Raketenabwehrsystem

Proteste in Südkorea gegen das THAAD-Raketenabwehrsystem

Das US-Militär hat in Übereinstimmung mit der Übergangsregierung Südkoreas mit der Installation des THAAD-Raketenabwehrsystems in Südkorea begonnen. Die USA haben die wenigen Tage, die ihnen bis zur Wahl eines neuen Präsidenten in Südkorea am 9. Mai verbleiben, genutzt, um die neue Regierung vor vollendete Tatsachen zu stellen. In einer Nacht- und Nebelaktion wurden Bauteile des Systems THAAD (Terminal High Altitude Area Defense) auf ein Gelände in der Provinz Gyeongsang gebracht, berichtet die Washington Post. Hunderte Bürger protestieren in Südkorea gegen das THAAD-Raketenabwehrsystem.

 

Was ist THAAD?

Das THAAD-System (Terminal High Altitude Area Defense) wurde von der Lockheed Martin Space Systems Company (LMSS) und Raytheon als ein Raketenabwehrsystem der US-Armee gegen ballistische Raketen entwickelt, damit feindliche ballistische Raketen und Flugkörper, auch gepanzerte, abgeschossen werden können. Sobald der Bodenradar des Systems eine anfliegende Rakete erkennt, feuert dieses seinerseits eine Rakete ab. Die Reichweite der THAAD-Raketen liegt bei 200 Kilometern und die Flughöhe bei 150 Kilometern.

Das Radarsystem reicht allerdings weiter, bis zu 3.000 km, und erfasst militärische Bewegungen in China und im Nordchinesischen Meer, bis nach Japan.

Grafik: Lockheed

Grafik: Lockheed

Seine eigentliche Bedeutung liegt aber in der Fähigkeit, mit der Luftwaffe, Marine und Bodentruppen der USA kommunizieren zu können, sodass das THAAD-Raketenabwehrsystem als ein vorgeschobenes Spionagesystem und Frühwarnsystem fungiert.

Durch das THAAD-System wird Südkorea zu einem ausgelagerten Kampffeld der USA. Es dient dem Schutz der USA und verschafft dem Land einen enormen strategischen Vorteil gegenüber China und Russland – auf Kosten Südkoreas.

Jede THAAD Batterie enthält mindestens sechs LKW-gestaltete Trägersysteme, die bis zu acht Raketen tragen. Nach lokalen Berichten wurden sechs Trailer mit dem X-Band Radar, mobile Trägerraketen und andere Teile des Systems bei dem mitternächtlichen Transport gesichtet. Eine einzige THAAD-Batterie, die aus acht Raketen besteht, kostet 827,6 Millionen US-Dollar.

 

Eine Milliarde Dollar soll Südkorea den USA für das amerikanische Raketenabwehrsystem zahlen, verlangt Donald Trump. Südkorea weist die Forderung zurück. Zeitgleich fordert Trump neue Verhandlungen zu einem bilateralen Freihandelsabkommen zwischen den USA und Südkorea.

USA

Donald Trump fordert von Südkorea nicht nur die Kostenübernahme für das THAAD-Raketenabwehrsystem. Darüber hinaus verlangt er neue Verhandlungen zu einem bilateralen Freihandelsabkommen zwischen den USA und Südkorea. The Korea Herald

Ich habe Südkorea informiert, dass es angemessen wäre, wenn sie zahlen würden. Es ist ein System für Milliarden von Dollar. (…) Es ist phänomenal und schießt Raketen direkt vom Himmel.

Die USA hatten die Stationierung des THAAD-Systems in Südkorea bereits 2016 angekündigt. Die damalige Regierung Südkoreas unter Präsidentin Park Geun-hye hatte dem Einsatz des Systems bereits im Juli 2016 zugestimmt. Nach Korruptionsskandalen wurde Park Geun-hye gezwungen, ihr Amt aufzugeben.

Die ersten Elemente des THAAD-Raketenabwehrsystems wurden bereits im März geliefert, trotz massiver  Proteste aus China. Doch die plötzliche Eile kam für Beobachter überraschend. Die Nacht- und Nebelaktion sei notwendig gewesen, um in Südkorea schnell eine zusätzliche Verteidigung” gegen die wachsende nordkoreanische Raketen-Bedrohung” zu schaffen, sagte Elise Van Pool, eine Sprecherin des US-Militärkommandos in Seoul. Das Timing führte sie auf die öffentlichen Sicherheitsinteressen zurück. Die Amerikaner pochen auf die Dringlichkeit der Lieferung, da das System den Süden vor einem möglicherweise unmittelbar bevorstehenden Raketenangriff beschützen soll.

