Auswirkungen auf Vogelpopulationen durch Windenergieanlagen

Der Umstieg auf Erneuerbare Energien könne eine Kehrseite haben, wie die Auswirkungen auf die Vogelpopulationen im Fall von Windenergieanlagen.

In einer neuen Veröffentlichung der Zeitschrift The Condor: Ornithological Applications zeigt eine Gruppe von Forschern verschiedener Universitäten, welche Auswirkungen die Windenergieentwicklung in Kansas auf Prairiehühner (Tympanuchus cupido) gehabt hat, die in der Umgebung von Windkraftanlagen brüteten.

Die Forscher überwachten Balzplätze der Präriehühner vor und nach dem Turbinenbau. Sie haben festgestellt, dass innerhalb einer Entfernung von acht Kilometern zu den Windkraftanlagen die Balzplätze eher aufgegeben wurden. Die Forscher besuchten während der Fünfjahresstudie 23 Balzplätze, um zu beobachten, wie viele männliche Vögel anwesend waren und das Gewicht eingefangener Männchen aufzunehmen.

Nach dem Bau von Windkraftanlagen, fanden sie eine erhöhte Rate aufgegebener Balzplätze an Standorten innerhalb von acht Kilometern der Turbinen sowie einen leichten Rückgang der männlichen Körpermasse.

Diese Studie ist die neueste in einer Reihe von Studien über die Auswirkungen der Windenergieentwicklung auf Präriehühner. Die Forscher stellten fest, dass sowohl männliche als auch weibliche Präriehühner negative Verhaltensreaktionen auf Windenergie zeigten und dass der Bestand der Balzplätze nicht nur vom Abstand zu den Windkraftanlagen, sondern auch von der Anzahl der männlichen Präriehühner und dem Lebensraum auf landwirtschaftlichen Feldern oder in der Prärie abhing.

Die Ergebnisse dieser Studie bestärken die Empfehlung des US Fish and Wildlife Service, eine dem US-Innenministerium unterstellte Behörde, dass keine neue Windenergieentwicklung innerhalb eines acht Kilometer Puffers um aktive Brutplätze erfolgen sollte.

“Es ist wichtig, genaue Auswertungen der direkten und indirekten Auswirkungen von Windenergieanlagen auf Arten wie Präriehühner zu haben”, so der Wildlife-Experte Larkin Powell. “Das Potenzial für Kompromisse zwischen Erneuerbaren Energien und der Wildtierpopulationen in der Landschaft ist eine der wichtigsten Fragen unserer Zeit.”
(“It is critical to have rigorous evaluations of direct and indirect effects of wind energy facilities on species such as prairie-chickens,” according to grassland wildlife management expert Larkin Powell, who was not involved with the research. “The potential for trade-offs between renewable energy and wildlife populations on the landscape is one of the key questions of our day.”)

 

Quellen:

http://www.eurekalert.org/pub_releases/2015-05/copo-vgb050615.php

Weitere Informationen:

  • “Reaktionen der männlichen Präriehühner auf die Windenergieentwicklung” finden Sie unter http://www.aoucospubs.org/doi/full/10.1650/CONDOR-14-98.1.
  • Über die Zeitschrift Der Condor: The Condor: Ornithological Applications ist eine wissenschaftlich begutachtete, internationale Fachzeitschrift für Ornithologie.

 

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“Wie der Soonwaldsteig das Weltklima rettet”

“Der Soonwaldsteig ist ein international zertifizierter Premium-Wanderweg. Er führt durch höchstwertige Naturgüter, die bis vor kurzem noch als Nationalpark vorgeschlagen worden waren. Nun wird er durch exzessive Windkraftvorhaben zerstört. Das soll das Weltklima retten und z.B. die Ausbeutung von Menschen in der Kohleproduktion Kolumbiens lindern…”
Eine Dokumentation von Jörg Rehmann, veröffentlicht am 08.09.2014.

Hinweis: die Musik im Film ist NICHT “The darkest Light” von Artefacts – wie fälschlich von Youtube angegeben, sondern stammt von der Gruppe RedHill http://www.red-hill.de/

Mehr Informationen:

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Bürgerinitiativen gegen Windkraftanlagen, Liste NRW

In der Liste der uns bekannten Bürgerinitiativen in NRW können Sie nachschlagen, ob es in Ihrer Kommune/Region bereits Bürgerinitiativen gegen Windkraftanlagen gibt.

