Die Entzauberung eines “Klimaexperten”

Glosse
von Stefan Klinkigt

ERWACHET !!! … DIE ENTE IST NAH !!!

Und schon wieder mal hat sich ein »Klimaexperte« vom Schellnhuberinstitut PIK bis auf die Knochen blamiert.

»Seit 2003 forscht der Physiker Anders Levermann am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung. 2006 trat er zusätzlich eine Juniorprofessur am physikalischen Institut der Universität Potsdam an, wo er seit Oktober 2007 Professor für die Dynamik des Klimasystems ist. Zahlreiche Forschungsaufenthalte führten ihn in die USA, nach Indien und China. In seiner Forschung beschäftigt er sich vor allem mit den sogenannten Kippprozessen im Klimasystem. Bei einer Anhörung zum Klimwandel im deutschen Bundestag hat er sich als „Klimaexperte“ gerade erst blamiert, da er weder die vorindustrielle Temperatur korrekt nennen konnte, noch die Struktur des CO2-Moleküls kannte, aber darauf behaarte, dass das alles gut verstanden sei. Leider nicht von Herrn Levermann.« (Michael Krueger)

Es ist nicht das erste Mal, dass dieser Herr »Professor« mit außergewöhnlicher Kompetenz zu Klimafragen auffällt. Auf der Bundestags-Website der GRÜNEN »Auf dem Weg in eine neue Heißzeit« verkündete er unlängst:

»CO2 erhöht die Temperatur des Planeten, das führt zu mehr Wasserdampf und dann gibt’s noch mehr Erwärmung… ich will da nicht reingehen, nur falls Sie nochmal ’n Argument für ’n Stammtisch brauchen…«

…Stammtisch? aha! … Guter Tipp!

Einmal mehr wird in dem eingeblendeten Videoclip* der ewig gleiche, lächerliche Abschmelz-Unsinn abgespult, der leider durch ständiges Wiederholen kein bisschen wahrer wird. (Man muss das wirklich mal gelesen haben und auf sich wirken lassen.) Levermann:

»Fünf Grad Erwärmung, wenn wir nichts tun, zwei Grad, wenn wir Paris einhalten. Sagen wir mal, diese zwei Grad, das sind fünf Meter Meeresspiegelanstieg, die Paläodaten sagen, es ist eher ein bisschen mehr… Ozean dehnt sich aus, wenn es wärmer wird, ich will ihnen nur zeigen, wie wahnsinnig Grundlagenphysik das ist, Wasser dehnt sich aus, genau wie Luft, wenn’s wärmer wird, und die Gebirgsgletscher schmelzen, das waren bis jetzt die größten Beitragenden. Aber jetzt kommen Grönland und die Antarktis dazu. Grönland hat genug Eis auf sich gelagert, um den Meeresspiegel weltweit über sieben Meter ansteigen zu lassen. Grönland sieben Meter, die Antarktis 50 Meter. Das heißt, selbst wenn wir nur Prozentzahlen von diesen Eismassen, die sehr träge sind, verlieren, dann kriegen wir’n Problem, z.B. mit Hamburg. Nach meinen Informationen kann Hamburg seine Deiche um 80 cm aufstocken und danach muss man das Hinterland verändern, und das ist genau, was Herr Hofreiter gerade gesagt hat: Können wir Hamburg denn verrücken… oder müssen wir es einfach aufgeben?«

Doch dann hat der Herr Klimaexperte offenbar zwei Sätze lang einen komischen Aussetzer, als er sagt:

»Der Meeresspiegelanstieg für die nächsten hundert Jahre ist viel, viel kleiner, er ist im Dezimeterbereich. Es ist immer wichtig zu sagen, damit die Leute nicht in Panik kommen, ich sag mal, keiner muss Angst haben vor’m Meeresspiegelanstieg, wenn man nicht dumm ist, dann stirbt man nicht vom Meeresspiegelanstieg.«

…ja, wat denn nu? Sieben Meter, 50 Meter oder doch nur im Zentimeterbereich? Schauen wir doch mal kurz auf die Website »Tides & Currents« der NOAA, wo die Tiden-Messdaten (hier am Beispiel Cuxhaven) gezeigt werden:

»Mean Sea Level Trends
140-012 Cuxhaven 2, Germany
The mean sea level trend is 2.53 millimeters/year with a 95% confidence
interval of +/- 0.16 mm/yr based on monthly mean sea level data from
1843 to 2008 which is equivalent to a change of 0.83 feet in 100 years.«
https://tidesandcurrents.noaa.gov/sltrends/sltrends_global_station.shtml?stnid=140-012

…also: 2,53 Millimeter pro Jahr ± 0,16 mm/a … Das sind schlimmstenfalls 26,9 cm in hundert Jahren für den Raum Hamburg/Cuxhaven. Wo ist das Problem?

…aber zurück zum Vortrag des Herrn Klimaexperten Levermann:

»Da kann man Deiche bauen und kann das Land zurücklassen, es wird nur wahnsinnig teuer und es frisst halt unser Land auf.«

…aha. Also bisher wird unser Land nur von -zigtausenden Windrädern, Krähenspiegeln und Maismonokulturen »aufgefressen«.

…aber zurück zum Vortrag des Herrn Klimaexperten, der zum Schluss dann doch noch in altbewährter Weise die Kurve kriegt:

»Und das nur am Rande: Wir können den Planeten tatsächlich eisfrei kriegen, wenn wir alle Kohle verbrennen, die wir gefunden haben.«

Überflüssig, dem Herrn Klimaexperten zu erklären, dass die (durchschnittliche) Temperatur infolge der CO2-Klimasensitivität lediglich um 1°C stiege, würden alle auf der Erde heute bekannten fossilen Ressourcen verfeuert (Das steht sogar im IPCC Sachstandsbericht von 2013!)

