Aufbau

Facebook plant „Aufbau einer globalen Gemeinschaft“ (Great Reset)

Welche Vorstellungen Mark Zuckerberg für ein neues Internet und eine neue Gesellschaftsordnung hat, legte der CEO und Gründer von Facebook am 16. Februar 2017 auf seiner privaten Facebookseite in dem Plan zum „Aufbau einer globalen Gemeinschaft“ dar. Zuckerberg will Facebook für die Idee zum Aufbau einer globalen Gemeinschaft einsetzen, die nicht nur Videos aufnimmt und mit Freunden teilt.

Nur einen Tag nach der Veröffentlichung seines Statements auf Facebook, erschien sein Beitrag auf der Internetseite des Weltwirtschaftsforums (WEF): „Building a global community that works for everyone„. (Übersetzungen werden nicht in deutscher, sondern nur in spanischer, französischer, chinesischer und japanischer Sprache angeboten).

Vor dem Hintergrund der Verbindung zwischen dem WEF und Zuckerberg hat die Sperre des Accounts bei Facebook und bei der Fotoplattform Instagram für den 45. US-Präsidenten Donald Trump einen Sinn. Als Grund für die Sperre nennt Facebook, gleichlautend wie Twitter, Trumps Verstöße gegen Richtlinien des Online-Netzwerks in Beiträgen zum Sturm seiner Anhänger auf das Kapitol. Twitter sperrte außer Trumps Account auch die Konten des ehemaligen nationalen Sicherheitsberaters Generalleutnant Michael Flynn und der Anwältin Sidney Powell. Der Kurznachrichtendienst berief sich auf „koordinierte gefährliche Aktivitäten“. Epochtimes vermutet, dass die Techriesen die Konten sperren, weil sie Aussagen zum mutmaßlichen Wahlbetrug und Unregelmäßigkeiten während der US-Präsidentschaftswahl am 3. November 2020 treffen.

Ist das der wahre Grund? Es geht eindeutig um viel mehr. Wir werden Zeitzeugen eines Übergangs, in dem verdummte und käufliche Politiker der globalen Finanzelite und den Großkonzernen die politische Macht überlassen oder übertragen. Im Unterschied zum Ende der Weimarer Demokratie ist es heute nicht die aggressive heimische Rüstungs- und Schwerindustrie, die bestimmte Politiker in Machtpositionen bringt, sondern das internationale Finanzkapital, gestärkt unter anderem durch Facebook, Amazon und Stiftungen von Nicht-Regierungsorganisationen.

Aufbau einer globalen Gemeinschaft

Den Milliardären, die sich jährlich mit ihrer Gefolgschaft von Politikern und Journalisten in Davos beim WEF treffen, ist bewusst, dass sie ihren Reichtum nur mit Akzeptanz und unter Einbeziehung der Bevölkerung vor dem Crash sichern und mehren können, zumindest noch eine zeitlang. Der Kapitalismus ist tot – es lebe der verbesserte Kapitalismus. Auf dieser Grundidee basiert der „Stakeholder-Kapitalismus“ und die Idee des Great Reset von Klaus Schwab.

Dunsch
Storchmann Medien

Trump ist kein Freund dieser Idee. Er sagte 2019 die Teilnahme am Weltwirtschaftsforum in Davos ab, änderte kurzfristig seine Entscheidung, hielt eine Rede und rieb den Spitzenmanagern in Davos seine Kritik unter die Nase, indem er seine eigene Regierung als ein positives Beispiel pries. Die meisten Anwesenden wandten sich von ihm ab, jubelten aber einer 16-jährigen Schülerin zu, die versprach, die Welt in Panik zu versetzen.

Im September 2019 stand die Welt vor einem Kollaps des Finanzsystems, Ende Dezember 2019 teilte China den Ausbruch einer Virenerkrankung mit, im März 2020 rief die WHO eine Pandemie aus. Daraufhin wurden weltweit Lockdowns beschlossen. Wenige Monate später, im Mai 2020, war die Zeit reif, um den „Great Reset“ zu fordern und zum Thema der nächsten WEF-Tagung 2021 zu machen. Der Vorschlag des Weltwirtschaftsforums handelt von einem nachhaltigen Wiederaufbau der globalen Wirtschaft im Anschluss an die COVID-19-Pandemie. Er wurde von Prinz Charles und WEF-Direktor Klaus Schwab vorgestellt und als Thema des WEF-Treffens 2021 bestimmt.