► Bürgerinitiativen gegen Windkraft in NRW – Kommunen

 

Weitere Informationen finden Sie hier:

 

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Wettervorhersagen für die Windkraftbetreiber: Prognosefehler erhöhen die Kosten

Netzentgelte: Auf Steigflug programmiert

Foto: erhard.renz, “Erhard bestens gelaunt”
Oder: “Der Windtanz”

Die Entwicklung des Wetters hat entscheidenden Einfluss auf das menschliche Leben, nicht nur mit Blick auf die Landwirtschaft, sondern darüber hinaus auch auf Transport, Verkehr und – im Fall schwerer Stürme oder Überschwemmungen – auf Leib und Leben sowie Hab und Gut großer Teile der Bevölkerung. Entsprechend groß ist der Aufwand, mit dem man schon seit Jahrzehnten versucht, das Wettergeschehen mit Hilfe von aufwendigen mathematischen Modellen vorauszuberechnen. Ausgangspunkt sind die durch ein Netz von Wetterstationen, Satelliten sowie weitere Messsysteme regelmäßig erfassten Daten wie Temperatur, Luftdruck, Luftfeuchtigkeit, Sonnenscheindauer, Niederschlag etc. Doch wie nicht zuletzt die US-Meteorologen am Beispiel des falsch eingeschätzten Blizzards in New York zeigen, sind ihre Prognosen alles andere als fehlerfrei.

Der Wind, das himmlische Kind – führt die Meteorologen immer mal wieder an der Nase herum

Für solche Wettervorhersagen wird ein sehr großer wissenschaftlicher Aufwand getrieben. Im Bereich der Meteorologie gibt es zahlreiche Institute, in denen hochkarätige Wissenschaftler tätig sind. Diesen stehen Computersysteme der Spitzenklasse zur Verfügung, da enorme Datenmengen in kürzester Zeit verarbeitet werden müssen. Die entsprechenden Programme sind sehr aufwendig und werden ständig überarbeitet und verbessert. Dennoch gibt es immer wieder unerfreuliche Überraschungen, und Vorhersagen über Zeiträume von mehr als drei Tagen sind von eher begrenzter Brauchbarkeit. Selbst im 24-h-Bereich kommt es gar nicht so selten vor, dass die Wetterprognosen erheblich danebenliegen.
Von Bedeutung ist dies auch im Energiesektor, denn mit zunehmendem Anteil an Strom aus Wind- und Solaranlagen hat die Sicherheit, mit der ihre Produktion vorausberechnet werden kann, immer größere Bedeutung für die Planungen der Betreiber von Kraftwerken und Stromnetzen.

Bedeutung von Wetterprognosen für die Netzgebühren

Die Planbarkeit des Stromaufkommens aus „erneuerbaren“ Quellen ist deshalb von Bedeutung, da der Einsatz von Grund-, Mittel- und Spitzenlastkraftwerken im Voraus geplant werden muss. Großkraftwerke sind aufgrund ihrer Größe träge und können nicht abrupt ein- oder ausgeschaltet werden. Nur Pumpspeicherkraftwerke lassen sich innerhalb von 1-2 Minuten hochfahren, reine Gaskraftwerken benötigen dafür es schon etwa 15 Minuten. Bei Kohlekraftwerken kann dies je nachdem, ob sie schon mit vorgewärmtem Kessel im „Hot Standby“ bereitstehen oder gar aus der Kaltreserve hochgefahren werden müssen, einige Stunden bis einige Tage dauern. Vor diesem Hintergrund können sich Irrtümer der Wettervorhersage als sehr teuer erweisen.
Grundlage der Einsatzplanung der Netzbetreiber sind die Prognosen über den zu erwartenden Verlauf des Tagesbedarfs. Diesen Bedarf kann man heute mit zufriedenstellender Sicherheit prognostizieren und die Einsatzpläne der konventionellen Kraftwerke darauf abstimmen. Anders sieht es dagegen mit der schwankenden Erzeugung aus Windenergie- und Solaranlagen aus. Probleme bereiten vor allem kurzfristige Schwankungen im Bereich von 0–48 Stunden, weil in diesem Zeitbereich Abweichungen oft durch Regelenergie ausgeglichen werden müssen.
Diese Regelenergie muss separat beschafft werden und stellt daher einen zusätzlichen Kostenfaktor dar. Zudem kann es bei größeren Prognoseabweichungen zu Spannungsschwankungen kommen, durch die in Extremfällen sogar die Netzsicherheit in Gefahr geraten könnte [SOWI]. Laut der gleichen Quelle hat deshalb die Bundesnetzagentur die Verteilnetzbetreiber bereits im Januar 2011 aufgefordert, die Prognosemethoden ihrer Solarstromeinspeisung zu verbessern.

