Lügen, ohne rot zu werden

Winfried Kretschmann (Bündnis 90/Die Grünen), Ministerpräsident in Baden-Württemberg, davor verbeamteter Gymnasiallehrer für Biologie, Chemie und Ethik, sagt den Schülern nicht die Wahrheit. Er bestärkt ihre Ängste vor der Zukunft und zerstört damit den gesellschaftlichen Zusammenhalt, an den er appelliert.

Falsche Freunde

In einem Beitrag im Handelsblatt schreibt der Ministerpräsident Kretschmann, mit Blick auf die Freitags-Demonstrationen der Schüler: “Die Schülerinnen und Schüler haben vollkommen recht damit: Der Kampf gegen die globale Erwärmung ist die Menschheitsaufgabe des 21. Jahrhunderts. Er entscheidet darüber, ob unser Planet weiter ein lebenswerter Ort bleibt oder nicht. Und dabei geht es eben um kein fernes Zukunftsszenario mehr.”

Der ehemalige Lehrer und jetzige Ministerpräsident drängt Schülern eine Verantwortung auf, deren Last sie unmöglich tragen können, denn dazu fehlt ihnen das Wissen über Möglichkeiten und Grenzen menschlichen Eingreifens in das Naturgeschehen.

“Die Klimakrise hat aber ein Gutes”, sagt Kretschmann: “Sie ist menschengemacht – kein Schicksal, dem wir nicht entrinnen können. Nein, wir haben es selbst in der Hand, die globale Erwärmung zu begrenzen. Wir müssen nur entschlossen und schnell handeln.” Kretschmann fügt hinzu: “Und das gilt besonders für die Bundesregierung.”

Nicht die Schüler sind der Adressat des grünen Ministerpräsidenten, sondern die Bundesregierung, der die Grünen vorwerfen, sie würde den Ausbau Erneuerbarer Energien bremsen. “So fühlt man Absicht, und man ist verstimmt” (Torquato Tasso II.1). Ob die Schüler die Absicht nicht erkennen? Sie werden von den Grünen und den Angegrünten instrumentalisiert, deren Argumente zu schwach sind, um der Bevölkerung ihre Visionen aufzwingen zu können. Sie stützen sich auf einen “Kinderkreuzzug”, den sie selbst mit internationaler Unterstützung entfesselt haben.

Winfried Kretschmann legt den Schülern den Kampf gegen die globale Erwärmung als die Menschheitsaufgabe des 21. Jahrhunderts ans Herz.

Diese maßlose Übertreibung hat einen Fehler, den auch kritische, junge Menschen früher oder später entdecken werden: Der Ministerpräsident verschweigt ihnen, dass der menschliche Anteil am Klimawandel immer noch unbekannt und nicht beweisbar ist.

Das Märchen von dem Klima-Konsens

Es gibt keine Einigkeit unter Klimaforschern, dass der Klimawandel menschengemacht sei. Die Öffentlichkeit wurde durch eine Manipulation getäuscht. Für die weltweite Verbreitung der Unwahrheit, es gebe bezüglich des menschlichen Einflusses auf das Klima einen Konsens, sorgte der damalige US-Präsident Barack Obama. Er erklärte im Mai 2013 per Twitter, 97 % der Wissenschaftler seien sich einig, dass der Klimawandel menschengemacht sei. Damit war der große “97% Konsens” geboren und diente fortan bis auf Weiteres der Politik dazu, die Dekarbonisierung auf die Agenda zu setzen und Kritiker der Hypothese einer globalen, durch Menschen verursachten Erwärmung zum Schweigen zu bringen.

Der Spiegel berichtete 2014, dass anlässlich des UNO-Klimagipfels in New York 97 Wissenschaftler eine gemeinsame Erklärung veröffenlicht hatten und mit ihrer Kampagne suggerierten, es herrsche Einigkeit unter 97 Prozent der Klimaforscher. “Doch damit täuschen sie die Öffentlichkeit”, urteilte damals der Spiegel.

Winfried Kretschmann fördert die Spaltung der Gesellschaft

Die Strategie der 97 Forscher habe viel Beifall von Umweltverbänden erhalten, sagt der Spiegel, aber er sei auch auf Unverständnis gestoßen: “Derartig einfache Botschaften stärkten meist die Polarisierung der Gesellschaft, gibt Dan Kahan von der Yale Law School zu bedenken, ein Experte für gesellschaftliche Kommunikation.”

Die Grünen in Deutschland teilen ihre Auffassung unter anderem mit dem Plan Green New Deal, der in den USA Grüne, Demokraten und Umweltverbände spaltet. So bezeichnete der international bekannte Klimaforscher James Hansen den Green New Deal in einer Fernsehdebatte gerade heraus als “Unsinn”.

