Blackouts in Südaustralien

Energiekrise in Südaustralien

Blackouts in Südaustralien wegen zu hohen Stromanteils der Erneuerbaren Energien

Die unabhängige französische Nichtregierungsorganisation Global Electrification hat am 27. März 2017 eine Studie veröffentlicht, die sämtliche Träume von einer vollständigen Energieversorgung durch Sonne und Wind beenden dürfte. Die Europäische Physikalische Gesellschaft weist darauf hin, dass die Integration von intermittierenden Quellen (Sonne und Wind) bei einem Stromanteil von mehr als 30% bis 40% schwierig werden wird. Die aktuelle Krise in South Australia bietet eine experimentelle Bestätigung für diese Annahme.

Die Strompreise steigen in Südaustralien und gleichzeitig wird die Stromversorgung schlechter. Dies hängt der Studie zufolge mit einem zu hohen Anteil der Erneuerbaren Energien zusammen. Dieses Missverhältnis sorgt dafür, dass die zornigen Einwohner Südaustraliens das Problem zu einem politischen Thema machen. Der Notfallplan, den die Regierung jetzt aufgestellt hat, prognostiziert für Süd-Australien in den nächsten zwei Jahren Stromausfälle an 125 Tagen und bereitet die Bevölkerung darauf vor, dass im nächsten Sommer mit einer “sehr hohen Wahrscheinlichkeit” Stromkürzungen erfolgen werden.

 

Halbherziger Rückzug

In Süd-Australien hat der Strom aus Erneuerbaren Energien einen Anteil von fast 50 Prozent am Strommix erreicht. Einen Blackout am 28. Februar 2016 konnte Süd-Australien damals noch durch ein Kohlekraftwerk abfangen. Im Mai 2016 wurden die letzten beiden Kohlekraftwerke jedoch still gelegt, sodass der nächste Blackout, der sich wenige Monate später im September 2016 ereignete, folgenschwere Konsequenzen hatte.

Der Notfallplan der Landesregierung sieht jetzt den schnellen Bau von Gaskraftwerken vor. An Stelle des funktionierenden Kohlekraftwerks baut Süd-Australien jetzt für umgerechnet 13,6 Milliarden Euro Gaskraftwerke. Es bleiben sechs Monate Zeit bis zum nächsten heißen Sommer. Der Bevölkerung
ist laut Studie die Zerbrechlichkeit ihres Energiesystems bewusst geworden. Die Presse beschäftigt sich mit den Sorgen der Bürger und den empfindlichen finanziellen Verlusten zum Beispiel der Supermärkte. Die Zerstörung von fünfzig menschlichen Embryonen im September 2016, die hätten transplantiert werden sollen, wird voraussichtlich ein gerichtliches Nachspiel haben.

 

Die wichtigsten Erfahrungen

Die Erfahrungen in Süd-Australien seien von unschätzbarem Wert, heißt es in der Studie. In der Zusammenfassung werden folgende Tatsachen zusammengefasst:

  • Der Übergang auf 35 bis 50% intermittierende Quellen wurde von zahlreiche Stromausfällen begleitet, die Unternehmen ebenso wie private Stromverbraucher stark behindert haben. Hinzu kommen physische Risiken wie beispielsweise die Zerstörung von Embryonen beim Blackout im September 2016.
  • Die AEMO (Australien Energy Market Organisation) kündigt innerhalb der nächsten zwei Jahre an 125 Tagen Stromknappheit an. In der Erklärung heißt es: „In Wirklichkeit ist es nicht möglich ist, jeden Standort zu verwalten, an dem die Temperatur den ganzen Tag über 40° C beträgt.”
  • Die Strompreise waren vor der Stromkrise in Süd-Australien doppelt so hoch wie in Frankreich und die höchsten in Australien.
  • Die Regierung favorisiert weiterhin die Entwicklung von Solar- und Windenergie und präsentiert einen teuren Notfallplan. Der Bau von Gaskraftwerken genießt Priorität, aber sie emittieren Treibhausgase, auch wenn sie weniger schädlich für den Kampf gegen die globale Erwärmung sind. Verglichen mit Frankreich würden die Gaskraftwerke einer Notfall Kapazität von fünf EPR-Reaktoren entprechen. Die Abkürzung EPR steht für den größten Kernreaktor-Typ des französischen Nuklearkonzerns Areva.
  • Die Regierung will die Verbraucher zwingen, einen Anteil von mindestens 36% an nicht-intermittierendem Strom zu akzeptieren.
  • Der Batteriespeicher könnte als ergänzende Maßnahme in Erscheinung treten. Diese Lösung hält die Regierung offenbar noch nicht reif zu sein. Und sehr teuer.
  • Die Gesamtkosten für Strom Staat South Australia werden explodieren, einerseits durch die Kosten für ein Kohlekraftwerk in einem Nachbarstaat, vor allem aber durch den Preis, wenn in wenigen Monaten der Plan umgesetzt werden wird. Umgerechnet auf Frankreich lägen die Mehrkosten in der Größenordnung von 13,6 Milliarden Euro.

 

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Foto: Peter Dargatz, pixabay

 

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Die chaotische Windkraft ist die Ursache für Süd-Australiens Blackout

cohesion-1156942_640Die bisher bekannten großflächigen Stromausfälle (Blackouts) haben unterschiedliche Ursachen, wie zum Beispiel der Stromausfall 2003 in den USA, der durch einen Softwarefehler verursacht wurde, oder der Stromausfall in Europa im November 2006, der auf einer mangelhaften Planung einer zeitweiligen Abschaltung zweier Hochspannungsleitungen beruhte. Neu sind dagegen systembedingte Blackouts, die nicht auf einzelnen Fehlern beruhen, sondern ausschließlich mit der Einspeisung des Stroms aus Erneuerbaren Energien in die Stromnetze zusammenhängen.

Das Risiko flächendeckender Blackouts steigt, weil die Stromsysteme nicht mit schnellen oder großen Frequenzschwankungen der Erneuerbaren Energien fertig werden können.

Ein Untersuchungsbericht der Australischen Energiemarktkommission, über den “Stop These Things” * informiert, kommt zu dem Ergebnis, dass Frequenzschwankungen am 28. September letztlich zu einem “schwarzen System” (Blackout) in Süd-Australien geführt haben. Die Kommission war im Jahr 2005 von der australischen Regierung eingesetzt worden, um die wichtigsten Energiemärkte zu überwachen. Sie fand heraus, dass das Netz am sichersten sei, wenn Spannung und Frequenz durch einen sofortigen Ausgleich der Stromversorgung gegenüber der Nachfrage ausbalanciert werden. Große Abweichungen oder schnelle Frequenzänderungen könnten die Abschaltung der Stromquellen zur Folge haben, was möglicherweise zu kaskadierenden Stromausfällen und schließlich zu einem “schwarzen System” führe, warnt der Bericht.

In Südaustralien war am 28. September die Stromversorgung zusammengebrochen, nachdem Stürme die Übertragungsleitungen außer Funktion gesetzt hatten und das vom Wind abhängige Stromnetz des Staates nicht mit der plötzlichen, schnellen und großen Frequenzabweichung fertig werden konnte. Zugleich war die Verbindung mit Victoria unterbrochen, auf die Süd-Australien für eine stabile Grundlast hätte zurückgreifen können.

Der Kommissions-Bericht besagt, dass Spinngeneratoren, Motoren und andere Vorrichtungen, die mit der Frequenz des Elektrizitätssystems synchronisiert sind, in der Vergangenheit eine natürliche Trägheit geschaffen haben, die es dem System ermöglicht hat, unkontrollierte Frequenzänderungen zu bewältigen. Aber Technologien wie Wind oder Solar haben keine oder eine sehr niedrige Trägheit und daher nur eine begrenzte Fähigkeit, schnelle Frequenzänderungen zu dämpfen. “Die Suche nach neuen Wegen zur Trägheit und Reaktion auf Frequenzänderungen erfordere Arbeit”, sagte Kommissionspräsident John Pierce.