Mark Zuckerbergs Plan von 2017 zum „Aufbau einer globalen Gemeinschaft“ konnte jetzt Früchte tragen. Sein Plan sieht vor, dass in der neuen Facebook-Gemeinschaft nicht jedermann, sondern nur ausgewählte Menschen einen Platz haben können, sofern sie sich am Wiederaufbau einer durch Krieg oder Pandemie zerstörten Infrastruktur beteiligen. Zuckerberg sagte:

„Wir haben vielleicht nicht die Macht, die Welt, die wir wollen, sofort zu erschaffen, aber wir können heute alle langfristig daran arbeiten. In Zeiten wie diesen ist das Wichtigste, was wir bei Facebook tun können, die soziale Infrastruktur zu entwickeln, um den Menschen die Kraft zu geben, eine globale Gemeinschaft aufzubauen, die für uns alle funktioniert.“

Die Infrastruktur von Facebook soll zukünftig nur den Online-Communities zur Verfügung stehen, die sich in Zusammenarbeit mit bestehenden physischen Communities von Führungskräften leiten lassen. Facebook plane, sagt Zuckerberg, weitere Tools zu entwickeln, mit denen Community-Führungskräfte ihre Gruppen so führen und erweitern können, wie sie es möchten. „In Zukunft werden wir den Fortschritt von Facebook mit Gruppen messen, die auf aussagekräftigen Gruppen basieren, nicht auf Gruppen insgesamt“. Der Erfolg Facebooks hänge nicht nur davon ab, ob wir Videos aufnehmen und mit Freunden teilen können.

Globale Sicherheitsinfrastruktur und Wiederaufbauprogramm

Es gehe Facebook darum, eine „globale Gemeinschaft“ aufzubauen, „die uns schützt – die Schaden verhindert, bei Krisen hilft und danach wieder aufbaut“, beschrieb Zuckerberg 2017 seinen Plan. Er führte aus:

„Die heutigen Bedrohungen werden immer globaler, die Infrastruktur zum Schutz jedoch nicht. Probleme wie Terrorismus, Naturkatastrophen, Krankheiten, Flüchtlingskrisen und Klimawandel erfordern koordinierte Antworten aus weltweiter Sicht. Keine Nation kann sie alleine lösen. Ein Virus in einer Nation kann sich schnell auf andere ausbreiten. Ein Konflikt in einem Land kann zu einer Flüchtlingskrise auf allen Kontinenten führen. Verschmutzung an einem Ort kann die Umwelt auf der ganzen Welt beeinträchtigen. Die gegenwärtigen Systeme der Menschheit reichen nicht aus, um diese Probleme anzugehen.“

Schönes neues Geld
Storchmann Medien Annonce

Die Ironie, die den Plänen der Milliardäre zugrunde liegt, ist der Mehrheit nicht bewusst. Die Elite, verlangt die Mitwirkung derjenigen, die sie ausplündert, bei der Lösung der von ihr verursachten Probleme. Die neuen Communities sollen nach Zuckerbergs Vorstellungen eine globale Sicherheitsinfrastruktur aufbauen. Er habe Facebook angewiesen, immer mehr Ressourcen in die Erfüllung dieses Bedarfs zu investieren, sagt der Multimilliardär. Bei einigen Problemen sei die Facebook-Community in einer einzigartigen Position, um Schaden zu verhindern, während einer Krise zu helfen oder sich zusammenzuschließen, um nach Krisen und Kriegen beim Wiederaufbau zu helfen.

Facebook habe Tools hinzugefügt, die dazu dienen sollen, „um in Notfällen Schutz, Nahrung und andere Ressourcen zu finden und anzubieten. Im Laufe der Zeit sollte unsere Community in der Lage sein, in Kriegen und laufenden Problemen zu helfen, die nicht auf ein einziges Ereignis beschränkt sind.“ Um nach einer Krise wieder aufzubauen, habe Facebook „die weltweit größte soziale Infrastruktur für kollektives Handeln“ entwickelt. Und, scheinbar beiläufig, erwähnt der Techriese, dass die größten Möglichkeiten, die Sicherheit von Menschen zukünftig zu gewährleisten, darin bestehen, künstliche Intelligenz aufzubauen.

Engagement online und vor Ort

Ein bisher wenig beachteter Punkt sind die Überlegungen Schwabs zur Umsetzung des Great Resets auf lokaler Ebene. Zuckerberg, der seit 2009 zu den Young Global Leaders des WEF zählt (seit 2020 gehört auch Annalena Baerbock (Grüne) dazu), trägt mit seinem Konzept der „globalen Gemeinschaft“ zur Lösung dieser Frage bei. Er knüpft dort an, wo durch die Globalisierung die sozialen Strukturen von Familien und Gemeinschaften aufgelöst wurden. In den letzten Jahrzehnten habe die wichtige soziale Infrastruktur der lokalen Gemeinschaften einen bemerkenswerten Rückgang verzeichnet, sagt Zuckerberg. Seit den 1970er Jahren sei die Mitgliedschaft in einigen lokalen Gruppen um bis zu ein Viertel zurückgegangen und betreffe alle Bevölkerungsgruppen.

