Impfstoffstudie

Proband stirbt in AstraZeneca-Impfstoffstudie

Ein Proband starb in einer brasilianischen AstraZeneca-Impfstoffstudie. Die Aufsichtsbehörde lieferte keine weiteren Details über den Tod des Freiwilligen und verwies auf die medizinische Vertraulichkeit der an Studien Beteiligten. Die Tests des Impfstoffs werden fortgesetzt.

Während der Studie zu einem Corona-Impfstoff des Pharmakonzerns AstraZeneca in Brasilien starb ein Proband an COVID-19-Komplikationen. Dies bestätigte laut CNN die brasilianische Überwachungsbehörde für Gesundheit, Anvisa. Tausende Freiwillige in Brasilien haben in den vergangenen Wochen eine Impfung bekommen. Er wird derzeit an Zehntausenden von Freiwilligen auf der ganzen Welt getestet.

Oxford bestätigte, dass es weiter testen würde. Nach sorgfältiger Prüfung dieses Falls in Brasilien gebe es keine Bedenken hinsichtlich der Sicherheit der klinischen Studie sagte laut CNN die britische Universität in einer Erklärung. Die unabhängige Überprüfung zusätzlich zur brasilianischen Aufsichtsbehörde habe empfohlen, die Studie fortzusetzen, sagte sie.

Der Covid-19-Impfstoff AZD1222 wurde von AstraZeneca in Zusammenarbeit mit der Universität Oxford entwickelt. Das Vakzin AZD1222 gilt als einer der aussichtreichsten unter den Corona-Impfstoffkandidaten.

Impfstoff AZD1222 liegt in den USA auf Eis

In den USA wurden Studien mit dem Impfstoff von AstraZeneca ausgesetzt, nachdem ein Patient in der britischen Studie eine schwere Krankheit gemeldet hatte, bis eine Überprüfung durch die US-amerikanische Food and Drug Administration (FDA) vorliegt. An den meisten Orten wurde die Studie jedoch wieder aufgenommen.

Die FDA reagierte nicht sofort auf die Bitte von Al Jazeera, sich dazu zu äußern, ob der Tod des brasilianischen Freiwilligen die Wiederaufnahme des Prozesses in den USA beeinträchtigen würde.

Verdacht auf Nebenwirkungen

Am 8. September war die Studie über den Covid-19-Impfstoff von AstraZeneca wegen eines Verdachts auf Nebenwirkungen bei einem Patienten in Großbritannien ausgesetzt worden. Es wird angenommen, dass der Patient eine transversale Myelitis hatte, ein Rückenmarksproblem. Die Studien zum Impfstoff wurden knapp eine Woche nach der Pause im Vereinigten Königreich und auch in anderen Ländern fortgeführt. Unter anderem berichtete darüber der SPIEGEL, erwähnt in dem Artikel aber nicht, dass die Studie in den Vereinigten Staaten weiterhin auf Eis liegt.

EU kaufte bereits im Juni den Impfstoff von AstraZeneca

Die EU ist im Geschäft. Sie bestellte bei AstraZeneca bis zu 400 Millionen Impfdosen, obwohl sich der Impfstoff noch in der Entwicklung befindet. „Genau genommen sind es die großen EU-Staaten Deutschland, Frankreich, Italien und die Niederlande“, wie am 13. Juni bekannt wurde.

Das Abkommen stelle sicher, „dass Hunderte Millionen von Europäern Zugang zu dem Impfstoff der Universität Oxford haben, wenn er zugelassen wird“, erklärte AstraZeneca-Chef Pascal Soriot laut boerse.ARD. Man werde rasch eine Produktion in Europa aufbauen. Das Unternehmen habe nach eigenen Angaben bereits ähnliche Abkommen mit der internationalen Impfallianz Gavi geschlossen (Gavi, gegründet von der Bill und Melinda Gates-Stiftung mit Sitz in der Schweiz, will vor allem für Kinder in Entwicklungsländern den Zugang zu Impfstoffen verbessern).

Mit Indien gebe es laut boerse.ARD einen Lizenzvertrag über die Produktion von einer Milliarde Impfdosen vor allem für Entwicklungs- und Schwellenländer. Derzeit könne man zwei Milliarden Dosen produzieren. Pascal habe zudem bekannt gegeben, dass China, Brasilien, Japan und Russland ebenfalls Interesse an einer Vereinbarung zur Versorgung mit einem möglichen Impfstoff bekundet hätten.

Die Schweiz ist beunruhigt

Am 16. Oktober berichtete Nau.ch, dass der Bund mit AstraZeneca und der schwedischen Regierung einen Vertrag abgeschlossen habe. Demnach werde das britische Pharmaunternehmen der Schweiz bis zu 5,3 Millionen Impfdosen des Impfstoffs Vakzin AZD1222 liefern – sobald diese erhältlich seien. Nau.ch weist darauf hin, dass in derselben Woche AstraZeneca ein Zulassungsgesuch für seinen Impfstoff bei der Swissmedic eingereicht habe. Diese prüfe nun das Mittel. Mit dem Vertrag werde der Impfstoff nach einer Zulassung direkt in die Schweiz geliefert. Basis des Vertrags sei eine Vereinbarung zwischen der EU-Kommission und AstraZeneca, durch die sich Europa die Lieferung von bis zu 400 Millionen Impfdosen gesichert habe. Die einzelnen Staaten können danach gemäss Bevölkerungszahlen bestellen. Für nicht Mitgliedsstaaten – wie die Schweiz – geht die Bestellung über Schweden.

