WDR: “Der unfriedliche Widerstand wird salonfähig”

Kommentar
Karsten Schauerte

Der WDR veröffentlicht einen Aufruf gegen die Gewalt. Sie sei salonfähig geworden. “In Düsseldorf kapern Greenpeace-Demonstranten die Staatskanzlei. Im Hambacher Forst besetzen Waldschützer die Bäume, in Dortmund ziehen Nazis durch die Straßen, am Wochenende kommt Erdogan und Fußballspiele finden ja auch noch statt. Immer dabei: die Polizei. Tausende sind derzeit im Einsatz. So viele werden gebraucht, dass sich die Menschen im Land darüber ereifern, warum es so wenige von ihnen gibt.” Der unfriedliche Widerstand sei salonfähig geworden, sagt der WDR-Redakteur Wolfgang Otto.

Salonfähig bedeutet, dass die Gewalt im Rahmen der Gesellschaft als passend empfunden wird. Sie entspricht der Etikette der Gesellschaft, gilt als schicklich, genießt einen einigermaßen guten Ruf und ein gutes Image. Die Gewalt  ist demnach akzeptabel und respektabel, wenn man die allgemein gültige Bedeutung von “salonfähig” unterstellt.

 

Keine Kumpanei mit Gewalttätern

Niemand solle sich jemals auch nur irgendwie gemein machen mit Gewalttätern, sagt Wolfgang Otto und fügt erklärend hinzu: “Das heißt: Raus gehen aus der Demo, wenn die Typen kommen mit den Steinen, Zwillen, Mollis und Pyros und den hetzerischen Parolen.”

Seitdem die Social Media auch dazu dienen, Aktionen per Internet anzuleiten und zu koordinieren, rücken auch die Organisatoren, Planer, Sympathisanten und Claqueure stärker ins Blickfeld.

Wolfgang Otto hat die Demos im Visier, aber nicht Politiker und die Parteien der Grünen, Linken und der SPD, die den Waldbesetzern Unterstützung und Mut zusprechen. Dies geschieht zum Beispiel mit simplen Parolen, wie zum Beispiel “hambi bleibt”, gegen die geplanten Rodungen durch RWE im Hambacher Forst.

 

Unterstützer

Die Unterstützer von “hambi bleibt” gehören zu dem “Salon”, der auch diejenigen beherbergt, von dem man Sympathien mit Gewalttätern und Kriminellen am wenigsten erwartet hätte: Pfarrer, ganze Kirchenorganisationen, die in der Klima-Allianz im Bündnis mit 115 Organisationen zum Schutze des Klimas ins Feld ziehen. Es sind die ehemals “braven” Umweltschutzverbände, die sich um Greenpeace scharen, und deren aggressives Auftreten gegen das Konkurrenzunternehmen RWE mit Wohlwollen begleiten. Greenpeace ist nicht nur ein Umweltverband, sondern auch ein Unternehmen, ein Spendensammelverein und ein Energieunternehmen (Greenpeace Energy), das mit geschickt platzierten Events eigennützige Interessen verfolgt.

Und schließlich gibt es die Medien, deren politische Redaktionen überwiegend von rot-grünen Ideen geprägt sind. Ganz besonders der WDR, der mit mehr als einer Milliarde Euro aus Rundfunkgebührenerträgen über ein außerordentlich großes Einfluss-Potenzial verfügt und sich bisher durch einseitige Berichterstattungen zu Gunsten der rot-grünen Energiepolitik hervorgetan hat. Der Kommentar des WDR-Redakteurs richtet sich insofern auch gegen die Sympathisanten der Kohlegegner und Waldbesetzer im eigenen Haus. Auch für sie muss es heißen: “Raus gehen aus den hetzerischen Parolen.”

Die Energiepolitik muss offen diskutiert werden, damit sie den international organisierten Kohlegenern und Gewalttätern keine Chance gibt, die Wirtschaft eines Landes und die Lebensqualität seiner Bevölkerung nach Belieben zu ruinieren.

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