Der Energieminister Josh Frydenberg erklärte, die Regierung von Turnbull habe den Bericht begrüßt, da er die Angriffe auf die Verfolgung unrealistisch hoher Ziele in Bezug auf die Erneuerbare Energien stärke. “Sie haben nicht berücksichtigt, dass die zunehmende Menge an Solar- und Windenergie, die sie in das System einspeisen, die Energiesicherheit auf dem nationalen Strommarkt verringert”, sagte er. Die zunehmende Menge an Solar und Wind sei eine echte Herausforderung für die Sicherheit des nationalen Elektrizitätsmarktes, da es sich um nicht-synchrone Erzeugungstechnologien handle. Statt dessen habe man mit Blick auf die Vorteile von Wasserkraft, Gas und Kohle die Sicherheit des Stromnetzes für selbstverständlich gehalten. Da mehr intermittierender Strom ins Netz komme, müssten neue Märkte für Dinge wie Trägheit geschaffen werden, die für die Energiesicherheit wesentlich seien.

Der australische Energieminister Tom Koutsantonis sagte, es gebe eine dringende Notwendigkeit für eine nationale Politik, die Erneuerbaren Energien in den nationalen Energiemarkt zu integrieren. Der aktuelle Mangel an föderaler Führung zu diesem Thema sei, dass Kohlekraftwerke in einer ungeplanten Art und Weise vom Markt genommen werden, ohne Investitionen in die neuen Entwicklungen zu tätigen.

Kritiker warnen vor einem schnellen Ausstieg aus Kohle und Gas, weil dadurch die Gefahr von Blackouts wachse. “Stop These Things” bezeichnet es als blamabel, dass der australische Energiemarktbetreiber (AEMO), der für den Betrieb der größten Gas- und Elektrizitätsmärkte Australiens und der Energiesysteme verantwortlich ist, versucht, die Windparkbetreiber wegen angeblich fehlender Informationen zur Gefahr eines Blackouts zu beschuldigen, selbst aber nicht über das technologische Risiko eines flächendeckenden Blackouts informiert zu sein scheint. Es würde genügen, im Internet zu recherchieren, um das technologische Risiko zu begreifen, sagen die australischen Windkraftgegner und verweisen auf Siemens, eine Quelle, die auch deutschen Windkraftanlagenbetreibern und Verantwortlichen leicht zugänglich ist. Siemens wäscht seine Hände in Unschuld, denn das Unternehmen, eines der vier größten Windkraftanlagenbauer der Welt, weist auf seiner Internetseite (in englischer und deutscher Sprache) auf das Risiko hin:

“Die Natur stellt uns vor verschiedene Herausforderungen. Starker Wind kann extrem hohe mechanische Belastungen erzeugen, daher sind Windkraftanlagen normalerweise so programmiert, dass sie sich automatisch abschalten, wenn die Windgeschwindigkeit im 10-Minuten-Durchschnitt 25 m/s überschreitet. Dies kann eine erhebliche Herausforderung für das Netzsystem darstellen, z. B. wenn sich die Anlagen in großen Windparks gleichzeitig abschalten. Das „High Wind Ride Through“-System zur Verbesserung der Netzstabilität ersetzt das festgelegte Abschalten bei einer bestimmten Windgeschwindigkeit durch eine intelligente, lastabhängige Reduktion der Leistung bei hohen Windgeschwindigkeiten. Diese Lösung ermöglicht eine stabilere Netzeinspeisung durch Windkraftanlagen.”

Stabiler als was? “Stabilere” heißt: Nicht stabil. Sind die Netzbetreiber auf eine gleichzeitige Abschaltung großer Windparks bei Sturm oder Hackerangriffen vorbereitet? Südaustralien hatte sein letztes Kolekraftwerk erst im April 2016 abgeschaltet.

