Maske

RKI Lagebericht: Maske für immer und ewig?

Das Robert-Koch-Institut (RKI) informierte am heutigen Dienstag, 28. Juli 2020, über die aktuelle Corona-Lage. In Deutschland seien zuletzt wieder steigende Fallzahlen bei den Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. RKI-Präsident Lothar Wieler warnt: „Wir sind mitten in einer sich rasant entwickelnden Pandemie.“ Die Medien stürzen sich auf die Alarmmeldung. Worauf sie nach der Pressekonferenz nicht hinweisen, sind die wichtigen Wort des RKI Präsidenten zur Dauer der Maßnahmen. Da Coronaviren generell nicht davon abgehalten werden können, sich auszubreiten, gelten die Maßnahmen, inklusive Maskenpflicht, logischerweise zeitlich unbegrenzt. Jederzeit kann ein Gebiet, ein Land, eine Stadt, ein Betrieb, ein Wohnhaus zum Risikogebiet erklärt und gesperrt werden.

„Eines müssen wir ganz klar verstehen“, sagt Wieler. Der Grund, warum das Virus sich ausbreiten kann ist ja der, dass Menschen zusammenkommen, dann teilweise eben sich nicht an die Regeln halten. Wenn eine von den Personen, die zum Beispiel unter100 Personen sind, das Virus trägt und 10 andere ansteckt, dann tragen die 10 anderen das wieder weiter in ihre Familie und dann werden sie ihre Eltern und ihre Großeltern mit diesem Virus infizieren können. Das heißt, das ist die ganz klassische Maßnahme, dass man dafür Sorge trägt, dass Leute nicht zuviel zu eng zusammenkommen und dann nicht sich in viele andere Settings wieder begeben. Und das ist die Aufgabe derjenigen, die dafür Sorge zu tragen haben. Da gibt es Rahmenkonzepte, die sind sind ja auch vom Robert-Koch-Isnstitut publiziert worden. Aber die Umsetzung dieser Maßnahmen obliegt natürlich den Schulen und Ämtern vor Ort. Und diese Maßnahmen müssen natürlich auch beinhalten, dass man, wenn Krankheiten auftreten, diese möglichst schnell erkennt, und dann die Personen, die putativ erkrankt sind, wahrscheinlich erkrankt sind, also die klinisch symptomatisch sind, auch schnell testen kann.“

Generelle Massentests fordert Wieler nicht, diesen Part übernehmen die Politiker.

Auf die Frage der Journalistin Simone Day (BILD) nach der AHA-Regel bestätigt Wieler:

„Diese Regeln werden wir noch Monate lang einhalten müssen. Die müssen also der Standard sein. Die dürfen überhaupt nie hinterfragt werden: Abstand halten, Händehygiene, und dort, wo wir Abstand nicht halten können, zusätzlich Alltagsmasken oder Mund-Nasenschutz tragen. Und das gilt für drinnen und draußen. Das ist die Grundregel, und die sollte niemand mehr infrage stellen.

Dabei spielt die Bevölkerung offenbar eine große Rolle. Lothar Wieler erklärt: „Das Stimmungsbild in der Bevölkerung ist ein wichtiger Parameter für uns, um immer die entsprechenden Messages anzupassen.“ Das heißt, dass eine nach Sicherheit rufende Bevölkerung die Sicherheit bekommt, nach der sie verlangt.

Das Bundesministerium für Gesundheit setzt auf die AHA-Regel: „Mit der AHA-Formel durch den Sommer. Die Coronavirus-Epidemie ist nicht vorbei. Schützen können wir uns mit der AHA Formel: Abstand wahren, auf Hygiene achten und – da wo es eng wird – eine Alltagsmaske tragen.“

Im Herbst wird voraussichtlich der Slogan lauten: „Mit der AHA-Formel durch den Herbst“, und je nach Saison variiert werden: „Mit der AHA-Formel durch alle Jahreszeiten“

Zur Erinnerung: Die Maßnahmen waren nicht dazu gedacht, um das Virus auszurotten, sondern ein Versuch, die Anzahl der Infektionen bis zur „Durchseuchung“ der Bevölkerung gering zu halten. Das heißt, dass die Experten davon ausgingen, dass je mehr Leute das Virus gehabt haben, desto weniger kann es sich ausbreiten und Risikopatienten gefährden. Bei den Genesenen werde sich eine Immunität – zumindest für eine bestimmte Zeit – einstellen.

Auf der Homepage der Bundesregierung findet sich aktuell folgender Hinweis:

„Die Zahl der Neuinfektionen in Deutschland geht zurück. Ziel der Bundesregierung ist es, die Ausbreitung des Virus weiter zu verlangsamen. Je weniger Menschen sich gleichzeitig anstecken, desto besser können schwer erkrankte Patienten behandelt werden.“ Die Grafik veranschaulicht das Ziel: „Je langsamer sich das Virus ausbreitet, desto besser.“

Foto: Bundesregierung

Zu keinem Zeitpunkt wurde von Virologen die Illusion verbreitet, das Virus lasse sich mit irgendwelchen Maßnahmen komplett ausrotten – seien es Massentests, Apps, Impfungen, Quarantäne, Gesichtsmasken oder Abstandsregeln. Alle Sars-CoV-2 Infektionen zu unterbinden sei unmöglich – „und es stellt sich die Frage, ob das überhaupt sinnvoll und notwendig ist“, meint der Virologe Hendrik Streeck. Wahrscheinlich wird es sich, ob mutiert oder nicht, in die große Gruppe der Erkältungsviren einreihen, die jedes Winterhalbjahr durch das Land ziehen.

Der PCR-Test, der überall vorgenommen wird und als Argument für weitreichende Maßnahmen dient, entdeckt Moleküle oder auch Trümmer davon. Das bedeutet: der positive Befund sagt nichts darüber aus, ob der Patient ursächlich mit diesem Virus krank wird, sagen Virologen. Man kann noch nicht einmal sagen, dass die positiv getesteten Personen infiziert sind. Der Test sagt nichts darüber aus, ob eine vermehrungsfähige Viruslast vorhanden ist.

Warum sollte man für einen solchen Test bezahlen? Warum sollte man sich dann überhaupt testen lassen?


Titelfoto: PDPics, pixabay

> Leseprobe finden Sie bei Storchmann Medien.

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