Prognosequalität bei Wind: Anspruch…

Schaut man sich das Prospektmaterial von Prognosefirmen an, die Vorhersagen für die Leistungsabgabe von Windparks feilbieten, so stehen dort Aussagen wie: „Für beliebige Standorte und Regionen in Deutschland, Europa und weltweit“ (liefern wir) „eine zuverlässige Windleistungsprognose der zu erwartenden Windleistung – und zwar bis zu 10 Tage im Voraus und mit einer zeitlichen Auflösung von bis zu 15 Minuten [WIPR]. Weiter heisst es dort: „Die Windleistungsvorhersage beruht auf der optimalen Kombination verschiedener Wettermodelle, der Einbindung der lokalen Gegebenheiten in der Umgebung der Windparks sowie der numerischen Wettervorhersage.

Bild_1

Bild 1. Prognose für das Aufkommen an Windstrom am 30. November 2014 im Vergleich zur tatsächlichen Produktion (Daten: EEX) Abbildung durch Anklicken vergößern!

Auf der Grundlage ausgewählter Windparks wird die gesamte Windstromeinspeisung einer Region ermittelt. Hierbei werden die repräsentativen Standorte so gewählt, dass sie die regionale Verteilung der Windenergieanlagen sehr genau widerspiegeln. Die Genauigkeit der Vorhersage variiert mit der Wettersituation“. Letzterer Satz lässt natürlich etwas aufhorchen. Doch kann man bei Wikipedia dazu beruhigende Aussagen wie folgende finden: „Die Genauigkeit der Vorhersage für ganz Deutschland beträgt für den Zeitraum einer Vorhersage ca. 95 Prozent (normierte Standardabweichung ca. 5 %). Ein hoher Wert ist wichtig, weil somit Regelenergie und damit Kosten eingespart werden können [WIKI]. Klingt im Prinzip ganz ordentlich. Doch wie sieht das in der Realität aus?

… und Wirklichkeit
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Bild 2. Tagesverlauf der absoluten Abweichung in fehlenden MW eingespeister WEA-Leistung (rot, linke Vertikalachse) sowie die prozentuale Abweichung (rechte Vertikalachse) am 30. November 2014 (Daten: EEX)

Dazu werfen wir einen Blick auf die Prognosen für das Aufkommen an Wind- und Solareinspeisung am 30.11. 2014 sowie auf die entsprechenden Ist-Zahlen. Diese Werte waren bisher leicht überprüfbar, da sie von der Strombörse EEX bereitgestellt wurden und dort über Jahre hinweg im Archiv abgerufen werden konnten(1) [EEX]. Die für den entsprechenden Tag geltenden Prognosen wurden jeweils zum Tageswechsel bereitgestellt und spiegelten den jeweils aktuellsten Stand der heute verfügbaren Prognosefähigkeiten wider. Vor allem die Werte für den Vormittag sind daher Kurzzeitprognosen über 6 bzw. 12 Stunden, so dass die erzielte Genauigkeit Rückschlüsse auf die Voraussagequalität gerade auch in diesem Kurzzeitbereich zulässt. Für das Windstromaufkommen des 30.11.2014 zeigt Bild 1 den Tagesverlauf für die Prognose im Vergleich zur tatsächlichen Produktion. Die entsprechenden Absolut- und Prozentualwerte der Abweichungen zeigt Bild 2. Man erkennt, dass der Fehler bereits bis zur Mittagszeit bei bis zu 1.250 MW bzw. 17 % liegt. Das entspricht nahezu der Leistung von zwei Kohlekraftwerken. Nach einem kurzen Einbruch um die Mittagszeit herum ging es mit der Prognoseabweichung dann jedoch nochmal so richtig nach oben, mit einem Maximum von knapp 2.700 MW bzw. 28 % etwa gegen 15.00 Uhr. Anders ausgedrückt: Allein für die Fehlprognose beim Wind mussten demnach konventionelle Kraftwerke mit der Leistung von vier Kohlekraftwerken nahezu im Alarmstart hochgejagt werden.

Prognosefehler Solar
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Bild 3. Prognose für das Aufkommen an Solarstrom am 30. November 2014 im Vergleich zur tatsächlichen Produktion (Daten: EEX)

Noch beschämender für die Qualität der Wetterprognosen stellt sich die Situation dar, wenn man sich statt der Windprognose diejenige für Solarstrom ansieht, Bild 3.

Während laut Prognose in der Mittagszeit eine Solarleistung von rund 5.600 MW zu erwarten war, speisten die Solarpaneele um die Mittagszeit leidglich 1.760 MW ein.

Die Differenz von bis zu 3.800 MW bzw. 81 % ist sogar noch größer als bei der Windenergie und entspricht der Leistung von mehr als fünf weiteren Kohlekraftwerken, Bild 4.

