Eisige Kälte in Finnland

Finnland erlebt zurzeit die kälteste Herbsttemperatur und die höchste Schneehöhe seit mindestens 60 Jahren. Die Temperatur in Enontekiö, einer Gemeinde im finnischen Teil Lapplands, sank am Dienstag, den 5. November, auf 28,2°C.

Laut newsnowfinland.fi wird sich das kalte Wetter in Finnland in den kommenden Tagen voraussichtlich noch weiter verschärfen, berichtet Elektroverse. Ein kühler Nordostwind treibe die gefühlte Temperatur noch weiter an. Die jüngsten GFS-Läufe bestätigen dies und zeigen, dass die Temperaturabweichungen in ganz Skandinavien das ganze Wochenende über mehr als 20° C unter dem saisonalen Durchschnitt liegen werden.

Niedrige Sonnenaktivität

Elektroverse weist auf die Korrelation der niedrigen Erdtemperaturen mit der zurzeit historisch niedrigen Sonnenaktivität hin. Die Aktivität der Sonne steigt und fällt in einem 11-Jahres-Zyklus. Die Prognose für den nächsten Sonnenzyklus besagt, dass er der schwächste der letzten 200 Jahre sein wird. Das Maximum dieses nächsten Zyklus – gemessen an der Anzahl der Sonnenflecken, einem Standardmaß für die Sonnenaktivität – könnte 30 bis 50% unter dem letzten liegen. Laut NASA zeigen die Ergebnisse, dass der nächste Zyklus im Jahr 2020 beginnen und sein Maximum im Jahr 2025 erreichen wird. Andere Berechnungen gehen von einem Maximum 2022 aus.

Der kommende Sonnenzyklus 25 ist nach Berechnungen der NASA zugleich auch „der schwächste der letzten 200 Jahre“. Welche Auswirkungen sich daraus für die Temperaturen ergeben, ist nicht vorhersagbar. Für den Sonnenzyklus 26, der das Jahrzehnt von 2030 bis 2040 abdeckt, erwarten Klimaforscher eine noch bedeutendere Verringerung der Sonnenaktivität, sagt Larry Bell.

Quelle: Elektroverse

Unterschiedliche Auffassungen

Henrik Svensmark von der Technischen Universität Dänemark behauptet in einem Beitrag in Nature Communications, dass Klimamodelle diese natürlichen Einflüsse auf das Klima stark unterschätzt und die Bedeutung des atmosphärischen CO2 stark übertrieben haben. Kurz gesagt, “weniger Sonnenflecken (schwächere Sonnenwinde) lassen mehr kosmische Strahlen in die Erdatmosphäre eindringen, um Aerosolmoleküle zu ionisieren, die zu Wolken kondensieren, die Abkühlung verursachen. Mehr Sonnenflecken haben den gegenteiligen Effekt – weniger Wolken – wärmere Oberflächentemperaturen.”

Die Max-Planck-Gesellschaft vertritt einen anderen Standpunkt: “Kurz: Der Einfluss des Menschen auf das Klima ist um ein Vielfaches höher als jener der Sonne.” In den vergangenen 30 oder 40 Jahren habe es eher eine leichte Abnahme der Sonnenaktivitäten gegeben. “Damit kann die Sonne auch keinen Beitrag zur globalen Erwärmung leisten.” Der Anstieg der globalen Temperaturen seit den 1970er-Jahren lasse sich nicht mit der Sonne erklären.

“Der beobachtete Temperaturtrend über die vergangenen drei Jahrzehnte ist linear – wie man es durch die steigende Treibhausgaskonzentration erwartet.”

Die Auffassung eines linearen Temperaturtrends widerspricht der Auffassung des IPCC, das angeblich die Mehrheit der Klimaforscher repräsentiert.

Titelfoto: adege, Pixabay

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