„Ob es sich um Kirchen, Sportmannschaften, Gewerkschaften oder andere lokale Gruppen handelt, alle haben eine wichtige Rolle als soziale Infrastruktur für unsere Gemeinden. Sie geben uns allen Sinn und Hoffnung; moralische Bestätigung, dass wir gebraucht werden und Teil von etwas sind, das größer ist als wir selbst; Trost, dass wir nicht allein sind und eine Gemeinschaft auf uns aufpasst; Mentoring, Anleitung und persönliche Entwicklung; ein Sicherheitsnetz; Werte, kulturelle Normen und Rechenschaftspflicht; gesellschaftliche Zusammenkünfte, Rituale und eine Möglichkeit, neue Leute kennenzulernen; und ein Weg, um Zeit zu vertreiben.“

Viele Richtlinien, die sich auf unser Leben auswirken, seien lokal, sagt Zuckerberg. Hier habe die Teilnahme von Facebook den größten Einfluss. „Während wir uns auf den Aufbau der sozialen Infrastruktur für eine globale Gemeinschaft freuen, werden wir daran arbeiten, neue Instrumente zu entwickeln, die ein nachdenkliches bürgerschaftliches Engagement fördern.“

Der Aufbau einer integrativen globalen Gemeinschaft erfordere die Einrichtung eines neuen Prozesses für Bürger weltweit, um sich an der „Governance der Gemeinschaft“ zu beteiligen. „Ich hoffe, dass wir Beispiele dafür untersuchen können, wie kollektive Entscheidungen in großem Maßstab funktionieren können.“

Gemeinschaftsstandards, was erlaubt sein sollte und was nicht

Facebook sei nicht nur Technologie oder Medien, sondern eine Gemeinschaft von Menschen, sagt Zuckerberg. „Das heißt, wir brauchen Gemeinschaftsstandards, die unsere kollektiven Werte für das widerspiegeln, was erlaubt sein sollte und was nicht.“

Damit legt Zuckerberg den Grundstein für eine Politik, die Pläne einer internationalen Elite auf lokaler Ebene umsetzt. Eine wichtige Rolle spielt die Pharmaindustrie, die die Kontrolle über die Weltgesundheitsorganisation ausübt. Die Mittel der Weltgesundheitsorganisation (WHO) stammen zu 80 Prozent von Spendern. Tatsächlich seien Stiftungen wie die Bill und Melinda Gates Stiftung Türöffner für Pharmakonzerne, die die Gesundheitspolitik der WHO beeinflussten, sagt der Journalist und UNO-Experte Andreas Zumach dem Deutschlandfunk.

Für die Betroffenen – die Kranken weltweit – sei dies die schlimmstmögliche Entwicklung: „Weil damit diese privaten Spender ganz wesentlichen Einfluss haben auf das, was die WHO dann tut oder was sie nicht tut. Und wenn sie wesentlich jetzt Programme finanziert, bei denen die großen Pharmaindustrien ihre Gewinne machen – das sind, erstens, Impfprogramme –, statt die Basisgesundheitssysteme in vielen Ländern zu stärken (…), dann ist das im Ergebnis schlecht, weil immer mehr Menschen sterben beziehungsweise keinen Zugang haben zu den Basisgesundheitsdienstleistungen, damit sie gar nicht erst mehr krank werden.“

Wissenschaftler und Ärzte, die auf diesen menschenfeidlichen Skandal aufmerksam machen, werden systematisch durch Politiker und Medien diffamiert und bei Facebook, Twitter, Instagram und Youtube wegen angeblichen Verstoßes gegen Gemeinschaftsstandards gesperrt oder von der Kommunikation ausgeschlossen.