Winfried Kretschmann sieht in der Klimakrise eine Chance für die Gesellschaft. “Denn uns ist in den letzten Jahrzehnten die große Idee abhandengekommen. Das gemeinsame Projekt, das uns verbindet und antreibt. Der Kampf gegen die Klimakrise könnte ein solches Projekt sein, das Sinn und Gemeinschaft stiftet. „Den Planeten retten“ als neue Erzählung, die uns zusammenbringt und zum gemeinsamen Tun motiviert – was für eine großartige Vorstellung. Gehen wir sie an!”

Vielleicht liegt der Ethik-Unterricht des Lehrers Kretschmann schon zu lange zurück. Oder die Politik sorgt vielleicht für den drastischen Verlust ethischer Werte. Möglich wär’s. Bei den Grünen.

Über ihre ehrgeizigen Klimakonzepte lassen die Grünen nicht mit sich diskutieren, egal wie grün jemand ist. Diese Erfahrung machte 2008 jedenfalls Hubert Kleinert, der sich nach einer sachlichen Frage zum Ausstieg aus der Kernenergie “wie in einer Gemeinschaft der Rechtgläubigen” und moralisch stigmatisiert fühlte.

Aber was ist das alles im Vergleich zu einer Lüge gegenüber Kindern und Jugendlichen, die auf Erwachsene vertrauen können müssen, um sich ein eigenes Wertesystem aufbauen zu können?

Jens Krüger

Titelfoto: GoranH, pixabay

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3 Gedanken zu „Lügen, ohne rot zu werden

  1. Der Wald stirbt, so wie die Korallen durch Climate Geoengineering (Klimakontrolle)!
    https://dudeweblog.wordpress.com/2019/09/23/der-wald-stirbt-so-wie-die-korallen-durch-climate-geoengineering-klimakontrolle/

    Was ist die Ursache der Temperaturverschiebung und der Unwetter, die kaum ignorierbar sind?

    Zunächst die Bestätigungen:

    Ja, es gibt einen unnatürlichen Klimawandel!
    Ja, es gibt eine unnatürliche Erwärmung der Troposphäre und der Erdoberfläche!
    Ja, die Auswirkung der Wandel sind schlimm und sie werden gefährlicher!
    Ja, dieser Klimawandel ist “menschengemacht”!
    Wir befinden uns in eine Phase der globalen Transformation im Sinne und mit Mitteln des Climate Geoengineering!

    Im Jahre 1960, noch unter militärischer Geheimhaltung, hieß es ganz offen und ehrlich, dass die USA für “geophysical warfare” Methoden der “climate control” anwenden müssten und daraus diverse “climate changes” zu erwarten wären.

    Bedenken Sie bitte, dass bewusst nicht von “weather control” und “weather changes”, also keinen punktuellen kurzfristigen Anwendungen die Rede ist, sondern die langfristige klimatische Implementation geplant wurde.

    Im Jahre 1965 beauftragte Präsident Lyndon B. Johnson eine große Komission von Akademikern, eine für die Öffentlichkeit verträgliche Version des Memorandums zur Klimakontrolle zu schreiben. In dem neuen Papier ging es überhaupt nicht mehr um die Kriegsführung, sondern nur noch um “Umweltschutz”, unterfüttert mit einem Geflecht von Lügen, die auf die Behauptung einer “Erderwärmung durch CO2” aufgebaut wurden.

  2. An Friday for Future: CO2 Steuer, aber wie?

    Ich würde mir wünschen, dass hier nicht nur die Forderung nach einer CO2 Steuer in den Raum gestellt wird, sondern auch ein Lösungsvorschlag wie sie umgesetzt werden soll.

    So besteht bei Gasheizungen die Möglichkeit auf Biogas umzustellen. Hierdurch lässt sich der CO2 Ausstoß der Anlage durch einen einfachen Vertragswechsel auf 0g reduzieren. Fährt man aber einen Diesel und würde auf 100% Biodiesel umstellen, zählt dies nicht. Grund dafür ist, dass große landwirtschaftliche Flächen an die Biodiesel Produktion fallen würden. Wird diese Fläche aber genutzt, um in einer Biogas-Anlage Strom zu erzeugen, darf der Zug oder das eAuto damit fahren und es werden 0g CO2 angerechnet. Wie würdet ihr damit umgehen?

