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Brandstiftungen in Kalifornien – menschengemachtes „Feuerwetter“

Die verheerenden Brände in Kalifornien gehen offenbar auf Brandstiftungen zurück. Zwei Akademiker wurden verhaftet und beschuldigt, Serienbrände gelegt zu haben. Keiner der Beschuldigten sei bisher wegen Brandstiftung verurteilt worden, berichtet wattsupwiththat.

Brandstifter 1 – ein College-Professor

Letzten Monat wurde der ehemalige College-Professor Gary Maynard verhaftet und beschuldigt, ein Serienbrandstifter zu sein. Er wurde gegen eine Kaution freigelassen. Maynard soll nach Angaben von Vertretern des U.S. Forest Service im Juli und August eine Serie von Bränden gelegt und versucht haben, die Feuerwehrleute mit seinen Bränden in eine Falle zu locken.

Maynard, 47, ist laut NPR ein ehemaliger Professor, der an Hochschulen in New York und Kalifornien gelehrt hat, wie aus Online-Aufzeichnungen hervorgeht. Im vergangenen Herbst unterrichtete er in der Abteilung für Kriminologie und Strafjustiz an der Sonoma State University, die in ihrer offiziellen Biografie über Maynard angibt, dass er einen Doktortitel in Soziologie und drei Masterabschlüsse hat.

Brandstifter 2 – eine Doktorandin

Innerhalb von zwei Monaten wurde ein weiterer Akademiker verhaftet und der Serienbrandstiftung in Kalifornien beschuldigt. Die Doktorandin Alexandra Souverneva soll CBS zufolge mehrere Waldbrände in Kalifornien ausgelöst haben. Sie wurde wegen schwerer Brandstiftung in der freien Natur angeklagt, wobei die Anklage aufgrund des ausgerufenen Ausnahmezustands in Kalifornien noch erweitert wurde, sagte die Bezirksstaatsanwältin von Shasta County, Stephanie Bridgett. Gegen Souverneva werde auch wegen des Auslösens anderer Brände in Shasta County und im ganzen Bundesstaat ermittelt, sagte Bridgett.

Laut ihrem LinkedIn-Profil ist den Angaben von CBS zufolge Souverneva als Doktorandin im Studiengang Umweltchemie an der State University of New York College of Environmental Sciences and Forestry eingeschrieben. Außerdem gebe sie auf ihrer Seite ihren derzeitigen Beruf als „Schamanin“ an. Ihr letzter Job sei ein Teilzeitjob als Nachhilfelehrerin für Chemie und Biologie in Palo Altogewesen.

Die Zahl der von den Evakuierungsanordnungen betroffenen Menschen war nicht unmittelbar bekannt. Menschen, die in anderen Gebieten leben, seien gewarnt worden, sich darauf vorzubereiten, diese zu verlassen. Etwa 2.000 Gebäude waren bedroht. Das Feuer habe mehr als 5.850 Hektar schweres Holz in steilem, zerklüftetem Gelände unter heißen, trockenen und böigen Bedingungen verbrannt. Das Feuer war am 24. September nur zu 10 % eingedämmt.

Brandstiftungen in Australien und in der Türkei – „Feuerwetter“?

In fünf australischen Bundesstaaten hat die Polizei 2020 Ermittlungen gegen mutmaßliche Brandstifter eingeleitet, die zu den tödlichen Buschfeuern beigetragen haben. Die Polizei in New South Wales (NSW) meldete, dass sie seit Ende letzten Jahres rechtliche Schritte gegen mehr als 180 Personen wegen Straftaten im Zusammenhang mit Buschbränden eingeleitet hat. Zahlreiche Busch- und Grasbrände haben das Leben von 18 Menschen gefordert und Hunderte Millionen Tiere und Vieh, Tausende Häuser und mehr als 4,9 Millionen Hektar Land in dieser Buschbrandsaison zerstört.

Mehrere Waldbrände brachen im Juli in der türkischen Touristenhochburg Antalya aus. Stadtteile wurden evakuiert. Brandstiftung wird vermutet.

Es ist die Stunde der Klimaapokalyptiker. „Unsere Studie macht deutlich, dass das Waldbrand-Risiko mit jedem Grad Celsius mehr immer höher wird. Umso wichtiger ist es für alle Länder, ihre Klimaschutzverpflichtungen einzuhalten und die globale Erwärmung möglichst weit unter zwei Grad zu halten“, lautet ihre Botschaft. Und sie erfinden zugleich auch ein neues Wort als unverwechselbare Marke für ihre Forschungsarbeiten über die vermeintlich zunehmende Waldbrandgefahr: „Feuerwetter“.

Faina Faruz

Titelbild: jlujuro, pixabay

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