So verbietet Facebook zum Beispiel Werbeanzeigen, „die falsche Behauptungen enthalten, die von externen Faktenprüfern aufgespürt wurden oder unter Umständen auch von Organisationen mit besonderer Fachkompetenz aufgedeckt wurden. Werbetreibende, die wiederholt Informationen verbreitet haben, die als falsch gelten, müssen unter Umständen damit rechnen, dass sie nicht uneingeschränkt auf Facebook werben dürfen.“ Besonders erwähnt sind „Werbeanzeigen, die Fehlinformationen zu Impfungen enthalten, wie sie von globalen Gesundheitsorganisationen wie der Weltgesundheitsorganisation erkannt werden.“

https://www.facebook.com/policies/ads/prohibited_content/misinformation, Stand: 8. Dezember 2020

Dienstbar sind dem Unternehmen Facebook sogenannte Faktenchecker. Sie erhalten von Facebook und Regierungen Geld dafür, dass sie Kritiker der WHO, des RKI und der Impfhersteller zensieren, denunzieren und mit Konsequenzen für ihre Kritik an den politischen Maßnahmen bestrafen. Die Strafen reichen von der Verringerung der Reichweite, über zeitweise Blockierungen bis zu Löschungen der Accounts.

Machtfaktor Facebook

Mark Zuckerberg ist Gründer und Vorstandsvorsitzender des Unternehmens Facebook Inc. Das Vermögen des 37-jährigen Studienabbrechers beträgt laut Forbes-Liste aktuell 98,3 Milliarden US-Dollar. Während der Coronakrise ist Zuckerberg von Platz sieben auf Platz fünf der reichsten Menschen der Welt vorgerückt. Vor ihm liegen Jeff Bezos, Elon Musk, Bernard Arnault & family und Bill Gates.

Zuckerberg hält an Facebook Inc. einen Anteil von 28 Prozent. Im Januar 2019 erreichte der Börsenwert des Unternehmens 582 Mrd. USD.

Facebook zählte nach eigenen Angaben im 4. Quartal 2019 rund 2,5 Milliarden Mitglieder. Die Bedeutung Facebooks als Nachrichtenkanal wurde für das Jahr 2015 durch das Reuters Institute der Universität Oxford belegt. Demnach verwendeten zu dieser Zeit fast zwei Drittel aller Facebook-Nutzer die Plattform in einer bestimmten Woche zum Auffinden, Lesen, Diskutieren oder Teilen von Nachrichten. Laut Wikipedia wurden einer Langzeitstudie der TU Darmstadt und der TU Dresden zufolge im Jahr 2014 in Deutschland rund 91 Prozent aller Online-Nachrichten der Mediengesellschaften über die Facebook-Like- und Teilen-Buttons verbreitet.

Die US-Regierung und 48 Bundesstaaten klagen gegen Facebook. Mit WhatsApp und Instagram sei Facebook zum Monopol geworden. Durch die Käufe von Instagram und WhatsApp habe Facebook nach und nach seine Marktmacht ausgebaut und nun eine Monopolstellung inne. Konkurrenten hätten keine Chance, groß zu werden. Wird der Konzern zerschlagen?“, fragt die Augsburger Allgemeine. Der Verdacht liege nahe, dass es Facebook um das millionenfache Einsammeln und Aggregieren von Nutzerdaten geht. „Daten bringen Geld, weil sie Kunden dabei helfen, passgenaue Werbung auszuspielen. Viele Daten bringen viel Geld, vor allem dann, wenn sie aus verschiedenen Diensten zusammenlaufen. Facebook verkauft aberwitzig viele Daten seiner Nutzer an Werbekunden – und verdient damit Milliarden.“


Dem Konglomerat aus UN, WHO, WEF, Techindustrie und Finanzkapital ist der US-Präsident Donald Trump in die Quere gekommen. Twitter hatte die Sperre des Kontos von US-Präsident Trump kurzfristig aufgehoben, aber den Account jetzt dauerhaft gesperrt. Bei Facebook und Instagram bleibt Trump für mindestens zwei weitere Wochen gesperrt. Der Grund: Trumps Posts stellten ein zu großes Risiko dar. Google löscht Parler, den alternativen Account von Donald Trump, aus dem PlayStore, sodass die Software nicht mehr heruntergeladen werden kann. Nach Google verbannen auch Apple und Amazon die bei Trump-Anhängern beliebte Plattform Parler.

Die US-Demokraten strengen zurzeit ein Amtsenthebungsverfahren für die Trump verbleibenden 10 Tage bis zur Amtsübergabe an, damit er in Zukunft von jeglichen öffentlichen Ämtern ausgeschlossen werden kann. Und so weiter.

https://twitter.com/BMJV_Bund/status/1347188959802253314
132 „Likes“, 477 Kommentare (Stand: 10. Januar 2020, 8:14 Uhr)
Wer einen solchen Justizminister hat, der benötigt eigentlich keine Verbrecher mehr.“ (Scienfiles.org)

Klaus Hübner

Titelbild: pixundfertig, pixabay


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

fünf × 4 =