In diesem Sinne unterstützte Südkoreas Verteidigungsministerium die us-amerikanischen Pläne und sagte, dass die beiden Länder “arbeiten”, um die rasche operative Fähigkeit des THAAD-Systems gegen Nordkoreas Atom- und Raketen-Bedrohung zu sichern.

 

China lehnt den Einsatz von THAAD in Südkorea ab

Peking sieht durch THAAD seine Sicherheitsinteressen bedroht und hat vehement gegen die Bereitstellung protestiert. “Der Einsatz von THAAD in Südkorea wird das strategische Gleichgewicht in der Region zerstören und eine weitere Erhöhung der Spannungen bewirken”, sagte Geng Shuang, Sprecher des chinesischen Außenministeriums, Reportern am Mittwoch in Peking. “Die chinesische Seite fordert die USA und Südkorea dringend auf, den Einsatz abzubrechen und die Ausrüstung zurückzuziehen.”

Peking befürchtet, dass das System mächtige Radare gegen China richten könnte.

China reagierte zunächst mit Wirtschaftsboykotten gegen südkoreanische Unternehmen. Der Großkonzern Lotte bekam die Repressalien Chinas als erster zu spüren, berichtet RT. Lotte hatte für die Aufstellung des Raketenschutzschildes einen seiner Golfplätze mittels eines Landtauschabkommens mit der südkoreanischen Regierung zur Verfügung gestellt. Es folgten Razzien bei Lotte in China, der Konzern musste einen Großteil seiner Standorte in der Volksrepublik schließen, ein millionenschweres Bauvorhaben Lottes in China fand ein unfreiwilliges, vorzeitiges Ende und darüber hinaus kamen Pauschalreisen kaufkräftiger Chinesen in den Süden Koreas zum Erliegen.

 

Die Bevölkerung Südkoreas protestiert gegen THAAD

In Südkorea wehren sich Einwohner im Seongju-Gebiet, wo das THAAD-Raketenabwehrsystem eingesetzt wird, entschieden gegen die Aufstellung. Sie befürchten, dass das Raketenabwehrsystem und damit auch sie selbst Ziel für Nordkoreas Raketen sein könnten.

Die Einwohner winkten mit Plakaten mit dem Titel “No THAAD, No War” und “Hey, US! Bist du Freund oder Besatzer?” Sie versuchten, den Transport daran zu hindern, die Ausrüstung auf die Baustelle zu bringen. Tausende Polizisten versuchten die THAAD-Gegner im Zaum zu halten. Bei Protesten von Hunderten von Anwohnern und Mitgliedern von Bürgergruppen gegen den unangekündigten THAAD-Transport habe es Zusammenstöße mit der Polizei gegeben, berichteten südkoreanische Sender. Nach Angaben der Gruppen gab es etwa zehn Verletzte.

Die Yonhap News Agency von Seongju im Südosten Südkoreas berichtete, Kang Hyun-wook, ein religiöser Führer, habe gesagt: “Die THAAD-Bereitstellung ist illegal und sollte aufgehoben werden.”

Die Stimmung im Lande kippte nicht zuletzt, nachdem US-Präsident Trump bewiesen hatte, wie lückenhaft sein Wissen in Bezug auf die Geschichte und Gegenwart der Region ist. Historiker protestierten in Seoul, man fühle sich wie ein kolonialisiertes Land unter der Herrschaft eines ignoranten und unkalkulierbaren amerikanischen Präsidenten.

In Seoul besteht der Eindruck, dass der THAAD-Einsatz eher mit Südkoreas Präsidentschaftswahl als mit Nordkoreas Drohungen zusammenhängt, zitiert die Washington Post John Delury, Professor für internationale Beziehungen an der Yonsei Universität in Seoul. Dadurch werde der Spielraum des nächsten südkoreanischen Führers begrenzt, sagte Delury. Aber es bestehe die Gefahr eines Rückschlags des südkoreanischen öffentlichen Gefühls, ein Gegenzug im Spiel von “America First”.