Bild_4

Bild 4. Tagesverlauf der absoluten Abweichung in fehlenden MW eingespeister Solarleistung (rot, linke Vertikalachse) sowie die prozentuale Abweichung (rechte Vertikalachse) am 30. November 2014 (Daten: EEX)

Zwar fiel das Maximum des Prognosefehlers zeitlich nicht mit dem der Windenergie zusammen, so dass im Endeffekt nicht noch mehr Kraftwerke zugeschaltet werden mussten, doch hätte es der Wettergott an diesem Tag ohne weiteres auch in der Hand gehabt, beide Defizite gleichzeitig auftreten zu lassen.

Düstere Zukunftsaussichten

Das, was über das deutsche Stromversorgungssystem am 30. November 2014 hereingebrochen ist, lässt für die Zukunft schlimmes befürchten.

Mit dem weiter massiv voranschreitenden Ausbau der sogenannten „erneuerbaren“ Energien muss die Kapazität der Windenergie gegenüber dem Stand vom November 2014 nochmals um den Faktor 9,16 gesteigert werden. Statt der aktuell vorhandenen 35.400 MW wären dann insgesamt 324.100 MW am Netz. Mit diesem Faktor müsste auch der Prognosefehler multipliziert werden. Statt bei maximal 2.700 MW läge dann der Prognosefehler für den Windenergieertrag bei bis zu 24.700 MW, die kurzfristig zusätzlich ans Netz gebracht werden müssten.

Bild_5

Bild 5. Bei Annahme gleicher Wetterverhältnisse wie am 30.11.2014 würde der Prognosefehler am 30.11.2050 bei bis zu 24.700 MW liegen.

Das Vorhalten einer derartig massiven Reserve wäre weder technisch noch wirtschaftlich zu bewältigen. Das hier vorgestellte Beispiel zeigt jedoch vor allem eines: Trotz hochmoderner Prognoseinstrumente für das Wettergeschehen und des damit verknüpften Leistungsangebots aus Wind- und Solarenergie werden die Prognosefehler unweigerlich weiter anwachsen. Dies bedeutet wiederum eine entsprechende Zunahme des Einsatzes von Regelenergie, der vollumfänglich auf die Netzgebühren aufgeschlagen wird. Das EEG und seine Umsetzung bewirken daher Preiserhöhungen nicht nur im Bereich des EEG-Zuschlags sowie aufgrund der Netzausbaukosten, sondern zusätzliche Aufschläge für die Beschaffung der zur Stabilisierung der Netze erforderlichen Regelenergie. Zusätzlich zum EEG-Zuschlag sind deshalb auch die Netzentgelte massiv auf Steigflug vorprogrammiert.

Folgerungen für die Glaubwürdigkeit von Klimaprognosen

Die hier dargelegten Prognoseabweichungen legen zudem geradezu zwingend eine weitere wesentliche Schlussfolgerung nahe: Sie rechtfertigen erhebliche Zweifel an der Gültigkeit der uns seitens der sogenannten Klimaforschung präsentierten Langzeitprognosen über die Klimaentwicklung kommender Jahrzehnte. Laut Wikipedia basieren Klimamodelle auf Meteorologiemodellen, wie sie auch zur numerischen Wettervorhersage verwendet werden. Diese Modelle werden jedoch „für die Klimamodellierung erweitert, um alle Erhaltungsgrößen korrekt abzubilden. In der Regel wird dabei ein Ozeanmodell, ein Schnee- und Eismodell für die Kryosphäre und ein Vegetationsmodell für die Biosphäre angekoppelt“ [WIKL].

Wenn allerdings bereits die Zuverlässigkeit von Meteorologiemodellen über Zeiträume von weniger als 24 Stunden so gering ist, dass derartig massive Abweichungen auftreten wie am hier vorgestellten Beispiel nachgewiesen, dann fragt man sich, was nach zusätzlicher Befrachtung durch weitere mit Unsicherheiten belastete Modelle noch an Glaubwürdigkeit vorhanden sein dürfte. Und man fragt sich vor allem, woher Herrschaften wie Edenhofer, Schellnhuber oder Rahmstorf die geradezu missionarische Überzeugung nehmen, mit der sie ständig ihren Klimaalarmismus in die Welt trompeten.

