Höhepunkt

Corona – Höhepunkt vorbei, Kontrollwahn bleibt

Die Ausbreitung des Coronavirus nimmt laut einer Studie des israelischen Mathematikprofessors Isaac Ben-Israel auf fast Null ab. Nach 70 Tagen sei der Höhepunkt überschritten, „egal wo es zuschlägt und welche Maßnahmen die Regierungen ergreifen, um zu versuchen, es zu vereiteln“. Das Muster bei den einzelnen Corona-Statistiken aus 24 Ländern zeigt, dass die Corona-Krankheit überall nach demselben Muster und in derselben Zeit, unabhängig davon, ob ein Land einen Shutdown erlässt oder nicht.

Die Zeit, die erforderlich ist, um die Anzahl der Patienten zu verdoppeln, sei von 2 bis 4 Tagen zu Beginn auf heute etwa 30 Tage gesunken und nehme weiter ab, stellt Isaac Ben-Israel fest. Dieses Phänomen ist laut Ben-Israel in fast allen Ländern der Welt bemerkenswert häufig.

Die Anzahl der Neuinfizierten errichte auch in Deutschland fast zeitgleich mit den anderen von Ben-Israel untersuchten 24 Ländern am 7. April den Höhepunkt, die Anzahl der Genesenen überstieg in Deutschland am 13. April die der Neuerkrankungen. Die Studie von Ben-Israel war am 16. April der Öffentlichkeit zugänglich, damit auch der Bundesregierung. Eine Verlängerung des Lockdowns über diesen Zeitpunkt hinaus ist sachlich nicht mehr begründet.

Falscher Alarm

Das Robert-Koch-Institut (RKI) rechnete noch am 18. März mit einer schnellen Ausweitung der Epidemie. „Wir haben ein exponentielles Wachstum. Wir sind am Anfang eine Epidemie, die noch viele Wochen und Monate unterwegs sein wird“, sagte RKI-Chef Lothar Wieler am 18. März in einer Pressekonferenz des Robert-Koch-Instituts. Wenn es nicht gelinge, die Infektionsfälle zu reduzieren, könne es in zwei oder drei Monaten bis zu zehn Millionen Infizierte in Deutschland geben.

Diese Horrormeldung griffen die Medien begierig auf. Deutschland versank wie schon zuvor (Tschernobyl, Fukushima, „Klimakatastrophe“) in eine Schockstarre.

Diese Annahmen des RKI beruhen jedoch auf mathematischen Modellen und Hochrechnungen unter der Annahme, dass bei Infektionskrankheiten mit einem exponentiellen Wachstum zu rechnen sei. Dieses schnelle Wachstum ist in der Anfangsphase einer Epidemie aber typisch für Infektionserkrankungen. Um nichts anderes handelt es sich auch bei dem neuen Virus, das den Namen SARS-CoV-2 erhielt.

Aus Rücksicht auf die angeblich begrenzten Kapazitäten der Krankenhäuser sollte die Ausbreitung der Infektion gebremst werden. Die Frage, aus welchem Grund die Bundesregierung den „Bericht zur Risikoanalyse im Bevölkerungsschutz 2012nicht ernst genommen hat, muss noch geklärt werden.

Die Bundesregierung ging bei der aktuellen Infektion mit Coronaviren zunächst davon aus, dass die Neuinfektionen lediglich zeitlich gestreckt werden sollten. Dies geht aus der folgenden Grafik der Bundesregierung hervor:

Das Argument der zeitlichen Streckung war hinfällig, als der Höhepunkt der Neuinfektionen überschritten war und das Gesundheitssystem sich als stabil genug erwies, um Patienten mit Coronaviren Hilfe zu leisten. Dies war spätestens am 16. April der Fall, als die Forschungsergebnisse von Prof. Isaac Ben-Israel für 24 Länder vorlagen.

„Einige verhängten eine schwere und sofortige Sperrung, die nicht nur „soziale Distanzierung“ und das Verbot von Gedränge beinhaltete, sondern auch die
Schließung der Wirtschaft (wie Israel); Einige „ignorierten“ die Infektion und führten ein fast normales Leben fort (wie Taiwan, Korea oder Schweden), und einige verfolgten zunächst eine milde Politik, kehrten jedoch bald zu einer vollständigen Sperrung zurück (wie Italien oder der Staat New York). Dennoch zeigen die Daten ähnliche Zeitkonstanten in all diesen Ländern in Bezug auf das anfängliche schnelle Wachstum und den Rückgang der Krankheit.“

Das Gesundheitssystem war in Deutschland umfassend auf die Behandlung der Kranken vorbereitet, sagte Susanne Johna, Chefin des Marburger Bundes, am 19. März in einem Interview mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland: „Wir haben 2017/2018 die größte Grippewelle in Deutschland erfolgreich gemanagt. Und zwar so, dass ein großer Teil der Bevölkerung nichts davon mitbekommen hat, obwohl wir 60.000 zusätzliche Krankenhauspatienten hatten. Ich glaube, dass wir es schaffen und die jetzige Situation meistern können. In der Politik ist erkannt, dass wir maximale Unterstützung benötigen. Wir haben in Deutschland das Gesundheitssystem mit den meisten Ressourcen in dem Bereich, auf den es nun ankommt. Ich sehe die Lage unverändert optimistisch.“

Nicht alle Länder sind gut auf Virus-Epidemien vorbereitet, aber dies ist kein Grund für die „solidarische“ Fortsetzung des Lockdowns in Deutschland.

