NRW und sein e.Go – ego

Glosse

Zufall oder Absicht? Ego!

Ego ist ein Personalpronomen, das sich aus dem indogermanischen “egom” entwickelt hat. Aus “egom” entstand germanisch “ek/ekan”, althochdeutsch “ih”, mittelhochdeutsch “ich”,  lateinisch ego und griechisch egó(n).

“Ich” schließt immer die Selbstreflexion ein, egal aus welchem Blickwinkel man “Ich” betrachtet und aus welcher philosophischen, pädagogischen, psychologischen, soziologischen oder anderen Betrachtungsweise das “Ich” definiert wird.

Ego und Ich sind Synonyme, wobei das das Wort “Ego” meist negativ unterlegt ist (“Er hat ein ausgeprägtes Ego”) und das davon abgeleitete Wort “Egoist” dann bedeutet, dass sich eine Person einen zu hohen Wert zumisst und “permanent das größte Stück vom Kuchen haben will”, sein persönliches Interesse bewusst oder unbewusst stets in den Vordergrund seines Handelns stellt, der ohne Rücksichtnahme auf Mitmenschen nur auf seinen Vorteil bedacht ist.

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Und damit schließt sich der Kreis zum e.Go, dem Elektromobil, das ein Lieblingsobjekt des Juste Milieus ist. Jan Fleischhauer charakterisiert das Juste Milieu als kopftätschelnde “Schicht von Leuten, die sich für die Elenden und Ausgebeuteten immer nur so lange interessieren, als sie ihnen nicht zu nahe rücken.”

Und das bietet dem Juste Milieu der e.Go. Der Kaufpreis ist erschwinglich (rund 15.000 Euro). Das kleine, anspruchslose Elektroauto könnten sich auch Arbeiter leisten. Aber fahren werden ihn diejenigen, die ihn als Zweit- oder Drittwagen und als fahrbaren Rucksack benutzen, gut betuchte Dienstleister, die in der Stadt wohnen und die hohen Stromkosten für das Nachladen der Akkus bezahlen können. Ein Fahrzeug mit Klassencharakter, aber nicht mit einem klasse Charakter.

Aussichten für Stromverbraucher

  • Seit dem Jahr 2000 haben sich die Strompreise für private Haushalte mehr als verdoppelt.
  • Den größten Anteil am Strompreis bilden Steuern und Abgaben mit insgesamt 54,6 Prozent. Darin enthalten sind die Stromsteuer, die Konzessionsabgaben an die Kommunen sowie die Abgaben, die sich aus dem Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz (KWKG) und dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), der §19-NEV-Umlage, der §18-AbLaV-Umlage, der Offshore-Netzumlage und der Mehrwertsteuer ergeben.
  • Es ist mit weiter steigenden Steuern, Abgaben und Umlagen zu rechnen.
  • Auch die Entgelte für den Transport elektrischer Energie über die Stromnetze steigen.

Franz Aarhus

Foto: anaterate, pixabay

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