Fred F. Mueller

(1) Wie verlogen und auf Täuschung der Öffentlichkeit unsere Energiepolitik inzwischen ist, kann man aus der Tatsache erkennen, dass EEX diese Daten – einschliesslich des Archivs – seit kurzem nicht mehr der Öffentlichkeit zugänglich macht, sondern sie hinter einer Bezahlschranke verbirgt und ausserdem potenzielle Nutzer durch Knebelverträge binden will. Die sogenannte „Transparenz“, mit der man immer noch großspurig hausieren geht, ist nur noch bewusste und verlogene Intransparenz gegenüber dem Bürger. Es wäre sinnvoll, wenn sich mal die eine oder andere Bürgerinitiative mit den rechtlichen Möglichkeiten beschäftigen würde, ob und wie man hier echte Transparenz erzwingen könnte.

Quellen:
[EEX] http://www.transparency.eex.com/de/
[EIKE] http://www.eike-klima-energie.eu/climategate-anzeige/energiewende-land-unter-im-stromsee-nur-hohe-nutzungsgrade-machen-sinn/
[SOWI] http://de.wikipedia.org/wiki/Solarstromprognose
[WIPR] http://www.energymeteo.de/leistungen/previento.php?gclid=CIHnpMzxsMICFWXHtAodDi0AXQ
[WIKI] http://de.wikipedia.org/wiki/Windleistungsvorhersage
[WIKL] http://de.wikipedia.org/wiki/Klimamodell

 

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Was eine Gemeinde alles falsch machen kann

Am Beispiel der Gemeinde Ottweiler wird deutlich, welche Risiken die Ratsmitglieder einer Gemeinde bei der Abstimmung zum Bau  von Windkraftanlagen eingehen:


Prof. Dr. Michael Elicker / Andreas Langenbahn

Was eine Gemeinde alles falsch machen kann.
Die Windkraft-Planung von Ottweiler/Saar als Lehrbuchbeispiel

portrait2Viele Gemeinden sind dabei, ihre Flächennutzungspläne zu ändern, um Vorrangflächen für Windenergieanlagen auszuweisen. Da die Kommunen in unserem bundesstaatlichen Finanzausgleichssystem das letzte Glied bilden und die übergeordneten staatlichen Ebenen ihnen unentwegt neue Aufgaben aufbürden, aber nur unzureichend dafür zahlen, sind viele dieser Gemeinden finanziell notleidend. Das hat für die Planung schwerwiegende Konsequenzen: Einerseits sind oft keine eigenen Fachleute für die Planung mehr vorhanden. So fehlt auch in der altehrwürdigen Residenz- und Kreisstadt Ottweiler seit einiger Zeit die früher obligatorische Stelle des Verwaltungsjuristen. Andererseits erhofft sich das oberflächliche politische Personal, das viele Verwaltungen besetzt, einen Geldsegen aus Großwindanlagen – zu Unrecht, wie wir inzwischen wissen. Geld verdient wird heute mit Großwindanlagen (jedenfalls an Standorten im Binnenland) noch in Projektierung und Vertrieb, nicht im Betrieb. Die Windradaufsteller bemühen sich ja überall auffällig stark darum, Dumme – d.h. Bürger und Kommunen – zu finden, die den undankbaren Part des Betreibers übernehmen (dabei haben zuweilen falsche Darstellungen in Prospekten geholfen, die jedoch zur Haftung dieser Geschäftemacher führen).

Bürgermeister waren in der Vergangenheit oft schnell zu begeistern und haben die Subventionsgewinnler geradezu unterwürfig empfangen. In Ottweiler haben sich beide aufeinanderfolgenden Bürgermeister – Rödle und Schäfer – ausgerechnet mit den Vertretern der nach strafgerichtlichen Feststellungen in Korruption verstrickten Firma JUWI zusammen bei deren Präsentationen auf das Podium gesetzt. Obwohl Schäfer im Wahlkampf mehr Demokratie versprochen hatte, ist er zur industrieunabhängigen Informationsveranstaltung der Bürger des am schlimmsten betroffenen Stadtteils, der von zehn 200m hohen Windkrafträdern eingekesselt werden soll, nicht erschienen.

Schon im Vorfeld der Änderung von Flächennutzungsplänen wurden und werden dabei von den Kommunen häufig – ja regelmäßig – konkrete Verträge mit einzelnen Geschäftemachern abgeschlossen, so auch von der Stadt Ottweiler mit ABO-Wind und JUWI. Das hat zur Folge, dass der spätere Abwägungsvorgang im Stadtrat unter einer verbotenen einseitigen Vorfestlegung leidet, da der Stadtrat nicht mehr unvoreingenommen entscheiden konnte – was man auch aus den von der Planungsfirma übernommenen “Abwägungsvorschlägen” bereits ersehen kann (wir kommen sogleich darauf zurück).