…aber nochmal zurück zu den »Sea Level Trends« von NOAA. Ich hatte das erst kürzlich gepostet, aber einmal mehr kann ja nicht schaden.

Bereits anhand dieser Messdatendiagramme kann man den Unsinn des von Klimakatastrophikern herbeigebeteten gefährlichen Meeresspiegelanstieges widerlegen. Hier sind ein paar ausgewählte Messdaten-Standorte (Die Seite ist für jedermann frei zugänglich). https://tidesandcurrents.noaa.gov/sltrends/sltrends_global.shtml

Jolo, Philippines: 0,19 mm/year
Hondau, Vietnam: 2,18 mm/year
Macau, China: 0,25 mm/year
Kanton Island, Kiribati: 0,58 mm/year
Malakal B, Palau: 1,73 mm/year
Rabaul, Papua New Guinea: -2,59 mm/year
Karachi, Pakistan: 1,12 mm/year
Brisbane, Australia: 0,09 mm/year
Wellington, New Zealand: 1,29 mm/year
Durban, South Africa: 1,23 mm/year
Pusan, South Korea: 1,97 mm/year
Quebec, Canada: -0,17 mm/year
Vancouver, Canada: 0,37 mm/year
Ensenado, Mexico: 2,34 mm/year
Easter Island, Chile: 0,33 mm/year
Stanley, Falkland Islands: 0,55 mm/year
Warnemünde, Germany: 1,25 mm/year
Brest, France: 1,05 mm/year
Stavanger, Norway: 0,42 mm/year

…ach, und noch was zu Grönland: Hier sind ein paar Fakten vom DMI (Danish Meteorological Institute) zur aktuellen Eisentwicklung Grönlands: http://www.dmi.dk/en/groenland/maalinger/greenland-ice-sheet-surface-mass-budget/

Wie das DMI berichtet, ist das „mass surface budget“ von Grönlands Eisschild seit Oktober letzten Jahres deutlich gewachsen (…und das trotz des deutlichen Einflusses des letzten El-Niño-Ereignisses 2016! Anm. d. V.), wobei angemerkt wird, dass es auf Grönlands Eisdecke zwar mehr schneit als schmilzt, jedoch auch das Kalben der Gletscher beim Gesamtemassenbudget zu berücksichtigen ist. Derzeit ist der Kalbungsverlust größer als der Gewinn der Oberflächenmassebilanz, wobei Grönland ungefähr 200 Gigatonnen Eis pro Jahr verliert.

Zum Vergleich: Auf Grönland liegen derzeit ca. 2,67 Millionen Gigatonnen Eis.

…na denn: Prost, Prost, Prösterchen, Herr »Klimaexperte« Levermann!

 

https://www.facebook.com/stefan.klinkigt
http://www.klinkigt.net/

 

Anmerkung der Redaktion

Stefan Klinkigt, Diplomingenieur, Autor und Karikaturist, schreibt auf seiner Facebookseite:
Auf den Herrn Levermann passt jedenfalls das Zitat von Thomas Bernhard wie die Faust auf’s Auge, sagt Stefan Klinkigt. »Ich habe zeitlebens immer alle diese Titel und die, die sie tragen, gehaßt. Sie sind mir so widerwärtig, wie nichts sonst. Wenn ich das schon höre: Universitätsprofessor! wird mir schlecht. Ein solcher Titel ist ja geradezu meistens der Beweis für einen besonders außerordentlichen Dummkopf. Je ungeheuerlicher sich ein solcher Titel anhört, ein desto größerer Dummkopf trägt ihn.« (Thomas Bernhard »Auslöschung. Ein Zerfall«)

*Anders Levermann, veröffentlicht auf der Homepage der Fraktion der Grünen im Bundestag:

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Ein Gedanke zu „Die Entzauberung eines “Klimaexperten”

  1. Ebenfalls in Potsdam gibt es das Deutsche Geoforschungszentrum. Ein Spaziergang dorthin tät Herrn Levermann sicherlich gut. Oder er steigt auf den Matschturm und schaut die drohenden Fluten von oben an. Die niedrigste Stelle von Potsdam liegt 29 Meter über Normalnull. Dann greift er sich ein Megafon und kreischt: “ERWACHET !!! … DIE ENTE IST NAH !!!” Wie totalitär muss man denken, um wie Herr Levermann zu reden?
    https://www.dzig.de/Was_der_Klimaschwindel_bringt_Der_Euro_aus_der_Tasche_springt

    Geoid: Die Potsdamer Schwerekartoffel
    Der Geoid wird auch als “Potsdamer Schwerekartoffel” bezeichnet. Die Verteilung der Erdmassen und damit das gestaltprägende Schwerefeld der Erde sind räumlich ungleichförmig. Die “Potsdamer Kartoffel” stellt die schwerkraft-bedingten Abweichungen der Erdgestalt gegenüber der regelmäßigen Ellipsoidoberfläche dar. Grundlage ist ein am GFZ berechnetes Schweremodell der Erde. Dabei sind die Abweichungen von maximal ± 100 m gegenüber dem Rotationsellipsoid stark überhöht dargestellt, um gegenüber dem mittleren Erdradius von 6371 km sichtbar zu werden. (Datenbasis: Satelliten LAGEOS, GRACE und GOCE und Oberflächendaten, Fluggravimetrie und Satelliten-Altimetrie; Abbildung: GFZ, 2011).

    August 2002 | Das Potsdamer Geoid: Satelliten erkunden das Schwerefeld der Erde

    Schlussfolgerung: Der Meeresspiegel liegt teilweise 100 Meter niedriger, teilweise 100 Meter höher. Es juckt niemanden!

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