 

Moon Jae-in

In Umfragen zu den Präsidentschaftswahlen in Südkorea, die am 9. Mai stattfinden werden, führt der Mitte-Links-Kandidat Moon Jae-in mit großem Vorsprung vor seinem Konkurrenten. Politikwissenschaftler erwarten, dass er Südkoreas nächster Präsident sein wird. Moon Jae-in forderte mehrfach, die Entscheidung über die Stationierung der nächsten Regierung zu überlassen.

Der liberale Demokrat will eine Kehrtwende weg von der Doktrin Washingtons erreichen. Er spricht sich für die Wiederaufnahme der Diplomatie mit Nordkorea aus und versprach, die Entscheidung der vorherigen Regierung zu überprüfen.

Park Kwang-on, ein Sprecher der liberalen Partei, sagte, Moon Jae-in vertrete in Bezug auf den THAAD-Einsatz konsequent die Auffassung, dass die Entscheidung darüber von der nächsten Regierung nach einer öffentlichen Diskussion und nach nationalem Konsens entschieden werden muss. Jeder Einsatz, der diesen Ablauf ignoriere, müsse sofort ausgesetzt werden. Die endgültige Entscheidung sollte nach Rücksprache zwischen Südkorea und den USA erfolgen, sagte er.

 

Quellen:

Titelbild: The Indian Express

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Der “Amerika First” Energieplan der Trump-Regierung

Die Regierung Trump veröffentlichte vor wenigen Tagen auf der Homepage des Weißen Hauses ihre Energiepolitik. Sie betrachtet ihren Energieplan als einen wesentlichen Teil des amerikanischen Lebens und als grundlegend für die Weltwirtschaft. Die Energiepolitik soll danach ausgerichtet werden, die Kosten für die US-Amerikaner zu senken, die Nutzung der US-amerikanischen Ressourcen zu maximieren und sich aus der Abhängigkeit von ausländischem Öl zu befreien.

Zu den schädlichen und unnötigen Politiken werden der Klimaplan und US-Richtlinien zum Schutz der Gewässer gezählt. Die Grenzwerte sollen angehoben werden und somit den amerikanischen Arbeitnehmern helfen, die Löhne um mehr als 30 Milliarden Dollar in den nächsten 7 Jahren zu erhöhen. (“For too long, we’ve been held back by burdensome regulations on our energy industry. President Trump is committed to eliminating harmful and unnecessary policies such as the Climate Action Plan and the Waters of the U.S. rule. Lifting these restrictions will greatly help American workers, increasing wages by more than $30 billion over the next 7 years.)

Die Nutzung der riesigen, auf einen Wert von 50 Billionen Dollar geschätzten heimischen Schiefer-, Erdöl- und Erdgasreserven sollen Arbeitsplätze und Wohlstand für Millionen von Amerikanern bringen. Von den Einnahmen aus der Energieproduktion sollen Straßen, Schulen, Brücken und die öffentliche Infrastruktur wieder aufgebaut werden. Weniger teure Energie werde auch einen großen Schub für die amerikanische Landwirtschaft bewirken. Die Trump-Regierung verpflichtet sich in dieser Erklärung zu einer sauberen Kohle-Technologie und zu einer Wiederbelebung der Kohle-Industrie der USA.

Die Förderung der heimischen Energieproduktion liege auch im amerikanischen nationalen Sicherheitsinteresse. Angestrebt  ist eine Energieunabhängigkeit vom OPEC-Kartell und von allen Nationen, die aus US-amerikanischer Sicht feindlich gesinnt sind. Gleichzeitig soll es im Rahmen der Anti-Terror-Strategie eine Zusammenarbeit mit den Golfverbündeten geben, um eine positive Energiebeziehung zu entwickeln.

Der Energiebedarf soll mit einem verantwortungsvollen Umgang mit der Umwelt Hand in Hand gehen. Der Schutz von sauberer Luft und sauberem Wasser, die Erhaltung der natürlichen Lebensräume und die Erhaltung der natürlichen Reserven und Ressourcen sollen eine hohe Priorität haben. Die EPA (United States Environmental Protection Agency), eine unter Präsident Richard Nixon eingerichtete, unabhängige Behörde der Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika zum Umweltschutz und zum Schutz der menschlichen Gesundheit, soll auf ihre wesentliche Aufgabe des Schutzes der Luft und des Wassers ausgerichtet werden.

Eine bessere Zukunft hänge von der Energiepolitik ab, die die US-amerikanische Wirtschaft stimuliert, Sicherheit gewährleistet und die Gesundheit schützt.

 

Download the PDF file .

