanalysten, die diesen Brief sofort unterschreiben würden, einschließlich des Physik-Nobelpreisträgers Burt Richter und des Energieministers Ernest Moniz, von der Seite der Kernkraftgegner erwartet er jedoch keine Zustimmung.

Der Protest von vielen Umweltschützern und prominenten Gruppen wie Sierra Club und Greenpeace ließ auch nicht auf sich warten; die Antworten lagen offenbar parat. Es haben sich, wie dies in Deutschland zu beobachten ist, fundamentalistische Organisations- und Meinungsstrukturen zur Förderung des neuen ökologischen Wirtschaftskomplexes herausgebildet, die neue wissenschaftliche Erkenntnisse nicht verarbeiten können oder wollen. Kernkraftgegner haben es offenbar auch nicht mehr nötig, ihre Behauptungen zu belegen; sie haben sich eine Gemeinde geschaffen, der Rituale und Glaubensbekenntnisse als Argumente genügen. Das hohe Spendenaufkommen von 68 Millionen Euro für die intransparente, undemokratische Organisation Greenpeace Deutschland ist sicher ein Indiz dafür. Aus der Geschichte und aus der Erfahrung weiß eigentlich jeder, dass der Zweck nicht die Mittel heiligt und aus der Abschottung gegenüber der Wissenschaft nichts Gutes folgen kann.
Es ist nicht übertrieben, von einer Indoktrination zu sprechen, wenn man sich beispielsweise auf den verschiedenen Seiten bei Facebook die Übereinstimmungen zwischen den großen US-amerikanischen Organisationen und deutschen Kernkraftgegnern ansieht. Sie sind in ihrer permanenten, stupiden Wiederholung und Kürze frappierend.

Die vier Wissenschaftler wenden in ihrem Brief ein, dass Fortschritte in Sicherheitsfragen neue Kernkraftwerke erheblich sicherer machen können als die gegenwärtige Generation. In dem Brief heißt es: “Quantitative Analysen zeigen, dass die Risiken, die mit einer erweiterten Nutzung der Kernenergie verbunden sind, um Größenordnungen kleiner sind, als Risiken, die mit fossilen Energien zusammenhängen. Es gibt kein Energiesystem ohne Nachteile. Wir fordern lediglich, dass Entscheidungen über ein Energiesystem auf Fakten basieren muss und nicht auf Emotionen und Vorurteilen, die nicht auf die Nuklear-Technologie des 21. Jahrhunderts zutreffen.” (Übersetzung vom Autor)

Die Reaktion der Kernkraftgegner auf den offenen Brief der Klimaforscher war heftig:

Die US-amerikanischen Kernkraftgegner schätzen das Risiko eines Unfalls, den Müll, den Kernkraftwerke erzeugen, und andere Faktoren als zu hoch ein. Erneuerbare Energien wie Wind- und Solarkraft könnten, effizient ausgebaut, ebenso wie andere Mittel, die Kohlendioxid-Emissionen beschränken, ohne dafür neue Kernkraftwerke bauen zu müssen.

Mehrere Antiatom-Umweltgruppen sagten, sie hätten ihre Meinung nicht geändert. Jim Riccio, der Kernenergie-Analyst von Greenpeace USA zeigte sich erfreut über den Alarm der Klimawissenschaftler bezüglich des katastrophalen Klimawandels, lehnte die Kernenergie aber grundsätzlich ab. Wenn man die schlimmsten Folgen des Klimawandels verhindern wolle, würden Lösungen gebraucht, die schnell, bezahlbar und sicher sind. Die Kernenergie biete nichts davon.

Damon Moglen von FOE sagte, die Organisation glaube, Kernenergie sei eine schmutzige, gefährliche, übermäßig teure, für Proliferation anfällige, gescheiterte Technologie des 20. Jahrhunderts (“dirty, dangerous, overly costly and proliferation risky failed technology of the 20th century”). Es bestehe jedoch ein dringender Bedarf, die Erneuerbaren Energien und effiziente Technologien auszubauen, um die Treibhausgase zu drosseln.

Michael Brune, Geschäftsführer des 2,1 Millionen Mitglieder starken anti-nuklearen Sierra Clubs, dankte den Wissenschaftlern für ihre jahrelangen Dienste, stimmte ihrer Einschätzung des Klimawandels zu, erklärte aber, sie hätten bei der Anerkennung der Tatsache, dass Wind, Sonne und Effizienz die schnelleren, billigeren und sicheren Wege seien, um den Klimawandel zu bekämpfen, versagt. Brune erklärte ferner, welche Lehren aus Fukushima, Tschernobyl und Three Mile Island zu ziehen seien: Kernkraftwerke seien zu teuer, ihre Bauzeit daure zu lange und sie seien zu riskant. Aus diesem Grund setze Deutschland, eine der größten Wirtschaftsnationen der Welt, alles auf die Erneuerbaren Energien und schalte die gefährlichen Kernkraftwerke ab.

Einen weiteren Aspekt fügte Joseph Romm, in den USA der angeblich führender Klima-Blogger, hinzu. Er schrieb, dass nicht die grüne Bewegung den Bau von Kernkraftwerken in den USA in den letzten Jahrzehnten verhindert habe, sondern dass die Kernkraft in den marktorientierten Ländern in eine Sackgasse geraten seien, da sie nicht in der Lage waren, ein wettbewerbsfähiges Produkt zu liefern.

In den USA werden etwa 20 Prozent des Stroms durch Kernkraftwerke erzeugt. Neue Kernreaktoren werden in Georgia und South Carolina gebaut. Derzeit niedrige Gaspreise, Japans Fukushima Daiichi Katastrophe und auch andere Faktoren lassen die Aussichten für einen umfangreich Ausbau von Kernkraftwerken jedoch düster erscheinen, meint Andrew Revkin.

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