„Jetzt gibt es jedoch beunruhigende Nachrichten zum Impfstoff des Pharmakonzerns. Die brasilianische Gesundheitsbehörde Anvisa hat den Tod einer Impfstoff-Testperson gemeldet. Wie «Daily Mail» berichtet, ist die Todesursache jedoch noch nicht bekannt. Das Vakzin AZD1222 zählte bis dahin zu den aussichtsreichen Kandidaten unter den potenziellen Corona-Impfstoffen.

Der Vektorimpfstoff Ad26.COV2.S von Johnson & Johnsons

Johnson & Johnsons Corona-Impfstoffkandidat Ad26.COV2.S befindet sich derzeit in Phase-I/IIa-Studien am Menschen. Auch er ist ein Vektorimpfstoff. Die in »Nature« veröffentlichten Daten an Primaten versprächen einen guten Schutz, schrieb Daniela Hüttemann am 31. Juli in der Pharmazeutischen Zeitung. Am Menschen soll der Impfstoff ab Herbst in der Phase III getestet werden.

Wenige Wochen nach der Veröffentlichung des Artikels wurde die Studie zum Covid-19-Impfstoff aufgrund einer ungeklärten Krankheit bei einem Studienteilnehmer unterbrochen. Nach AstraZeneca stellte auch der zweite Pharmakonzern, Johnson & Johnson, seine Studie vorläufig ein.

In einer Mitteilung an das Medienunternehmen STAT, das sich auf Themen über Gesundheit, Medizin und wissenschaftliche Entdeckungen konzentriert, erklärte der US-Pharmakonzern Johnson & Johnson, dass er seine Studie mit 60.000 Patienten wegen einer ungeklärten Erkrankung eines Studienteilnehmers vorübergehend unterbrochen habe. Die Erkrankung des Probanden werde nun von einer unabhängigen Expertengruppe und von internen Ärzten geprüft und bewertet. Das Unternehmen habe es abgelehnt, weitere Details anzugeben.

Pausen seien in klinischen Studien keine Seltenheit, sagt STAT. In einigen Fällen dauern sie nur wenige Tage. Aufmerksamkeit erregten sie dennoch, weil sie im Wettlauf um die Prüfung von Impfstoffen gegen SARS-CoV-2, das Virus, das die Krankheit Covid-19 verursacht, stehen. Die Aufmerksam sei übergroß.

Vektorimpfstoffe

Derzeit wird weltweit an der Impfstoffentwicklung gegen das Corona-Virus geforscht. Laut der WHO sind derzeit 41 Impfstoffkandidaten im Rennen. Neben Vektor-Impfstoffen gelten vor allem neuartige mRNA- und DNA-Impfstoffe als vielversprechende Kandidaten.

Unter den Herstellern sind beispielsweise die Universität Oxford, das in Deutschland gegründete Biotechnologie-Unternehmen BioNTech, das chinesische Biopharmazie-Unternehmen Sinovac sowie weitere biologische und biotechnische Institute aus der ganzen Welt zu finden.

Die oben genannten Impfstoffe von AstraZeneca und Johnson & Johnson sind Vektorimpfstoff.

Mit diesem sogenannten Vektorimpfstoff wird genetisches Material des Covid-19-Erregers in den Körper eingeschleust. Die Bundesregierung beschreibt, dass ein abgeschwächtes Virus als Transportmittel (Vektor) für einen ungefährlichen Teil der Erbinformation von SARS-CoV-2 in wenige Körperzellen dient. Vektor-Impfstoffe enthalten den Bauplan für ein oder mehrere Antigene.

Die Entwicklung eines Impfstoffes wird in der Regel in mehrere Phasen über einen Zeitraum von 8 bis 17 Jahren eingeteilt. Die Schnelligkeit, mit der jetzt Impfstoffe bereitgestellt werden, wird als „Teleskopierung“ bezeichnet.

Punkt.PRERADOVIC: „Das Mantra der Politik lautet seit Monaten: Die Corona-Pandemie ist erst vorbei, wenn es einen Impfstoff gibt. Und dieser Impfstoff soll schon in wenigen Monaten verfügbar sein. Normalerweise dauert die seriöse Herstellung eines neuen Impfstoffs ca. 10 Jahre. Der Toxikologe und Immunologe Prof. Stefan Hockertz befürchtet schwere Nebenwirkungen, Impfschäden und auch Tausende Todesopfer. Vor allem, weil es sich bei der geplanten mRNA-Impfung um eine ganz neue Art des Impfens handelt, die direkt in unseren körperlichen Mechanismus eingreift. So eine Art des Impfens wurde bislang noch nie zugelassen. Prof. Hockertz klagt an: das sind Menschenexperimente. Er sagt: hier fehlen alle nötigen toxischen Studien und Sicherheitsforschungen.“

Der Mikrobiologe Clemes Arvey fordert, dass die Forschung sich ausreichend Zeit nimmt, um die Sicherheit von Impfungen gewährleisten zu können.

https://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/covid-19-vakzin-diese-firmen-haben-im-impfstoff-rennen-aktuell-die-besten-chancen/26651624.html

Titelfoto: nep, piqs.de

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