Fukushima: Ist nach der Atomkatastrophe von Fukushima die Angst vor Radioaktivität im Pazifik begründet?

Kanadische Forscher haben im Dezember 2014 nach eigenen Angaben die erste systematische Studie über den Transport der Fukushima-Radioaktivität in den Nordostpazifik vorgelegt. Die Forschergruppe um John Smith von der Fischerei- und Meeresbehörde Kanadas sieht keinerlei Gesundheitsrisiko für Menschen.
Die Studie “Arrival of the Fukushima radioactivity plume in North American continental waters” wurde am 2.12.2014 im Fachblatt “Proceedings of the National Academy of Sciences” veröffentlicht.

Meerwasser

Die normale Strahlung des Meeres beträgt ein Becquerel pro Kubikmeter. In den Jahren 2015 und 2016 werden Höchstwerte von 3 bis 5 Becquerel pro Kubikmeter erwartet. Bis 2021 werde die Strahlung dann voraussichtlich wieder auf ein Becquerel pro Kubikmeter fallen.
Zum Vergleich: Für Trinkwasser etwa schreibt Kanada ein Maximum von 10.000 Becquerel pro Kubikmeter vor.

Meerestiere

Die Mengen radioaktiver Substanzen aus Fukushima, die im Mai 2012 in Thunfischen vor Kalifornien nachgewiesen wurden, seien für Menschen ungefährlich. Radioaktives Cäsium werde von den Fischen durch osmotische Druckregelung ausgeschieden und nicht dauerhaft angesammelt.

In früheren Studien sei berechnet worden, dass wegen der Kontamination durch Fukushima die effektive radiologische Dosis für den Menschen beim Verzehr von Rotem Thunfisch bei etwa 6 Bq/kg liegen werde. Diese Menge entspreche etwa der normalen Menge an Radioaktivität, die der Fisch aufgrund natürlicher radioaktiver Quellen enthalte. Die Dosis natürlicher Radionukleide sei in vielen anderen Lebensmitteln um ein Vielfaches höher. Vom Meerwasser im nordöstlichen Pazifik gehe keine Gefahr für die menschliche Gesundheit oder die Umwelt aus.

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