 

https://www.whitehouse.gov/america-first-energy

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Wer hat Angst vor Donald Trump?

Aus Angst, ihre über Jahrzehnte sorgfältig gesammelten Daten zum Klimawandel könnten unter der Administration des zukünftigen Präsidenten der USA, Donald Trump, verloren gehen, haben etliche US-Wissenschaftler laut “Washington Post” begonnen, ihre Erkenntnisse zu kopieren und auf unabhängigen Servern zu sichern. Die Angst geht um im öko-industriellen Komplex der USA, in dem Wissenschaft, Verwaltungen und Unternehmen zu einem Klima-Netzwerk verschmolzen sind. Die zukünftige Regierung Trump könnte die Umweltpolitik vom Kopf auf die Füße stellen und die Generierung von Daten der “Klimaschützer” überprüfen. Eine Möglichkeit, sich tiefen Einblicken in die Konstruktion der Klimawandelpolitik und der Vetternwirtschaft zu entziehen, besteht am ehesten in der Flucht.

 

Neugestaltung des Energieministeriums

Eine Schockwelle hatte kürzlich ein fünfseitiges, aus 74 Fragen bestehendes, internes Dokument der Berater von Donald Trump, das an die Mitarbeiter des Umweltministeriums versandt wurde, bei den “Klimaschützern” ausgelöst. Die Fragen sind Bestandteil der Pläne zur Neugestaltung des Energieministeriums. Das Berater-Team will sich damit eine Übersicht über das Engagement der Mitarbeiter bei der Unterstützung der Klima Agenda von Präsident Barack Obama verschaffen. Darüber informierte die Nachrichtenagentur Bloomberg.

 

“Carbon Metrics”- das Maß aller Dinge in der globalen Umweltpolitik

Die Berater Donald Trumps haben das Energieministerium gebeten, Mitarbeiter und Auftragnehmer zu benennen, die an den UN-Klimaverhandlungen teilgenommen oder an der Begrenzung des nationalen CO2-Ausstoßes gearbeitet haben, ebenso diejenigen, die der Obama-Regierung bei der Entwicklung eines Programms zur Berechnung der sozialen Kosten von “Carbon Metrics” geholfen haben. “Carbon Metrics” wurden zur Schätzung und Begründung neuer Klima-Vorschriften benutzt. Ihnen kommt nach Ansicht der Heinrich-Böll-Stiftung eine zentrale Bedeutung zu: “Carbon Metrics” sind zum Maß aller Dinge in der globalen Umweltpolitik geworden.”

Trumps Berater-Team sucht außerdem nach Informationen über Kredit-Programme des Ministeriums, Forschungsaktivitäten und über die Grundlagen seiner Statistiken. Das Umweltministerium spielte unter Obama eine wichtige Rolle für die “Saubere Energietechnologie”. Es war zuständig für Kreditgarantien und der “Brutkasten” zur Bestimmung von Effizienzregeln für Geräte. Das Ministerium stützt sich auf Zehntausende von Auftragnehmern, die die Arbeit der rund 13.000 direkt Beschäftigten ergänzten, berichtet Bloomberg.

Viele Mitarbeiter weigern sich, Trump die Namen zu geben, die am Thema Klimawandel gearbeitet haben. Das ist nicht verwunderlich. Der zukünftige Präsident der USA habe Personen für sein künftiges Kabinett ausgewählt, die Umwelt- und Klimaschutz kritisch sehen, sagen sie. Die meisten eine ihre Ablehnung der wissenschaftlich akzeptierten Theorie des von Menschen gemachten Klimawandels, meint die FAZ. Was haben die Mitarbeiter zu befürchten, wenn es stimmen sollte, dass die Theorie des von Menschen gemachten Klimawandels wissenschaftlich akzeptiert ist? Oder ist sie es vielleicht doch nicht? (“Die fabelhaften 97 % – der Mythos vom Klima-Konsens der Wissenschaftler“)

Der strategisch angelegte Ausbau von grünen Stellen in den Verwaltungen, kombiniert mit der gezielten Förderung grün-freundlicher Unternehmen und Medien, gehört in Deutschland zum Plan der Grünen. Wibke Brems, energiepolitische Sprecherin der grünen Landtagsfraktion in NRW, zählt nach Angaben der “Neue Westfälische” schon heute landesweit 30.000 Beschäftigte in den Branchen, die mit erneuerbaren Energien zusammenhängen: von der Forschung und Entwicklung bis hin zu den Maschinenbauern und Getriebeherstellern. Und Johannes Remmel, grüner Umweltminister in NRW, erklärt, ganz im Stile der Heiratspolitik der Habsburger (“Kriege führen mögen andere, du, glückliches Österreich, heirate”), seine Partei arbeite weiter an einer “Durchgrünung“. Geht der Plan nicht auf, wäre dies das Ende der herbeischleichenden grünen Neuen Weltordnung, sagen Kritiker der grünen Energiepolitik.

