Revolution

Bürgerliche Revolution nicht ausgeschlossen

Die Verbreitung von Angst ist ein Mittel zur Herrschaftsstabilisierung. Gegenwärtig steuern wir auf eine Großkrise zu, sagt Markus Krall: Die Freiheitsrechte und die Marktwirtschaft erodieren, das monetäre System kollabiert. Er hält eine bürgerliche Revolution für nicht ausgeschlossen.

Die Angstmacherei droht eine Dauereinrichtung für Politiker zu werden. Eine mögliche Antwort auf die Frage, wozu Panikmacherei auch in dieser Zeit dient, gibt der emeritierte Psychologieprofessor Rainer Mausfeld.

Verkündung der Panik

Die Führungskräfte der Weltwirtschaft nutzten 2019 ihre Chance und ließen von einer 16 Jahre alten Schülerin verkünden, was sie und die Politiker zur Sicherung ihrer Herrschaft benötigten: Die Angst der Anderen. Niemand eignete sich zu diesem Zeitpunkt zu Zwecken der Propaganda besser als ein Schulkind, ein Mädchen, das durch seine autistische Behinderung so gut wie unangreifbar sein würde.

Die Schülerin erhielt 2019 das Privileg, die Mächtigen auf dem Weltwirtschaftsgipfel in Davos, Schweiz, zu beschimpfen. Den staunenden Zeitungslesern und Fernsehguckern demonstrierten die Weltherrscher zerknirscht ihre Reue, bei der Umgestaltung von Wirtschaft und Gesellschaft zur Zähmung des Klimawandels nicht schnell genug zu sein. Ein genialer PR-Schachzug. Die schwedische Schülerin war bereits durch einen Medienhype und verzückte Kirchenfürsten international bekannt.

Greta Thunberg, die von Bankern und PR-Strategen als Stimme des Retortenprodukts „Fridays for Future“ in Szene gesetzt worden war, las von einem Blatt Papier von der ersten bis zur letzten Zeile die Botschaft an die Völker der Welt ab, die in dem Hass gipfelte: „Ich will, dass ihr in Panik geratet.“

Der Personenkult um die 16-Jährige zeigte Erfolg. Die Botschaft ging um die Welt. Und sie beschleunigte das kollektive Zittern vor der Klimakatastrophe. Der Propaganda trotzten zu viele Menschen, die nicht zittern wollten. Sie wurden bösartig als „Klimaleugner“ diffamiert. Nicht wenige, darunter auch der ehemalige US-Vizepräsident Al Gore, forderten deren Ächtung und sogar Bestrafung.

Auf Klimaangst folgt Virenangst

Auf die Klimaangst folgt seit Anfang des Jahres 2020 die Virenangst. Sie erweist sich zurzeit als politisch weitaus griffiger als die Klimaangst. Die weniger ängstlichen Menschen werden analog zu den „Klimaleugnern“ als „Virenleugner“ verunglimpft. Selbst renommierte Virologen werden eiskalt abserviert, wenn sie an den Maßnahmen gegen die Verbreitung des neuen Coronavirus zweifeln. Die Angst vor der Klimakatastrophe rückt vorläufig ein wenig in den Hintergrund. Sie kann, wenn nötig, jederzeit wieder aktiviert werden, sobald die Epidemie sich totgelaufen hat.

Der doppelten Etikettierung der Kritiker als „Leugner“ halten leider nicht alle Skeptiker Stand. Viele von ihnen sind jetzt bereit, freiwillig auf Freiheiten zu verzichten, die eine Demokratie von einer Diktatur unterscheidet. Ob dieser Verzicht vorübergehend sein wird, welche Grundpfeiler aus der Freiheitsberaubung für die Zukunft entstehen, hängt von der Widerstandskraft der Bevölkerung ab. Es ist schwer vorauszusehen, wann und wodurch sie die Grenze der Belastung überschritten sehen wird. Möglicherweise wird dafür erst ein Finanzcrash sorgen, den Ökonomen und Börsenfachleute noch in diesem Jahr erwarten. Eine vollständige Rückkehr zum vorherigen Zustand der Demokratie ist jedenfalls nicht zu erwarten.