Noch sind Kohle- und Kernkraftwerke in Deutschland in Betrieb. Aber die Energieziele der Bundesregierung haben ein Eigenleben entwickelt und sich von den physikalisch-technischen Möglichkeiten losgelöst. Mit jeder neu hinzu kommenden  Windkraftindustrieanlage und der gesetzlichen Regelung, dass Erneuerbare Energien vorrangig ins Stromnetz eingespeist werden, wächst die Gefahr für einen längerfristigen Blackout. Der Stromausfall geht schnell, nicht aber die Synchronisation der Netze. Sie kann Tage, wenn nicht Wochen dauern.

“Windkraftanlagen tun was bei Stürmen? Nein, können Sie nicht hören?”

Quelle:

Chaotic Wind Power the Cause of South Australia’s Infamous Blackouts

*”Stop These Things” ist eine australische “Küchentisch Gruppe” (“kitchen table group”), die über Fehlentwicklungen der Windindustrie und Energiepolitik in Australien informiert. Die Gruppe besteht aus Bürgern, ist nach eigenen Angaben von keiner politischen Partei oder der Industrie abhängig und erhält auch keine Finanzierung von außenstehenden Gruppen oder Einzelpersonen. Sie informierte unter anderem über den Blackout im September 2016.

Foto: pixabay


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Untersuchungsergebnis: Süd-Australiens Blackout im September ist ein Problem der Windindustrie

pixabay

Es war eine automatische Abschaltung von Windrädern, die im September 2016 in Süd-Australien zu einem landesweiten Blackout führte. Damit bestätigt der australische Netzbetreiber AEMO (Australian Energy Market Operator) in einem vorläufigen Untersuchungsbericht erste Einschätzungen der ABC News, über die wir berichtet hatten. Von dem Blackout waren 1.677.000 Bewohner betroffen.

Ein Sturm hatte für einen plötzlichen Lastabwurf und für einen Dominoeffekt gesorgt, von dem sechs verschiedene Stellen innerhalb von wenigen Sekunden betroffen waren. Durch den plötzlichen Abfall der Stromleistung um 315 Megawatt, bei gleichzeitiger Überlastung des Interkonnektors mit Victoria, brach das gesamte Netz zusammen, sagt AEMO- Forschungsdirektor Brett Hogan.

Die Süd-Australische Regierung und die Industrie der Erneuerbaren Energien könne die Ursache nicht länger auf das Wetter schieben. Die Ursache sei eindeutig der unerwartete Ausfall der Windkraftanlagen. Ein Gaskraftwerk sei benötigt worden, um das Stromnetzwerk am späten Abend wieder zu starten, sagt Hogan. Wenn man sich auf das Wetter verlasse, um Strom zu erzeugen, und die Wetterverhältnisse ungünstig werden, solle man nicht überrascht sein, wenn das Stromsystem nicht passend darauf reagiert, fügte er hinzu. Hogan räumt den Erneuerbaren Energien zwar einen Platz im zukünftigen Stromversorgungssystem Australiens ein, aber er meint, dass ihr unkontrollierter Ausbau, der durch öffentliche Subventionen gefördert werde, beginne, Australien Schaden zuzufügen.

Zum Vergleich: Die Fläche Südaustraliens ist fast drei Mal so groß wie die Deutschlands (983.480 km²/ 357.375 km²). Die Bevölkerungsdichte Südaustraliens beträgt 1,72 Einwohner je km², in Deutschland 230 Einwohner pro km². 

Quellen:

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Blackout in Südaustralien! 1.677.000 Bewohner betroffen.

In Südaustralien fiel für 1.677.000 Bewohner wegen eines Sturms am heutigen Mittwoch der Strom aus, weil sich die Windräder automatisch abgeschaltet hatten, berichtet ABC News.

Der Premier Südaustraliens, Jay Weatherill, hat bestätigt, dass ein Sturm einen Teil der Infrastruktur zerstört und den Shutdown-Schutz aktiviert hat. Die Stromversorgung sei unterbrochen worden, weil die Generatoren zur Stromversorgung keinen Strom mehr erhielten.