 

Das Konzept der “Durchgrünung”

Seit dem persönlichen Beschluss der Bundeskanzlerin und Physikerin Dr. Angela Merkel zum Ausstieg aus der Kernenergie, am 9. Juni 2011, zwei Tage nach Überreichung der “Presidential Medal of Freedom” durch US-Präsident Barack Obama, am 7. Juni 2011, war die Synchronisaion mit den Energieplänen der USA vollzogen, und die deutsche Klimaschutzbewegung unterstützt den Großlabor-Versuch des öko-industriellen Komplexes in deutschland.

“Presidential Medal of Freedom”

Die „Presidential Medal of Freedom“ wird jährlich an Menschen vergeben, die einen besonders verdienstvollen Beitrag zur Sicherheit oder den nationalen Interessen der USA, dem Weltfrieden oder für bedeutende kulturelle oder andere wichtige öffentliche oder private Vorhaben geleistet haben.

Eine besondere Rolle spielt in diesem globalen Klima-Spiel, in dem es vordergründig um das Kllima geht, bei genauem Hinsehen aber um die politische und wirtschaftliche Vormachtstellung der USA die Clinton-Foundation. Kurz vor der Wahl des neuen Präsidenten in den USA im November 2016 spendete das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) der Clinton Foundation bis zu 5 Millionen Dollar deutsche Steuergelder. Eine Verfassungswidrigkeit, die unter anderen politischen Bedingungen sicher ein Nachspiel haben würde.

Eine Berechnung der Gesamtkosten für die “Durchgrünung” gibt es nicht. Allein die Subventionen, die staatliche Einrichtungen Privatleuten und Unternehmen, darunter auch Greenpeace Energy, für Erneuerbare Energien gewähren, betragen, jährlich wachsend, zurzeit rund 30 Milliarden Euro.

 

Die Schockwelle erreicht auch Deutschland

Unter den Beschäftigten in den verschiedenen Klimaschutz-Programmen herrscht nach der Wahl Donald Trumps, auch in Deutschland große Aufregung. Der US-Senator für Massachusetts Ed Markey, Demokrat, hat Donald Trump vor einer”Bestrafung aus politischen Gründen” gewarnt. Sie wäre gleichbedeutend mit einer illegalen modernen politischen Hexenjagd, sagte er.

Deutsche Klimaretter äußern auf ihrer Facebookseite ähnliche Befürchtungen: “Trump will vom Energieministerium eine Liste mit ALLEN Angestellten, die zur Klimapolitik gearbeitet haben. Beobachter befürchten eine politische Hexenjagd wie zu Zeiten McCarthys.” Bei dem gefürchteten US-Senator aus Wisconsin ging es Anfang der 1950er Jahre allerdings um die ideologisch begründete Verfolgung von Kommunisten, bei der Untersuchung des Klima-Netzwerkes durch das Berater-Team Donald Trumps geht es dagegen offenbar um mögliche Korruption und Netzwerke, die zu nichts anderem dienen, als sich einen wirtschaftlichen Vorteil auf Kosten der Steuerzahler zu verschaffen.

Kurz vor der Präsidentschaftswahl im November 2016, in Erwartung des Sieges von Hillary Clinton, vertraten Ex-Vizepräsident Al Gore und mehr als ein Dutzend Generalstaatsanwälte die Auffassung, Meinungs- und Staatsmacht könnten und müssten das „richtige Denken” zum “Klimawandel” juristisch anordnen. Zur Zeit McCarthys waren es Generalstaatsanwälte, die Angeklagte fragten: “Sind Sie jetzt, oder waren Sie schon einmal ein Mitglied der Kommunistischen Partei?” Heute heiße es: “Sind Sie jetzt, oder waren Sie schon einmal ein Klimawandel-Leugner?”, schreibt die Washington Times.