    Ein anders Thema ist die Reduzierung von CO2 Senken. Der Grundgedanke der Regenerativen Energie ist, dass das ausgestoßene CO2 wieder direkt gebunden wird. Doch wenn die Fläche reduziert wird, geht diese Rechnung nicht mehr auf. Auf einem ungenutzten Dach mag eine Solaranlage keine Flächenkonkurrenz sein. Doch bepflanzte Dächer können vor allem in Städten die Luftqualität verbessern, und in ländlichen Bereichen als Solarfarmen stellen sie eine direkte Flächenkonkurrenz dar. Wie würde dies bei einer CO2 Steuer bewertet?

    Und wie würdet ihr mit Thema Oxidationswasser und Wasserdampf aus Kühltürmen umgehen? Bei der Verbrennung von fossilen Brennstoffen entstehen gewaltige Mengen an Wasserdampf (mehr als CO2). Dieser Wasserdampf ist ein weitaus wirksameres Treibhausgas als CO2 und wirkt diesem in den unteren Luftschichten entgegen. Auch als Regen könnten wir ihn derzeit gut gebrauchen.

    Das sind nur drei Beispiele, die belegen, dass eine gerechte und sinnvolle Besteuerung nicht einfach wird und viele Ausnahmen und Sonderfälle zu beachten sind. Ähnlich dem Versuch, die Bewegung der Gestirne geozentrisch zu beschreiben.

    Wenn das Probleme komplex erscheint, hilft es häufig, den Blickwinkel zu ändern. (Geozentrisch – Heliozentrisch). So wird derzeit der CO2 Ausstoß als unser Hauptproblem bezeichnet. Jedoch ist unser eigentliches Hauptproblem der Anstieg der CO2 Konzentration in unserer Atmosphäre. Neben dem CO2 Ausstoß wäre dann aber auch eine fehlende CO2 Bindung eine mögliche Ursache.

    Vereinfacht betrachtet ist unsere Atmosphäre eine Art Waschbecken. Es gibt verschiedenen Hähne, aus denen CO2 in das Becken fließt und einen CO2 Abfluss, den die Pflanzenwelt darstellt. Damit ein Waschbecken nicht überläuft, muss mehr abfließen können als zufließt.

    Und an dieser Stelle kann ich die zukünftige Generation beruhigen, denn es gibt eine Pflanzenkombination, die mehr CO2 binden kann als wir derzeit ausstoßen. So binden die C4 Pflanzen etwa 23% des gesamten CO2 Ausstoßes, obwohl sie nur 5% der Pflanzenwelt ausmachen. Würden wir lediglich ihren Anteil von 5% auf nicht mal 6% ändern, könnte der heutige 1,5% CO2 Überschuss komplett ausgeglichen werden. Es gibt also eine Lösung für eure Zukunft.

    Wenn der Abfluss somit groß genug ist, warum fließt das CO2 dennoch nicht ab? Wie jeder Klempner weiß, kann dies dann nur noch an einem verstopften Abfluss liegen. Die wesentliche Frage, die wir also klären müssen ist: Was hindert die Pflanzen heute daran ausreichend CO2 zu binden?

    Milliarden von Jahren lief alles trotz Katastrophen mehr oder weniger stabil. Nur seit ungefähr 100-150 Jahre bringt ein 3% CO2 Ausstoß des Menschen alles aus dem Gleichgewicht. Auf die Frage, was wir in dieser Zeit alles geändert haben, fallen mir folgende Dinge ein. Zu einem haben wir die Nutzung der Verbrennung perfektioniert und intensiviert. Es ist eine Verstädterung eingetreten. Wir nutzen schwefelarme Brennstoffe. Und wir haben Moore trockengelegt und Drainagen verlegt.

    Wie bereits oben zu lesen, gibt es eine Pflanzenkombination die unseren gesamten CO2 Ausstoß kompensieren sollte, deshalb halte ich es für unwahrscheinlich, dass unsere gezielte Nutzung der Verbrennung daran hauptsächlich schuld ist.