Auch das Backup-System könne erst nach einem Reset des Systems wieder funktionieren. Zwar gebe es eine Reihe von Back-up-Generatoren, sagte Premier Weatherill, aber die Anzahl der Stunden, die nötig sei, um die Leistung wieder herzustellen, sei nicht bekannt.

Südaustraliens Strommix besteht aus Wind, Sonne und Gas. Im Mai wurde das Nordkraftwerk in Port Augusta Alinta geschlossen, Kohle wurde aus der Stromversorgung entfernt. Von dem Moment der Schließung des Kraftwerks an, sagte der Chef des Australian Energy Council, Matthew Warren, hätte der Staat weniger Back-up-Energie an den Tagen des Spitzenbedarfs zur Verfügung. Er habe auch gesagt, dass der Staat eine größere Abhängigkeit von erneuerbaren Energien und vom Grundlaststrom aus Victoria hätte. Im Mai habe er gesagt, die Realität für Südaustralien sei, “dass wir in unbekannten Gewässern sind.” Er hoffe es nicht, aber es gebe ein erhöhtes Risiko für mehr Stromausfälle.

Der Bundesenergieminister Josh Frydenberg wolle klären lassen, wie dieses extreme Wetterereignis die Gesamtheit der Stromversorgung eines großen Staates wie Südaustralien unterbrechen konnte. Der Premier Weatherill habe bestätigt, dass die Windkraftanlagen tatsächlich stoppen würden, wenn es zu windig sei. Auf die Frage von ABC, ob jemand das habe kommen sehen, habe er geantwortet, dass es in ganz verschiedenen Vororten in den letzten Jahren mehrere Stromausfälle gegeben habe, einschließlich für 10.000 Grundbesitzer, die Anfang des Monats wegen nassen Wetters keinen Strom erhielten. Davon seien auch Patienten, die auf lebenserhaltende Maschinen angewiesen seien, betroffen gewesen.

Senator Nick Xenophon habe das Ereignis als eine Schande beschrieben. “Wenn Köpfe rollen müssen, soll es so sein”, habe er gesagt. Bundesenergieminister Josh Frydenberg habe die riesigen Auswirkungen für so viele Menschen als unangemessen bezeichnet. Auf die Frage, wer für den Fall haften würde, sei der Premier wortkarg geblieben.

Die Probleme stehen nach Angaben von ABC “in den kommenden Wochen” in Australien zur Diskussion.

Quellen:


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Setzt der BUND bei der Fokussierung auf den Klimawandel falsche Prioritäten?

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Der BUND setzt falsche Prioritäten

Die Schlussfolgerung, dass der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) mit seiner Fokussierung auf den Klimawandel falsche Prioritäten setzt, liegt nahe, wenn man das Ergebnis einer wissenschaftlichen Studie aus Australien betrachtet.

Der Klimawandel sei eine Herausforderung für Natur und Mensch, sagt der BUND: “Neben der Zerstörung und Zerschneidung von Lebensräumen beeinträchtigt auch der Klimawandel die biologische Vielfalt.”

Es ist jedoch der BUND, der gemeinschaftlich mit den meisten anderen großen Naturschutzverbänden und vielen NGOs die Zerstörung und Zerschneidung von Lebensräumen vorantreibt. Er fordert und fördert den massiven Ausbau von Windkraftindustrieanlagen, die das Klima retten sollen, aber zusammenhängende Waldgebiete auseinanderreißen, Menschen und Tiere aus ihrer angestammten Heimat verjagen, Vögel und Fledermäuse zu Hunderttausenden töten.

Die australische Studie nährt den Verdacht, dass es sich bei der Energiewende lediglich um den weltumspannenden, gigantischen Versuch handelt, das kapitalistische Wirtschafts- und Gesellschaftssystem vor dem Kollaps zu bewahren und dazu dem öko-industriellen Komplex mit seinen Vorstellungen von einer neuen Gesellschaftsstruktur (NWO) an die Macht zu verhelfen. Dies würde auch die Duldung der verheerenden Auswirkungen auf die Ökologie erklären, die auf grünen Facebookseiten wie Klimaschutznetz, Deutsche Umweltstiftung oder Franz Alts Sonnenseite nicht thematisiert werden dürfen, ohne dass dies zur Löschung von Kommentaren und zum baldigen Ausschluss führt.