Dies macht die gesamte Planung nichtig durch den Abwägungsfehler der sog. “subjektiven Abwägungssperre”. Es wird also von der Kommune ein Versprechen an das private Windkraftunternehmen gegeben, das von vornherein automatisch gerade durch diese Bindung rechtswidrig ist. Ob man dies als eine Form der Korruption einstuft, mag nur nach den konkreten Umständen des Einzelfalls beurteilt werden können. Jedenfalls sind diese Verträge – in unserem Fall mit ABO-Wind und JUWI – nichtig aufgrund des Verstoßes gegen gesetzliche Verbote.

Auch im Bereich der Planung selbst können, wie man gerade an unserem Lehrbuchfall zeigen kann, zahlreiche Fehler unterlaufen.

….

Abdruck mit freundlicher Genehmigung. Bitte hier den kompletten Beitrag von Elicker/Langenbahn lesen!
Quelle:

  • Prof. Michael Elicker, Andreas Langenbahn: “Was eine Gemeinde alles
    falsch machen kann”, in: Deutscher Arbeitgeberverband“, 21.01.2015

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Hessische Bürgerinitiativen bereiten Verfassungsklage gegen Windkraft vor

Vertreter der hessischen Bürgerinitiativen gegen Windkraft und deren Verband Vernunftkraft Hessen e.V. lassen sich bei der Vorbereitung einer Verfassungsklage gegen Windkraft von Staatsrechts-Professor Dr. Michael Elicker beraten.

 

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Wildwuchs für Windkraftanlagen droht nach Urteil des OVG Schleswig bundesweit!

Ein Urteil des Oberverwaltungsgerichtes Schleswig sollte man sich genauer ansehen, weil es, wie Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) sagt, im Ergebnis zu mehr #Windenergie, nicht zu weniger führen wird. Albig: “Es wird keinen Planungsstopp geben. Das Urteil stärkt die Investoren, denn wir haben jetzt mehr Flächen für Windkraftanlagen zur Verfügung. Wir werden das Urteil des OVG sorgfältig analysieren und die notwendigen rechtlichen und planerischen Schlussfolgerungen ziehen.”
Dieses Urteil zeigt aber auch, dass die Argumentation von Kommunen, durch Ausweisung von Flächen dem Bauwahn zuvorkommen zu wollen, im Grunde nichts anderes als vorauseilender Gehorsam ist. Die Privilegierung privater Wirtschaftsunternehmen zu Lasten anderer ist ein Kernproblem des demokratischen Verständnisses kommunaler Souverätität, zu deren Gewährleistung sich die Staaten in der Europäischen Union 1985 in der Europäischen Charta der kommunalen Selbstverwaltung verpflichtet haben. Wäre es nicht die Pflicht der Kommunen, den Erhalt der kommunalen Souveränität von der Regierung einzufordern?

http://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/Oberverwaltungsgericht-kippt-Windkraftplanung-,windkraft530.html
► Der Wind, der Bund, das Land und die Kommunen: http://ruhrkultour.de/der-wind-der-bund-das-land-und-die-kommunen/
Oberverwaltungsgericht für das Land Schleswig-Holstein, Aktenzeichen: 1 KN 6/13 u.a., 1 KN 74/13, 1 KN 75/13

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Nachlese zum Stadtgespräch des WDR zur Windenergie in der Schützenhalle Schmallenberg-Bödefeld am 14.01.2015

Im Sauerland hat der Tourismus großen Stellenwert. Es ist deshalb auch nicht überraschend, dass 700 Bürger an dem Stadtgespräch des WDR zur Windenergie in der Schützenhalle Schmallenberg-Bödefeld am 14.01.2015 teilnahmen.

Den sauerländer Kommunen sind durch den Regierungsbezirk Arnsberg Vorrangflächen aufgezwungen worden, ohne dass die Vorarbeiten und Vorschläge der Kommunen berücksichtigt wurden. Die Kommunen fühlen sich übergangen und befürchten, den Bürgern das Thema nicht mehr glaubwürdig vermitteln zu können, wie Schmallenbergs Bürgermeister Bernhard Halbe sagte. An dem Gespräch nahmen außerdem teil: Johannes Remmel, Umweltminister NRW, Jan Dobertin, Geschäftsführer des Landesverbandes Erneuerbare Energien, Josef Tumbrinck, NABU NRW, und Michael Guse, Bürgerinitiative Gegenwind in Siegen.

70 Prozent der Bürger hatten sich auf eine eingangs gestellte Frage gegen die Energiewende geäußert.
Windkraftanlagen gehörten aus ihrer Sicht nicht auf die Höhen der Mittelgebirge. Sie hätten außerdem Angst vor dem Lärm, der sich häufe, und vor dem Schattenwurf der Anlagen.