Die von staatlicher Seite tolerierten und unterstützten Kampagnen gegen “Klimaskeptiker” oder “Klimaleugner” waren eine Vorstufe von Gesinnungsurteilen, die aus der Kritik an der Hypothese vom menschengemachten Klimawandel ein Bundesverbrechen hätte machen können, so die Washington Times.  “Unterm Strich ist es einfach”, zitiert die Zeitung den New Yorker Generalstaatsanwalt Eric Schneiderman auf einer Pressekonferenz: “Der Klimawandel ist real.” Der Generalstaatsanwalt habe die Unterstützung von mehr als einem Dutzend anderer Staatsanwälte erhalten, die sich dafür aussprachen, Einzelpersonen und Organisationen, die “die konventionelle Weisheit über den Klimawandel kritisieren”, zu untersuchen und, wenn möglich, strafrechtlich zu verfolgen.

Die Schockwelle, die durch die Wahl Donald Trumps zum Präsidenten der USA ausgelöst wurde, könnte dazu beitragen, dass sich in den USA kein Wahrheitsministerium etablieren kann, sondern der Wahrheit über den Klimawandel auf den Grund gegangen wird.

Quellen:

Foto: harry67m, “Flucht von Alcatraz”, © www.piqs.de


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Die US-Präsidentschaftskandidaten, Hillary Clinton und DonaldTrump, bescheinigen der Kernenergie eine Zukunft

Was wissen die US-amerikanischen Präsidentschaftskandidaten über die Wissenschaft? Die Kandidaten der beiden großen Parteien, Hillary Clinton (Demokraten) und Donald Trump (Republikaner), und die Grünen-Kandidatin Jill Stein beantworteten 20 Top-Fragen von Scientific American zu Wissenschaft, Technik, Technologie, Gesundheit und Umwelt, darunter auch die Frage zur Kernenergie. Clinton und Trump würdigten den Beitrag der Kernenergie zur Stromversorgung in den USA und bescheinigten ihr eine Zukunft, Stein würde den Ausstieg aus der Kernenergie einleiten.

Die Frage 11 von Scientific American beschäftigt sich mit der Kernenergie. Einleitend heißt es, dass die Kernenergie der Nachfrage nach Strom gerecht werde, ohne Treibhausgase zu produzieren, aber es stelle sich die Frage nach der nationalen Sicherheit und Umweltbelangen.

Frage: “Welchen Plan haben Sie für die Nutzung, die Erweiterung oder den Atomausstieg, und welche Maßnahmen werden Sie treffen, um nukleare Materialien über ihren gesamten Lebenszyklus zu überwachen, zu verwalten und zu sichern? (“Nuclear power can meet electricity demand without producing greenhouse gases, but it raises national security and environmental concerns. What is your plan for the use, expansion, or phasing out of nuclear power, and what steps will you take to monitor, manage and secure nuclear materials over their life cycle?”)

By: Veni

Hillary Clinton (Demokraten) antwortete auf die Frage, dass die Herausforderung durch den Klimawandel zu wichtig sei, um in diesem Kampf die Mittel, die zur Verfügung stünden, einzuschränken. Heute entfielen mehr als 60 Prozent der Null-Kohlenstoff-Stromerzeugung auf die Kernkraft und sei deshalb eines dieser Mittel. Sie werde daran arbeiten, um sicherzustellen, dass die Klimavorteile der vorhandenen Kernkraftwerke, deren Betrieb sicher sei, in angemessener Weise bewertet und die Investitionen in die Forschung, die Entwicklung und den Einsatz fortschrittlicher Kernenergie erhöht würden. Zugleich müsse weiterhin in die Sicherheit der Kernmaterialien in den USA investiert werden und die Koordination zwischen Bund, Ländern und Kommunen verbessert werden. Die USA müssten auch versuchen, die Menge an nuklearem Material weltweit zu reduzieren und mit anderen Ländern zusammen zu arbeiten, um die Verwendung von waffenfähigem Material zu Gunsten ziviler Nuklearprogramme zu minimieren.

Hillary Clinton: “Meeting the climate challenge is too important to limit the tools available in this fight. Nuclear power—which accounts for more than 60 percent of our zero carbon power generation today—is one of those tools. I will work to ensure that the climate benefits of our existing nuclear power plants that are safe to operate are appropriately valued and increase investment in the research, development and deployment of advanced nuclear power. At the same time, we must continue to invest in the security of our nuclear materials at home, and improve coordination between federal, state, and local authorities. We must also seek to reduce the amount of nuclear material worldwide—working with other countries so minimize the use of weapons-grade material for civil nuclear programs.”

