Herbede: Ausschüsse beschließen heute über die Zukunft des Stadtteils!

In mehreren Leserbriefen forderten Herbeder Bürger im September 2012 einen echten Dialog zwischen der Politik und den kritischen Bürgern. Beiträge, die von der Redaktion zu diesem Thema in ihr Internetportal waz.de/witten gestellt werden, erhielten oft eine dreistellige Zahl an Kommentaren, schreibt Bernd Kassner.

Heute, Dienstag, 19.03.2013, hätten die Parteien die Gelegenheit, von dem Angebot der kritischen Bürger Gebrauch zu machen. Der ehemalige Stadtdirektor hatte sich gegenüber der WAZ dazu bereit erklärt, die Moderation zu übernehmen, wohl wissend, dass das Vermitteln um die Bebauung der Brache auf dem Gelände der aufgegebenen Gerberschule alles andere als einfach sein werde.

Heute wird in einer gemeinsamen Sitzung des Ausschusses für Arbeit, Wirtschaft und Standortmarketing und des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umweltschutz der Stadt Witten beschlossen werden, ob die beiden Varianten des einzigen (!), von der Immobilienfirma Dreier eingereichten Gebots tatsächlich die Ausschreibungsbedingungen erfüllen.

  • Die Zahl der Parkplätze war ein entscheidendes Werbeargument für die Verlagerung des Lebensmittelsupermarktes: 100 Parkplätze wurden versprochen, 79 Parkplätze sind im Gebot vorgesehen.
  • Der gebotene Kaufpreis liegt unterhalb der Forderung der Stadt.
  • Dreier stellt neue Forderungen: Das Gebot wurde unter dem Vorbehalt abgegeben, „dass das Grundstück und die vorhandenen Gebäude unbelastet von Schadstoffen und sonstigen Kontaminierungen sind und auch keine bergbaulichen Einwirkungen etc. vorliegen“.

Die Verwaltung empfiehlt:

“Sollte der Bieter zu einer entsprechenden Überarbeitung der städtebaulichen und architektonischen Anforderungen und dem zu erreichenden Mindestkaufpreis von 1,25 Mio. € nicht bereit sein, sollte die Ausschreibung durch den Ausschuss für Arbeit, Wirtschaft und Standortmarketing aufgehoben werden.”

Die Aufhebung  der Ausschreibung wäre eine Chance für den überfälligen, gemeinsamen Dialog über die Zukunft des Stadtteils Witten-Herbede.

Es liegt eine Anfrage des Bürgerforums bezüglich des Buchwerts der Grundstücke Gerberstraße vor: “Sehr geehrte Frau Leidemann, vor dem Hintergrund der Planung, im Zuge der beabsichtigten Ansiedlung eines Lebensmittelvollsortimenters die städtischen Grundstücke an der Gerberstr. zu verkaufen, bitten wir um die Beantwortung folgender Frage: Wie hoch ist der Buchwert der Grundstücke in der städt. Bilanz? Wir bitten um Beantwortung der Frage auf Sitzung des AWS am 19.3.13. Falls die Antwort der Nichöffentlichkeit unterliegt, bitte Beantwortung im nichtöffentlichen Teil.”

Die Sitzung findet ab 17:00 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses statt.

» Sitzungsthema der Ausschüsse: Entwicklung der städtischen Fläche Gerberstraße

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2 commenti su “Herbede: Ausschüsse beschließen heute über die Zukunft des Stadtteils!

  1. Stadtentwicklungs- und Wirtschaftsausschuss haben die Stadtverwaltung aufgefordert, mit dem Dortmunder Investor Immobilien-Dreier Nachverhandlungen über die Gestaltung eines künftigen Edeka-Marktes im Herbeder Gerberviertel zu führen.
    Rückt der Investor tatsächlich nicht von seinen Nachforderungen ab, dürfte der Verkauf des Grundstücks, das der Stadt 1,25 Millionen Euro einbringen sollte, unter früheren Geboten anderer Anbieter liegen. Sollte der strategisch geplante Grundstückskauf des kleinen privaten Grundstücks an der Gerberstraße durch die Immobilienfirma Dreier wirklich durch Erfolg gekrönt werden? Betrug der Kaufpreis in der ersten Ausschreibung 2004 nicht sogar 1,7 Millionen Euro?
    Empörte Leserbriefe weisen in der WAZ immer wieder auf einen “Deal” hin.

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    • So lange ich die Diskussion verfolge, sehe ich die Schleimspur der “Supermarkt-Koalition”! Ich dachte immer, es muss doch viele geben, die sich nicht belügen lassen wollen und auch nicht wollen, dass sich Heuschrecken immer mehr breit machen! Die Fraktionen von Bürgerforum und Linke können alleine die Connection nicht zerschlagen. Das wollen mündige Bürger sein, die zulassen, dass Heuschrecken für eine lange Wursttheke außerhalb von Zentren vernünftige Stadtstrukturen zerstören dürfen? Dass ich nicht lache!

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