Der Umweltminister

Auf die Frage, wie ernst er diese Befürchtungen nehme, antwortete der Umweltminister, er nehme sie sehr ernst, deshalb fänden überall Planungsprozesse statt, “um die Ängst mit den Planungen abzustimmen.” “Sind Windräder auch gesundheitsgefährdend”? wurde er gefragt. Er würde das etwas anders sagen, antwortete Herr Remmel. Eine Windkraftanlage sei eine Anlage, die natürliche Auswirkungen habe, und die müsse man je nach Standort überprüfen.
Der Umweltminister griff die Bürger scharf an: 70 % der Teilnehmer hatten sich bei einer eingangs gestellten Frage des WDR gegen die Energiewende ausgesprochen. Remmel: “70 Prozent sind nicht für die Energiewende, dann nehme ich mal an, sie sind auch nicht für den Klimaschutz. 70 % sind für Atomenergie und Kohlekraft. Sie sind damit einverstanden, dass die Kernkraftwerke weiter laufen.”
Dazu schrieb der WDR: “Der Umweltminister zog sich den Zorn vieler Zuhörer zu, als er ihnen unterstellte, für Atomkraft zu sein, weil sie gegen die Windenergie Stellung beziehen. “Polemik, Polemik” tönte es aus der voll besetzten Schützenhalle und viele Gäste griffen zu den zuvor verteilten Mini-Vufuzelas”. Remmel widersprach der Moderatorin, die eine faire Diskussion anmahnte und die Bürger reden lassen wollte: Man müsse am Anfang einer solchen Diskussion die “Geschäftsgrundlagen” klären. Die Mehrheit, 80 Prozent, wollten die Energiewende und den Klimaschutz. Das heißt, es müsse zu 80 bis 90 Prozent Erneuerbare Energien geben, um diese Ziele zu erreichen. “Das ist die Geschäftsgrundlage.”

Sauerlandtourismus

“Der Chef-Touristiker im Sauerland, Thomas Weber vom Sauerlandtourismus, steht zwiegespalten zum Thema Windkraft und Energiewende. Auf der einen Seite stehe die Abhängigkeit von Energieimporten beispielsweise aus Russland. Dann aber auch: “Da blutet mir das Herz, wenn ich sehe wie eine der schönsten Landschaften Deutschlands berührt wird, und zwar so, dass wir uns wahrscheinlich nachher alle die Augen reiben”, berichtet der WDR.

Landesverband Erneuerbare Energien

Der Geschäftsführer des Landesverbandes Erneuerbare Energien Jan Dobertin fegte Befürchtungen wegen des Tourismus vom Tisch. WDR: “Er geht nicht davon aus, dass auch nur ein Urlauber nicht wiederkomme, wenn Windräder gebaut werden. Dies hätten Umfragen an der Küste gezeigt. Warum solle das nicht auch für das Sauerland gelten?”
Eine Antwort auf die Frage scheint niemand zu erwarten.
Windkraftanlagen würden geprüft, wie andere Industrieanlagen auch. Unter starkem Protest des Publikums erklärte Dobertin, es gebe es keine wissenschaftlichen Belege, dass von Infraschall eine Gesundheitsgefahr ausgehe.

Bürgerinitiative Bödefeld

Michael Schift, Bürgerinitiative Bödefeld, erklärte, es sei zunächst um den Infraschall gegangen. “Wir leben von der Natur. Unsere Kernkompetenz ist der Tourismus.” Jetzt wolle man Industrieanlagen in die Natur stellen. Je weiter man komme, mache man sich Gedanken über den Sinn, ob Windkraftanlagen gegen Atomkraft und gegen Stromerzeugung aus Kohle helfen können, im Grunde seien sie aber keine Alternative. Und an Herrn Remmel gewandt: “Damit ist nicht automatisch jemand für Atomkraft, wenn er gegen die Windenergie ist.”

Bürgerinitiative Gegenwind

Michael Guse von der Bürgerinitiative Gegenwind in Siegen berichtet aus seinen Erfahrungen: Die schon existierenden Windkraft-Flächen seien zwar von der Bezirksregierung zur Kenntnis genommen worden. “Aber es wurde gesagt, dass man die ja dann noch dazu rechnen könnte.”
Herr Guse erhielt starken Beifall für seinen Hinweis, dass gesundheitliche Schädigungen durch Windkraftanlagen zweifelsfrei seien, ebenso wie Lärmbelästigungen. Würden die Bürger ernst genommen, dann würde die Abstandsregelung in NRW so wie in Bayern festgelegt, und damit wäre viel gewonnen. Herr Remmel intervenierte vehement: “Das ist ein Totschlagargument. Dann findet Windkraft in NRW nicht statt.”