Australische Wissenschaftler äußern in einem Beitrag im Fachjournal “Nature” ihre Befürchtung, dass die Fokussierung auf den Klimawandel dazu führen könne, dass Prioritäten beim Artenschutz falsch gesetzt werden.

Die Gefährdungen der Artenvielfalt durch den Klimawandel steht erst an siebter Stelle

Eine neue Studie von Wissenschaftlern an der University of Queensland in Brisbane, Australien, bestätigt, dass die weltweite Artenvielfalt derzeit weniger von Klimaveränderungen als von Gefahren wie der Übernutzung von Ressourcen und der Landwirtschaft bedroht ist. Momentan stünden Gefährdungen durch den Klimawandel erst an siebter Stelle der Ursachenliste, sagen die Forscher. Sie bezogen fast 8700 Spezies in ihre Analyse ein, die auf der Roten Liste bedrohter Arten der Weltnaturschutzunion (IUCN) stehen. Die Wissenschaftler stellten fest, dass 72 Prozent von ihnen durch die Übernutzung von Ressourcen bedroht sind. Diese betreffe entweder die jeweilige Art selbst oder Teile ihres Lebensraums. So seien allein mehr als 4000 Spezies durch Waldrodungen bedroht, schreiben die Forscher. An zweiter Stelle stehe die  Landwirtschaft, weil die dafür genutzten Flächen als Lebensraum verlorengingen, an dritter Stelle stehe die Urbanisierung.

Der Klimawandel könne zwar künftig eine große Gefahr für die Artenvielfalt darstellen, dringlicher sei es aber momentan, die “alten Feinde” zu bekämpfen. Dabei könne die Aufrechterhaltung einer intakten Fauna und Flora helfen, künftige Gefahren durch den Klimawandel zu entschärfen, sagen die Forscher.

Quellen:

 

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Bahnbrechende australische Studie über die Infraschall-Wirkung von Windrädern

Es besteht ein Zusammenhang zwischen dem Infraschall von Windkraftanlagen und Beschwerden von Anwohnen über “unerträgliche Empfindungen”. In einer bahnbrechenden Studie über den Pacific Hydro Cape Bridgewater Windpark im Bundesstaat Victoria konnte Australiens führender Akustiker Steven Cooper nachweisen, dass ein einzigartiges Infraschall-Muster, das er als “Wind Turbine Signature” in früheren Studien bezeichnet hatte, (durch eine “Trendlinie”) mit dem Auftreten und der Schwere der Symptome von Einwohnern, die sich wegen unerträglicher Empfindungen” beschwert hatten, korreliert.

Dazu zählen Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Herzrasen, Druck im Kopf, Ohren oder Brust, etc., wie sie von den Bewohnern beschrieben wurden (die Symptome sind in der Regel als Wind Turbine Syndrom (WTS) oder unter dem Euphemismus “Lärmbelästigung” bekannt, der Verf.). [1]

Mark Duchamp, Chairman des World Council for Nature (WCFN), fasst die Ergebnisse der Studie zusammen, die wir im folgenden in deutscher Übersetzung wiedergeben.

Ergebnisse der Infraschall-Studie

Der Akustiker Mark Duchamp identifiziert “diskrete niederfrequente amplitudenmodulierte Signale”, die von Windkraftanlagen emittiert werden. Er fand heraus, dass die Windpark-Opfer darauf reagierten.

Die “Wind Turbine Signature” ist mit herkömmlichen Messindizes nicht zu erfassen, wie dB (A) oder dB (C) und 1/3 Oktavband, lautet die Schlussfolgerung der Studie. Statt dessen müsse eine Schmalband-Analyse verwendet werden, wobei die Ergebnisse in dB (WTS) ausgedrückt werden.