Donald Trump (Republikaner) hält die Kernkraft für eine wertvolle Energiequelle. Sie soll bis weit in die Zukunft hinein Teil eines Programms sein, das Amerika mit Energie versorgt. Die Kernkraft könne sicherer gemacht werden. Ihre Leistungen seien angesichts der Investition, die gemacht werden sollten, außergewöhnlich. Die Kernkraft sei ein integraler Bestandteil der Energieunabhängigkeit Amerikas.

Donald Trump: “Nuclear power is a valuable source of energy and should be part of an all-the-above program for providing power for America long into the future. We can make nuclear power safer, and its outputs are extraordinary given the investment we should make. Nuclear power must be an integral part of energy independence for America.”

Jill Stein (Grüne) beurteilt die Kernspaltungstechnologie als unsicher, teuer und schmutzig, vom Abbau von Uran bis zur Entsorgung abgebrannter Brennelemente. Subventionen für die Atomindustrie würden sofort beendet  und die Kernkraft würde über eine Zeitspanne von 10 Jahren auslaufen. Der vorhandene Atommüll werde vor Ort in Fässern endgelagert. Es werde keinen Transport von Atommüll geben.

Jill Stein: “Nuclear fission technology is unsafe, expensive, and dirty from the mining of uranium to the disposal of spent fuel. As such we will end subsidies to the nuclear industry immediately and phase out nuclear power over a 10 year timeline. Existing nuclear waste will be handled with onsite dry cask storage of high-level waste into perpetuity. No transport of nuclear waste.”

 

ScienceDebate.org und Scientific American

Der Aufwand im Zusammenhang mit dieser Befragung ist beachtlich: Die Fragen sind laut ScienceDebate.org von Dutzenden von wissenschaftlichen Organisationen entwickelt und verfeinert worden, die Dank eines Crowdsourcings mehr als 10 Millionen Wissenschaftler und Ingenieure repräsentierten. Die Leitung und Koordination liegt bei ScienceDebate.org, eine überparteiliche amerikanische Non-Profit-Organisation, die Wählern Informationen über die Bedeutung von Wissenschaft und Technologie in den Bereichen Gesundheit, Umwelt und wirtschaftlichem Wohlergehen der Gesellschaft zur Verfügung stellen will, damit sie gegenüber Politikern, die sich um ein öffentliches Amt bewerben, auf Antworten insistieren können.

Scientific American, Medienpartner der Gruppe und eine der ältesten und weltweit angesehensten populärwissenschaftlichen Zeitschriften, ist für die im Vorfeld der Präsidentschafts-Debatte am 26. September laufende Bewertung der Antworten zuständig. Die Zeitschrift bittet ihre Leser und Zuschauer, insbesondere solche mit entsprechendem technischen Know-how, ihnen mit Analysen von einer oder zwei der Antworten der Kandidaten zu helfen. Die Stellungnahmen sollen in die Bewertung einfließen.

Die Antworten sollen nach dem Kriterium bestanden/nicht bestanden bewertet werden, wobei die folgenden Fragen leitend sind: Genügt die Antwort der gestellten Frage? Zeigt sie einen guten Informationsstand in Bezug auf den wissenschaftlichen Konsens zum Thema? Bietet die Antwort spezifische, tragfähige Details? Die Leser werden aufgerufen, ihre Antworten per E-Mail zu senden.

Die Organisatoren der Kandidaten-Befragung gehen davon aus, dass Politiker annehmen, wissenschaftliche Fragen seien so einfach zu beantworten wie die Begrenzung des Budgets für die NASA oder des National Institutes of Health (NIH) und nicht realisieren, dass die Einstellung zu oder Entscheidung über Wissenschaft und Forschung das öffentlichen Wohl beeinflussen, angefangen vom Wirtschaftswachstum bis zur Bildung und öffentlichen Gesundheit. Die Wähler sollen die Möglichkeit haben, zu wissen, wo die Präsidentschaftskandidaten stehen. Deshalb werden sie und die Journalisten von Scientific American aufgefordert, den Kandidaten und ihrem Kampagnenpersonal diese 20 Fragen beharrlich zu stellen.

Lesen Sie die Fragen und Antworten unten und lesen Sie die Auswertung am 22. September.

http://www.scientificamerican.com/article/what-do-the-presidential-candidates-know-about-science/


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