Welt-Interview Prof. Homburg zu Corona: Das RKI und Kanzlerin Merkel haben schwere Fehler gemacht!

Die Folgen des Lockdowns

Es hat sich durch übereinstimmende Verlaufsmuster der Neuinfektionen mit dem Virus SARS-CoV-2 (COVID-19) herausgestellt, dass die unterschiedliche Reaktionspolitik der Länder, in denen die Krankheit entdeckt wurde, keinen Einfluss auf den Verlauf hat. Prof Isaac Ben-Israel stellt fest: „Eine schwere Sperrung hat einige negative Auswirkungen. Das unmittelbare Ergebnis ist ein Anstieg der Arbeitslosigkeit und ein Rückgang des BIP (in Israel wird geschätzt, dass jeder Monat der Sperrung das BIP um 8% senkt). Dies wird letztendlich zu einer Zunahme der Armut und zum Verlust von Menschenleben aufgrund anderer Krankheiten führen.“

Aus der Sicht des Wissenschaftlers zeigen die Beweise, dass die Corona-Krankheit auch ohne vollständige Sperrung abnimmt. Er empfiehlt, die derzeitige Richtlinie umzukehren und die Sperrung aufzuheben. Gleichzeitig rät er, mit kostengünstigen Maßnahmen fortzufahren, wie z. B. das Tragen von Masken, die Ausweitung der Tests auf definierte Bevölkerungsgruppen, das Verbot von Massenversammlungen und Lücken durch Engpässe bei medizinischem Material zu schließen.

Ein schnelles Ende des Shutdowns betrachtet Ben-Israel als «ungefährlich». Diese teilte er der Schweizer Weltwoche in einem Telefongesprächs mit.

Angela Merkel – das Ende ihrer Kanzlerschaft

Angela Merkel versucht, als starke Kanzlerin von der internationalen Bühne Abschied zu nehmen – wenn sie nicht insgeheim die fünfte Kanzlerschaft anstrebt.

In einer Regierungserklärung (Youtube) sagte die Bundeskanzlerin noch am 23. April: „Wir leben nicht in der Endphase der Pandemie“. Die Bevölkerung werde sich noch lange mit dem Virus und den Einschränkungen im öffentlichen Leben arrangieren müssen.

Angela Merkels Deutung der Ereignisse hat zu einem beispiellosen Stillstand der gesamten Gesellschaft geführt und die Hysterie gefördert. Der Coronaalarmismus ist ein erweitertes Modell ihrer Amtsführung, das ihr schon beim Klimaalarmismus half, das Parlament unter bestimmten Voraussetzungen umgehen zu können.

Im Eilverfahren verabschiedete der Bundestag am 24. März angesichts der angeblichen Coronavirus-Krise eine umfassende Novelle des Infektionsschutzgesetzes. Es wurden Vorbereitungen getroffen, um die Maßnahmen im „Kampf“ gegen das Coronavirus zu verschärfen, die jederzeit und zeitlich unbegrenzt zum Tragen kommen können. Eine breite Mehrheit von CDU/CSU und SPD sowie von FDP und Grünen stimmte für den „Entwurf eines Gesetzes zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite„, der es der Regierung ermöglicht, mit Ausnahmegesetzen und unter Umgehung des Parlaments zu regieren. Die AfD und die Linke enthielten sich. Über die Konsequenzen, die sich aus dem erweiterten Infektionsschutzgesetz und der Sonderrolle des RKI ergeben, berichtete unter anderem heise.de.

Paragraf 28 des Infektionsschutzgesetzes, über den Grundrechte wie Versammlungsfreiheit, Freizügigkeit und die Unverletzlichkeit der Wohnung schon zuvor eingeschränkt werden konnten, haben die Volksvertreter mit einer Regel zu Ausgangssperren erweitert. Das Gesundheitsamt kann demnach Personen unter anderem verpflichten, „den Ort, an dem sie sich befinden, nicht oder nur unter bestimmten Bedingungen zu verlassen“ oder öffentliche Plätze nicht zu betreten.

Fazit

Jedwede Einschränkung der Grundrechte ist mit dem Hinweis auf den Schutz vor Coronaviren sachlich unbegründet. Es ist damit zu rechnen, dass stets neue Varianten der Kontaktsperre dazu dienen werden, die Zeit bis zur Entwicklung eines Impfserums und einer dann möglichen Zwangsimpfung zu überbrücken. Die Installation eines lückendichten Überwachungssystems, an dessen Anfang eine TracingApp stehen wird, findet leider viele Anhänger – aber auch eine zunehmende Zahl von Gegnern.

Faina Faruz

Isaac Ben-Israel studierte an der Universität Tel Aviv Mathematik, Physik und Philosophie, diente bei der israelischen Luftwaffe, beaufsichtigte die militärische Forschung und leitete das Cyberbüro des Premierministers. Seit fünfzehn Jahren ist er Vorsitzender der Israel Space Agency und seit zehn Jahren Chef des nationalen Forschungsrates seines Landes.

Titelfoto: geralt, pixabay

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