Politische Schulungen in Schulen

Politische Schulungen in den Schulen?

Eigentlich sind politische Schulungen in Schulen ausgeschlossen. Aber nur eigentlich. Unter Berufung auf den scheinbar unpolitischen “Klimawandel” ist es möglich, dass an Stelle von Wissenschaft grüne Politik offiziell in den Schulunterricht einzieht, wie dies an der Gesamtschule Gartenstadt (GeGart) in Dortmund festzustellen ist.

“Bildungsausflug” der Gesamtschule Gartenstadt (GeGart), Dortmund

Eltern, Schüler und Lehrer der Dortmunder Gesamtschule Gartenstadt (GeGart) haben sich für eine offizielle Zusammenarbeit mit Fridays for Future ausgesprochen, berichtet der WDR. Zahlen zu dem Ergebnis werden nicht genannt. Es ist jedoch nicht davon auszugehen, dass die komplette Elternschaft und alle Lehrer die Indoktrination der Schüler gutheißen. Aber es gibt “Aktivisten”, die den Ton angeben, wie etwa der Elternvertreter der Gesamtschule Gartenstadt, der den Antrag laut WDR eingebracht hat. Er sagte: “Das zeigt, dass praktisch alle Menschen außerhalb der Politik wissen, wie ernst die Lage ist. Das Wissen um die globalen Zusammenhänge ist wichtiger, als viele andere Themen, die aktuell im Unterricht viel Beachtung finden.”

Auf der von dem Elternvertreter bei Facebook empfohlenen SPD-orientierten Internetseite “Progressive soziale Plattform” (“Euch fehlt eine soziale Partei mit frischen Ideen? Ohne Filz, Fanatiker und Betonköpfe? Dann beteiligt euch hier: … ) heißt es: “Wir betrachten den von uns Menschen verursachten Klimawandel als wissenschaftlich bewiesen. Es ist die Aufgabe der heutigen Generation, den menschengemachten Klimawandel zu stoppen und Verantwortung für die Folgen zu übernehmen.”

NRW Bildungsministerium gegen Schulschwänzerei

Das Bildungsministerium in NRW, unter Leitung von Yvonne Gebauer, FDP, hatte im Februar den Schulen in einem Schreiben einen Maßnahmenkatalog beigefügt, der in Fällen hartnäckigen Schwänzens sogar die „zwangsweise Zuführung“ zum Unterricht oder ein „Ordnungswidrigkeitsverfahren“ vorsah.

Mehrfach hatten Gebauer und auch Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) in den vergangenen Wochen auf die Rechtslage hingewiesen, berichtete die WAZ. Man begrüße zwar grundsätzlich zivilgesellschaftliches Engagement von Schülern und das frühzeitige Einüben demokratischer Kompetenzen. Doch das Recht auf Teilnahme an Demonstrationen finde „seine Schranken im staatlichen Bildungs- und Erziehungsauftrag“.

Die Gesamtschule Gartenstadt habe mit ihrem Beschluss auf die scharfe Kritik der NRW-Bildungsministerin reagiert, sagt der WDR. Das Ministerium habe die Schulen zu hartem Vorgehen gegen demonstrierende Schülerinnen und Schüler aufgefordert, nach massiver Kritik zum Teil aber wieder zurück gezogen. Leider sagt der WDR nicht, welche Schreiben zurück- bzw. nicht zurückgezogen wurden.

10-jährige Schüler werden indoktriniert

Dass Kinder der fünften Klasse, 10-11-Jährige, an der Gesamtschule Gartenstadt politisch unterwiesen werden, zeigt ein Bericht auf der Homepage der Schule “GeGart bei Fridays for Future”, vom 27. Mai 2019. Darin heißt es:

“Die Schüler der Klassen 5.2 und 5.6 nahmen vergangenen Freitag im Rahmen einer Exkursion am Streik der weltweiten “Fridays for Future” Bewegung teil. Zuvor wurden im Unterricht die Entwicklung und Ziele dieser Jugendbewegung besprochen und gemeinsam Plakate gestaltet.
Mit Aufschriften wie “Grünkohl statt Braunkohle”, “Bis ihr’s kapiert, sind schon zu viele krepiert!”, “Es gibt nur einen Planeten mit Döner. Rettet ihn!” oder “Dinos dachten auch sie hätten Zeit“ ging es zum Friedensplatz, wo die hohe Anzahl an Demonstranten (6.500!) durchaus beeindruckte.
Im Anschluss waren sich unsere Schüler einig: Schule schwänzen, um gegen die versagende Klimapolitik zu demonstrieren, ist absolut ehrenwert! Hoffentlich werden es bei der nächsten Großveranstaltung am 21. Juni noch mehr junge Leute, die ihre Stimme für den Klimaschutz erheben.”
(Hervorhebungen durch den Verfasser)

“Ehrenwert” wäre es, die Schüler über den Zusammenhang zwischen Energie und Zivilisation aufzuklären, ihnen begreiflich zu machen, worauf sie ohne eine zuverlässig funktionierende Energie verzichten müssten – und sie an mögliche Alternativen der Ernergieversorgung heranzuführen.

“Ehrenwert” ist es nicht, Kinder für die Durchsetzung bestimmter politischer Ziele zu instrumentalisieren.

Der WDR erwähnt, dass GeGart die erste Schule in NRW ist, die eine solche Zusammenarbeit offiziell beschließt. Sie wird hoffentlich keine Nachahmer finden.

Wissenswert: Die Grünen sind auch in Dortmund mit seinen rund 600.000 Einwohnern die großen Gewinner der Europawahl 2019. Die Wahlbeteiligung lag bei 58,46%. Mit 24,95 Prozent der Stimmen haben die Grünen ihr Wahlergebnis im Vergleich zur Europawahl 2014 nahezu verdoppeln können und erreichten erstmals bei einer Wahl in Dortmund Platz 1. Die Gesamtschule Gartenstadt liegt im Bereich der Innenstadt Ost. Das Wahlergebnis für die Grünen betrug dort 31,35 %.

Frage: Wäre es nicht sinnvoller, den Schülern den Unterschied zwischen Wetter und Klima und die Bedeutung von  Klimamodellen zu erklären, sodass sie selbst über den Sinn oder Unsinn einer Demonstration gegen den Klimawandel entscheiden können, als sie Plakate für eine politische Demonstration malen zu lassen?

 

Faina Faruz

#Schulen #Politisierung #Indoktrination #Bildungskrise

Foto: NiklasPntk, pixabay

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Anregung zum Nachdenken: https://www.focus.de/politik/deutschland/fridays-for-future-sicherheitsbehoerden-warnen-linksextreme-wollen-klima-demos-unterwandern_id_10830515.html

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