Er schlägt medizinische Studien vor, die Infraschall in dB (WTS) messen, um die Schwelle festzulegen, die im Hinblick auf die Schalldruckpegel inakzeptabel ist.

Die Ergebnisse stehen im Einklang mit den offiziellen Kelley Studien, die vor mehr als 30 Jahren in den USA veröffentlicht wurden, und die zeigten, dass die frühen Abwindkraftanlagen Schlafstörungen und andere WTS Symptome verursachten [2]. Diese Studien wurden auf Eis gelegt, Aufwindkraftanlagen wurden entwickelt, und die Regulierungsbehörden vertrauten der Windindustrie, die versicherte, dass die neuen Modelle keinen gefährlichen Infraschall emittierten. Die Cooper-Studie belegt jetzt, dass sie unrecht hatten.

Bisherige Messmethoden sind unzureichend

Die dänische Methode zur Messung niederfrequenter “Lärmbelästigung” in der Nähe von Windkraftanlagen reichen nach Ansicht von Mark Duchamp nicht aus. Sie wenden die Windkraft-Lärmschutznormen für Windparks in Victoria, Australien und Neuseeland, bekannt als Neuseeland Norm 6808, an. Ebenso unzureichend sind aus seiner Sicht alle anderen Standards, die die “Belästigung” in der Nähe von Windparks auf der ganzen Welt regeln. Sie haben einfach nicht den Infraschall berücksichtigt.

Die Resultate der Benchmark-Studie bestätigen die Ergebnisse anderer Ärzte und Forscher aus der ganzen Welt, darunter die Waubra Stiftung, Dr. Sarah Laurie, Dr. Nina Pierpont, Dr. Robert McMurtry, Frau Carmen Krogh, Dr. Michael Nissenbaum, Dr. Chris Hanning, Dr. Jay Tibbetts, Dr. Sandy Reider, Dr. David Iser, Dr. Amanda Harry. Sie sind ebenfalls eine Bestätigung für die Bewohner, die persönlich über WTS Symptome berichten. Viele von ihnen mussten ihre Häuser in regelmäßigen Abständen oder endgültig aufgeben.

Weitere Studien sind erforderlich

Im Hinblick auf die Zukunft empfiehlt Steven Cooper, dass weitere Studien durchgeführt werden müssen, um einen “Schwellenwert zum Schutz gegen nachteilige Auswirkungen” festzulegen. [1]

Er schreibt außerdem: “Die von einigen Bewohnern während des Stillstands als Störung beschrieben Vibrationsstöße könnten Windböen zugeschrieben werden, die zu Resonanzen der Rotorblätter/Türme führen und weiterer Untersuchungen bedürfen.” [1]

Dies ist ein Wendepunkt. Die Windindustrie kann nicht mehr behaupten, dass ihre Maschinen nicht genug Infraschall aussenden, um die Bewohner zu beeinflussen, noch dass Angehörige der Gesundheitsberufe, die die Probleme veröffentlichen und weitere Untersuchungen fordern, die Leiden verursachen, noch dass die Windparks Opfer ihre eigenen Leiden veursachen (das oft gebrauchte Argument, dass “alles im Kopf” existiere – das ist die “Nocebo-Effekt”). Doch die Wind-Industrie und ihre Helfershelfer klammern sich trotz der zahlreichen Berichte über negative Auswirkungen auf Tiere an diesen Strohhalm. (3)

[1] http://www.principia-scientific.org/peer-reviewed-study-shatters-claims-that-wind-turbines-are-safe.html
[2] Neil D. Kelley study, (1985): http://waubrafoundation.org.au/wp-content/uploads/2013/07/Acoustic-Noise-Associated-with-the-MOD-1-Wind-Turbine.pdf
[3] 1600 miscarriages at mink farm: http://wcfn.org/2014/06/07/windfarms-1600-miscarriages/

Cooper study (released Jan 21 2015): http://www.pacifichydro.com.au/english/our-communities/communities/cape-bridgewater-acoustic-study-report/?language=en

 

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