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„Klimawandel“ – der großartigste Code aller Zeiten

„Sofern die Nutzung fossiler Brennstoffe nicht schnellstmöglich dramatisch verringert wird, könnte ein Großteil oder gar die Gesamtheit des Grönländischen Eisschilds verschwinden“, warnt die Zeitschrift National Geographic. Kommt Ihnen die Warnung bekannt vor? Stimmen Sie zu, dass die Nutzung fossiler Brennstoffe schnellstmöglich dramatisch verringert werden muss? Halten Sie ihr politisches Denken für bewusst, rational und objektiv? Dann könnten Sie ein Opfer des politischen „Framing“ sein, und Sie sind einem Code auf den Leim gegangen.

Was ist „politisches Framing“?

Unter politischem Framing wird eine Form der Meinungsbeeinflussung verstanden, die mit bestimmten Worten eine politische Debatte so beeinflusst, dass die Zuhörer gar nicht merken, wie sehr sie beeinflusst wurden. „Frames“ lassen sich mit „Rahmen“, „Gestalt“ oder „Gerüst“ übersetzen. Merkel und ihre Leute, die für sie an Reden und Auftritten arbeiten, beherrschen das Framing perfekt, sagt Marc Brost in der Zeitung Die Zeit. Er verwendet für „Frames“ auch die Bezeichnung „Codes“.


Politische Debatten werden von Frames bestimmt, sagt die Sprachwissenschaftlerin Elisabeth Wehling. Das heißt, politische Debatten werden von kognitiven Deutungsrahmen dominiert. Mit diesem Thema hat sich Elisabeth Wehling in ihrem 2018 veröffentlichten Buch „Politisches Framing“ auseinandergesetzt.

Wehling
erhältlich bei Storchmann Medien

»Dieses Buch liest sich wie das Making-Of der jüngsten europäischen Debatten. Ob Flüchtlingskrise oder Klimawandel – Sprache konstruiert Wirklichkeit und ›macht‹ Politik. Elisabeth Wehling zeigt eindrucksvoll, wie Framing unser Denken steuert, und welche Rolle Medien- und Politikschaffende dabei spielen, ob in Brüssel, Berlin oder Washington. Eine faszinierende Lektüre für alle, die verstehen wollen, warum eine Gesellschaft denkt, wie sie denkt.« (Dr. Stefan Leifert, ZDF-Korrespondent Europastudio Brüssel, zitiert in: „Politisches Framing“)


Beim „Framing“ in der politischen Kommunikation geht es darum, mit einem Schlüsselwort den Rahmen für die Debatte abzustecken. „Das hört sich harmloser an, als es ist, denn Worte können auch etwas verschleiern; man kann mit ihnen falsche Fährten legen; und wenn sie geschickt gewählt sind, dann lässt sich auf ihnen ein ganzes Image aufbauen“, sagt Marc Brost.

Vom Ende her denken

„Vom Ende her denken“; mit diesem Merkel-Frame fing für Brost alles an. „Was ich sage, ist zu Ende gedacht. Morgen sage ich nicht etwas anderes“, habe Angela Merkel im Mai 2000 in einem Interview gesagt. Sie suggeriere Gelassenheit und eine tiefe Kenntnis der Zusammenhänge, und man müsse ja erst mal darauf kommen, wie „das Ende“ wohl aussehen wird, sagt Brost. Er fährt fort:

„Dumm nur, dass die globalisierte Welt keine Maschine ist, bei der man ein paar Hebel drückt und dann genau weiß, was herauskommt. Aber auch das gehört zu einem guten Merkel-Frame dazu: Hat er sich erst einmal in den Köpfen festgesetzt, ist er kaum noch zu erschüttern.“

„Klimawandel“ – der großartigste Code aller Zeiten

Der großartigste Code aller Zeiten dürfte „Klimawandel“ lauten. Der Frame wurde zwar nicht von Merkel erfunden, ist aber ebenfalls vom Ende her gedacht und konnte daher nahtlos in das System Merkel integriert werden. Unglücklicherweise gelang es, mit Unterstützung aggressiver Kampagnen-Organisationen und Umweltverbände, die politische Debatte über die zukünftige Energieversorgung in Deutschland einseitig zu Gunsten der Erneuerbaren Energien zu beeinflussen und alternative Überlegungen nahezu auszulöschen.

„Alternativlos“ gehört ebenfalls zum Merkel-Framing. Der Klimawandel gilt als zu Ende gedacht, die Wissenschaft sei „settled“, heißt es in den meisten Erläuterungen zum Klimawandel. Ein Bedarf der Politik und Medien an einem wissenschaftlichen Diskurs besteht nicht mehr. Das Framing war erfolgreich.

Der Code „menschengemachter Klimawandel“ wird von seinen Verfechtern meist in der verkürzten Form „Klimawandel“ verwendet. Kritikern, die der Hypothese, Menschen seien maßgeblich für den „widernatürlichen“ Anstieg der Erdtemperaturen verantwortlich, widersprechen, werden kurzerhand als „Klimaskeptiker“ oder „Klimaleugner“ abqualifiziert. Wie ein Virus, das aus dem wissenschaftlichen Labor entwichen ist, verbreitet sich der Code pandemisch: Kirchen, Regierungen, Parteien, Gewerkschaften, Umweltverbände und schließlich auch Großkonzerne sind mittlerweile zu großen Teilen vom Glauben an den menschengemachten Klimawandel durchdrungen.

Der Anteil der Menschen an Veränderungen des Klimas ist unbekannt. Selbst die Wissenschaftler der National Aeronautics and Space Administration (NASA) widersprechen sich. Dennoch behaupten Politiker, überwiegend seien Menschen für den Klimawandel verantwortlich.

Der Frame „Klimawandel“ hat sich als vorzügliche Mehrzweck-Waffe entpuppt, mit der staatliches Eingreifen in sämtliche Lebensbereiche der Menschen möglich ist, ohne dass es bisher einen nennenswerten Widerstand gegen die totalitären Züge der Klimaverbesserer gibt.

Das Framing „Klimawandel“ wird erst dann keine Wirkung mehr haben, wenn Prophezeiungen nicht eintreffen, Versprechen nicht erfüllt werden, die Täuschungsabsichten erkannt werden und die Klimaschutzmaßnahmen unbezahlbar geworden sind.

Titelfoto Hintergrund: insspirito, pixabay

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