Kachelmann zum Thema Klimawandel

Der Deutschlandfunk freut sich über einen scheinbar neuen Kronzeugen für die Klima-Apokalypse: “Für den Meteorologe[n] Jörg Kachelmann ist es eindeutig, dass die erneute Dürre in diesem Sommer mit dem Klimawandel zu erklären sei”, heißt es beim DLF. Der Inhalt dieser Nachricht ist keine Neuigkeit, denn selbstverständlich hängt das lokale Wetter mit dem Klima zusammen. Nicht erst seit 2018, sondern schon immer. Wer würde das bezweifeln? Die ungelöste Aufgabe der Klimaforschung ist, den Zusammenhang zwischen Wetter und Klima herauszufinden. Davon ist die Wissenschaft allerdings noch weit entfernt.

Was hat Kachelmann gesagt?

Zunächst: Kachelmann nimmt an, dass “wir”, er meint offenbar die Menschen, “einen großen Teil dieses Klimawandels ausmachen”. Er sagt nicht wie groß der Anteil ist. Auf Zahlenangaben lassen sich nur Endzeit-Propheten ein. Je höher der Anteil sein soll, desto mehr Klima-Prophet.

▬ Ferner sagt Kachelmann, dass wir in Deutschland/Europa von einer Wetterlage sprechen, “die sich dann eben richtig festtackert über längere Zeit, und das ist das Problem, mit dem wir im Moment zu tun haben und wie es aussieht womöglich nicht nur letztes Jahr, nicht nur dieses Jahr, sondern womöglich auch die nächsten Jahre häufiger zu tun haben werden.”

▬ Er fügt jedoch hinzu: “Es ist jetzt nicht so, wie man auch immer liest, die Welt brennt und die Arktis brennt…”
“Es ist nicht alles plötzlich Klimawandel”, sagt er, “aber es häuft sich jetzt das, was man uns auch vorhergesagt hat.”
(Ein etwas riskanter Vorstoß, aber keine Festlegung, denn vorhergesagt haben die Klimaforscher in den 70-er Jahren auch den Beginn einer Eiszeit. Sollte es kälter werden, wird man sich alternativ wieder auf sie berufen.)

▬ Kachelmann grenzt sich von der Klimahysterie ab: “Und wir werden in den nächsten Jahren – 2020, 2021, ich muss gar nicht weiter aufzählen – halt einfach sehr schnell wissen, wie groß unsere Sorge sein muss und wie schnell wir uns an diese neue Welt anpassen müssen, wenn es so bleibt.” Das Schlüsselwort heißt “Anpassung”, nicht Wehgeschrei.

▬ Vom CO2 ist auch bei Kachelmann die Rede, aber anders, als Klima-Apokalyptiker es sehen wollen. Für Kachelmann ist CO2 keine Stellschraube zur Regulierung des Klimas, sondern der Zimmertemperatur:

“Die ganzen Hitzetoten kommen daher, dass sie in geschlossenen Räumen diese Räume zuatmen mit extrem viel CO2, mit extrem hoher Luftfeuchtigkeit, weil der Mensch schwitzt und macht und tut, und er kann immer weniger schwitzen, weil diese Feuchtigkeit nicht abtransportiert wird. Deswegen: jeder Oma und jedem Opa einen Ventilator vor die Nase.”

Die Anpassungsfähigkeit der Menschen ist gefragt – nicht erst seit diesem Jahrhundert, sondern seitdem es Menschen auf der Erde gibt. Klima-Hysteriker, geht endlich nach Hause und stellt Eure Fenster auf Durchzug!

Es gibt keinen Grund für Klimaalarm. Die Medien werden das Interview mit Kachelmann anders interpretieren.

Sonja Lehnert

 

Foto: jodylehigh, pixabay

Nachtrag: Jörg Kachelmann twittert: “Verblüffenderweise halten die Menschen, die Klimawandel grundsätzlich als Idee ablehnen, relativ gut aus, wenn jemand das Gegenteil sagt wie ich. Die hysterisch-gretiniert-potsdämlichen Heulbojen werden sich eher sehr über den kürzeren Teil des Gespeächs aufregen müssen, in dem ich bemerkt habe, dass im Moment nicht „die Arktis brennt“ oder „die Welt brennt“. Im Moment sind auch die Volksgerichtsdrohungen, nach denen man Menschen wie mich, die „dem Fortschritt entgegenstehen“, aus dem Weg räumen werde, von freitäglicher Seite häufiger als diejenigen von rechtsextremer Seite wegen meines „Leugnens“ von Chemtrails und anderem verschwörungstheoretischen Schwachsinn.
Politische Debatte in Deutschland scheint nicht ohne Hysterie und Schaum vor dem Mund denkbar, bei der Klimadebatte ist das nicht anders.
(24. Juli, Teil 1-3).

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