    Die moderne Lebensweise sowie die Verstädterung haben dazu geführt, dass ungefähr 1,5% der Landfläche überbaut sind. Ob diese Übereinstimmung mit der nicht kompensierten CO2 Ausstoß Menge reiner Zufall ist, vermag ich nicht zu beantworten. Ich sehe hier mehr das Problem von Schadstoff Hotspots. Unsere Abluft hat einen weiteren Weg zur Natur. Wenn beim Städtebau nicht auf Frischluftschneisen geachtet wird, führt dies zu einem Rückstau und zu schlechten Luftwerten. Dazu beunruhigt mich der Artikel vom Insektensterben durch Windräder (https://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/windkraftanlagen-toeten-im-sommer-taeglich-milliarden-insekten-a-1259462.html ) insofern, dass fast zweimal pro Monat das komplette Luftvolumen Deutschlands bis 2km Höhe durch die Windkraftwerke strömen. Um aus Wind Strom zu gewinnen, reduzieren diese Anlagen die Windgeschwindigkeit um 2/3. Es heißt zwar, diese Anlagen haben keinen Einfluss auf das Klima. Doch angesichts dieser Zahlen bezweifele ich dies stark. Hinzu kommt, dass an den Anlagen ein Druckabfall entsteht. Dieser Druckabfall führt zu Kondensatbildung. Je nach Windgeschwindigkeit, Luftfeuchte, … macht dies überschlagen 1-50% der gesamten Niederschlagsmenge in Deutschland aus. 2017 war das Rekordjahr der Windenergie. 2018 war eines der trockensten Jahre. Ist dies reiner Zufall oder gibt es da einen Zusammenhang? Und welchen Einfluss hat das Oxidationswasser?

    In den 80ern wurde die Reduzierung der Schwefel-Dioxid-Emissionen wegen des Waldsterbens gefordert. Die Prophezeiungen sind nicht eingetreten, ob das Ganze blinde Hysterie war oder nicht streiten sich die Gelehrten bis heute. Doch neben den negativen Eigenschaften des Schwefels gibt es auch positive Eigenschaften. So benötigen die Pflanzen zur Bindung von Stickoxiden Schwefel. Mit 1kg Schwefel werden bis zu 13kg Stickoxid gebunden. Auch zur Bildung von Senfölen (natürliche Abwehr gegen Fressfeinde) benötigen die Pflanzen Schwefel. Außerdem wird Schwefelsäure in der Landwirtschaft genutzt um die Entwicklung von Feinstaub zu unterbinden. Und angesichts des steigenden Bedarfes an schwefelhaltigem Dünger in der Landwirtschaft, würde ich einen Einfluss auf die CO2 Konzentration der Atmosphäre nicht ausschließen.

    Doch den Hauptverursacher unseres Klimaproblem sehe ich in der Absenkung unseres Grundwassers und der Trockenlegung von Mooren durch Drainagen. So reagieren vor allem die C3-Pflanzen (95% aller Pflanzen) sehr empfindlich auf Trockenheit und drosseln bzw. stellen die CO2 Bindung bei Wassermangel ein. Trockene Böden besitzen eine 50% niedrigere Wärmespeicherkapazität als nasse Böden. Dies könnte ein Grund für unser extremes Wetter sein. (Auf-/Ablandiger Wind an der Küste, Wüsten Tag/Nacht Schwankungen). Hinzu kommt noch, dass trockene Böden anfangen zu verwesen und CO2 ausstoßen, anstatt es langfristig zu speichern. So haben Kieler Forscher (https://www.abendblatt.de/ratgeber/wissen/article121207204/Treibhausgase-Kieler-Forscher-messen-den-Atem-der-Boeden.html ) herausgefunden, dass bei einer Absenkung des Grundwassers um 20cm der CO2 Ausstoß des Bodens um 30T CO2 pro ha und Jahr steigt. Damit läge der Mehr-Ausstoß des Bodens in Deutschland bei rund 1080 Millionen Tonnen und somit deutlich höher als der gesamte Ausstoß Deutschlands mit 850 Millionen Tonnen. Selbst wenn sich nur ein 10tel davon auf alle Böden übertragen ließe, würde der Ausstoß des Bodens etwa dem des gesamten Verkehrs entsprechen. Neben dem CO2 stoßen verwesende Böden Methan aus, welches in die oberen Schichten der Atmosphäre gelangen können und dort oxidieren. Der dabei dort entstehende Wasserdampf wirkt dann nicht mehr kühlend, sondern wärmend (Treibhauseffekt).

    Wir haben damit nicht den CO2 Hahn zu weit aufgedreht, sondern den CO2 Abfluss derart verstopft, dass es wieder hochkommt.

    Deswegen, rettet die Humusschicht! So rettet ihr eure Zukunft sowohl klimatisch als auch wirtschaftlich.

    Und damit zu meiner letzten Frage: Wie würdet ihr den Arbeitsmarkt ändern? Der Ruhrpott hat den Wandel schon hinter sich und, wie ihr der Zeitung aus den letzten Tagen entnehmen könnt, verloren und gehört heute zu den ärmsten Regionen Deutschlands, obwohl in den letzten 40-50 Jahren Million wenn nicht Milliarden hineingepumpt wurden. Was würdet ihr anders machen um dies zu verhindern? Und wie geht ihr mit der Problematik um, dass 99% aller Rohstoffe für die alternativen Energien sich unter chinesischer Kontrolle befinden?

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