Bürger

Ein Bürger berichtete über eigene Erfahrungen mit Windkraftanlagen, die 900 Meter entfernt von seiner Wohnung stehen: Wer heute Windräder näher als 400 Meter an Wohnbebauungen baue, begehe fahrlässige Körperverletzung. Wer wie Herr Remmel polemisch argumentiere, zeige “politische Handlungsfähigkeit und sehr viel Inkompetenz in Sachen Energiefragen.”

NABU NRW

Der Vorsitzende der Naturschutz-Organisation NABU, Josef Tumbrinck, kam Johannes Remmel zu Hilfe: Er betonte, bei der Energiewende gehe es um Klimaschutz und damit die Zukunft der Erde. Deshalb sei die Energiewende notwendig.

Er sagte außerdem, die Energiewende müsse man “gut machen, gut diskutieren”, “die Menschen mitnehmen” und “die Menschen” vor den Auswirkungen schützen, “und wir müssen auch unsere Natur in den Blick nehmen.” Er spielte auf das seiner Meinung nach hohe Durchschnittsalter der Teilnehmer an, ohne zu klären, was dies mit seinem Appell, den Energieverbrauch zu senken, weil wir die Welt unseren Kindern in einem guten Zustand übergeben sollten, zu tun hat. Er kritisierte: “Die Abwägungsfrage geht hier in dieser Region verloren.”

Ein kleiner Rückblick auf die Argumentation des NABU NRW in Aachen, Februar 2014:
Der NABU NRW engagiert sich in Einzelfällen gegen Windkraftprojekte, beispielsweise in Aachen, so dass eine geplante Abholzaktion zugunsten eines Windparks im Februar 2014 vorläufig zurück gestellt wurde. Er hatte mit Klage gedroht, weil die notwendigen Genehmigungen dafür nicht vorlagen. In diesem Zusammenhang gab der NABU NRW eine allgemeinpolitische Erklärung zu Windkraftanlagen ab: „Das Signal wäre überregional verheerend gewesen und würde die notwendige Akzeptanz für die Energiewende und den damit auch aus Sicht des Nabu erforderlichen Ausbau von Windkraftanlagen an Land verschlechtern“, betonte Josef Tumbrinck, Vorsitzender des Nabu NRW. Er griff bei einer Frage zum Verwaltungsablauf korrigierend ein, um das gesamte Ausbauziel durch Akzeptanzverlust in der Bevölkerung nicht zu gefährden.

Fazit:

Die Veranstaltung in Schmallenberg im WDR 5 zeigt die Entschlossenheit der Bürger, sich nicht mit dem politischen Diktat abzufinden. Sie ist auch ein Lehrstück, wie ein politisch geschulter Minister mit Schützenhilfe der Windindustrie und einer Naturschutzorganisation versucht, einer kritischen Versammlung mit 700 Teilnehmern einerseits durch aggressives Auftreten den Wind aus den Segeln zu nehmen. Andererseits signalisiert er durch eine beschwichtigende, unbedeutende Geste (Kritik gegenüber der Bezirksregierung) Gesprächsbereitschaft, um nicht die Kontrolle über die zornigen Zuhörer.zu verlieren. Es lohnt sich, den Einstieg des Umweltministers in die Debatte anzuhören. Die Moderatorin Judith Schulte-Loh hat den rhetorisch-demagogischen Versuch erkannt, aber er hat, zumindest an dem Abend, seine Wirkung nicht verfehlt.
Der NABU NRW sieht sich offenbar in der Funktion eines Mediators bei der Durchsetzung politischer Interessen zum Bau von Windkraftanlagen.

http://ruhrkultour.de/wp-content/uploads/2015/01/613317_6505747.mp3

F.F.

 

 

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Weltweit führende Biologen fordern von der grünen Lobby ein Ende des “historischen Antagonismus” zur Kernenergie

Fünfundsechzig der weltweit führenden Biologen fordern von der grünen Lobby ein Ende des “historischen Antagonismus” zur Kernenergie.
Der vollständige Text des offenen Briefes wird erst im nächsten Monat im “Conservation Biology Journal” nachzulesen sein, einige Auszüge wurden aber bereits veröffentlicht. Daraus geht hervor, dass die Gruppe der Auffassung ist, es sei zu riskant, fossile Brennstoffe durch Windkraftanlagen zu ersetzen. Die Biologen fordern, die Kernenergie in den “Energiemix” einzubeziehen, weil sie die “grünste Technologie von allen” sei.

http://www.breitbart.com/london/2015/01/05/nuclear-is-greenest-technology-claim-65-top-biologists/
http://www.independent.co.uk/news/science/nuclear-power-is-the-greenest-option-say-top-scientists-9955997.html

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