Die Angst vor einer Virus-Infektion schützt nicht nur den Einzelnen, sie trainiert auch den Gehorsam gegenüber dem Staat. Zurzeit verkörpern politisch ausgewählte Virologen „die“ Wissenschaft. Zwischen der Instrumentalisierung von Wissenschaftlern durch die Politik besteht im Vergleich zur Klimawissenschaft kein Unterschied. Kritiker werden abgekanzelt. Zurzeit bestimmen Virologen in Deutschland das gesamte gesellschaftliche Geschehen, auch dann, wenn sie sich wie zum Beispiel Prof. Dr. Christian Drosten, der SARS-CoV-2 so gut erforscht wie kaum ein anderer, gegen die Vereinnahmung durch die Politik wehren. Sie sind als Kronzeugen für die politisch restriktiven Maßnahmen unentbehrlich.

Hysterisierung der Politik

Die Hysterisierung der Politik veranlasst viele Menschen, das Verhalten anderer genauer zu beobachten. Denunziation inbegriffen. Es geht bei der Denunzierung nicht nur um die Sorge um das eigene Wohl, sondern auch um die Überzeugung, im Sinne des Gemeinwohls zu handeln. Politik und Medien fördern diese Haltung. Die Denunzianten ignorieren geflissentlich, dass die restriktiven Maßnahmen nicht der Verbreitung der Viren dienen soll, sondern der Verlangsamung ihrer Verbreitung. Denn die „Durchseuchung“ der Gesellschaft mit dem Virus SARS-CoV-2 ist durch einen Lockdown nicht zu verhindern, sagen Virologen übereinstimmend. Es gehe nur darum, die Ansteckung hinauszuzögern, um das Gesundheitssystem nicht zu überlasten. Dass aber unser gesamtes Wirtschafts- und Sozialsystem durch die Verlangsamung der Durchseuchung nicht gerettet, sondern zerstört werden könnte, wird in Kauf genommen. Durch die Verzögerung besteht sogar die Gefahr, dass nach Beendigung des Lockdowns die Verbreitung des Virus schlagartig erfolgt und daher wesentlich bedrohlicher ist. In diesem Fall könnten sich die Lockdowns über längere Zeit aneinanderreihen. Ein Überwachungsstaat würde sich etablieren können.

Wozu dient die Panikmacherei?

Politiker und Medien treiben die Virenpanik weltweit voran. Warum? Sicher nicht deshalb, weil Atemgeräte, Virentests oder Atemmasken fehlen. Sie ließen sich schnell herstellen.

Eine mögliche Antwort auf die Frage, wozu Panikmacherei dient, gibt der emeritierte Psychologieprofessor Rainer Mausfeld. Er zeichnete in einem Vortrag (27.06.2019) die Institutionalisierung der Angst als Mittel zur Herrschaftsstabilisierung nach, die ihrem Wesen nach gegen die Demokratie gerichtet ist.

„Angst gilt seit jeher als ein Rohstoff der Macht, und die gezielte Erzeugung von Angst stellt eine wichtige Herrschaftstechnik dar“, sagt Mausfeld. Aus seiner Sicht beziehen sich gesellschaftliche Ängste in kapitalistischen Demokratien vor allem auf die eigene soziale Identität und den eigenen Status. Die Demokratie suche Wege, gesellschaftliche Ängste so gering wie möglich zu halten, sagt er. „Der Neoliberalismus hingegen erzeugt systematisch Angst und zielt darauf ab, soziale Verunsicherungen und Abstiegsängste zu vergrößern. Die Folgen der neoliberalen Elitenherrschaft bedrohen immer mehr unsere Gesellschaft und unsere Lebensgrundlagen.“ (https://youtu.be/-kLzmatet8w)

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Die Antwort auf die Zerstörung der Demokratie?

In den Medien gehen die Klimaangst und die Virenangst nahtlos ineinander über. Wir steuern auf eine Großkrise zu, sagt Krall: Die Freiheitsrechte und die Marktwirtschaft erodieren, das monetäre System kollabiert. Ob die Panikmacherei tatsächlich durch „Die Bürgerliche Revolution“ (Markus Krall) beendet werden kann?

Faina Faruz


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