Zensur bei Facebook: Dem Teufel auf den Schwanz getreten

Die dpa ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH), die sich nebenbei offenbar den Kampf gegen unliebsame Konkurrenz auf die Fahnen geschrieben hat. Auf fremde Homepages hat die dpa, die größte Nachrichtenagentur der Bundesrepublik Deutschland, keinen Zugriff. Aber leider auf deren Facebookaccounts. Die dpa hat sich bei Facebook um die Berechtigung zur Überprüfung von Falschmeldungen beworben und den Auftrag erhalten, gegen Facebooknutzer vorgehen zu dürfen. Neben Correctiv ist die dpa in Deutschland eine der beiden Agenturen mit der Lizenz zur Zensur und zur Bestrafung.

Facebook ist eine der Hauptnachrichtenquellen in Deutschland und daher für Kritik an der Politik der Bundesregierung unverzichtbar. Diese Funktion hatten viele Jahre linke Intellektuelle übernommen. Es gibt die Systemkritiker nicht mehr.

Wie schwierig die Situation für manche rechtschaffenden Journalisten durch die Klimahysterie geworden ist, erklärt der Wissenschaftsjournalist Axel Bojanowski in einem Beitrag der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb): „Journalisten im Klimakrieg“.

„Journalisten im Klimakrieg“

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Axel Bojanowski, CC BY-NC-ND 3.0 DE

Eine erneute Klima-Attacke der dpa gegen Ruhrkultour, die dritte innerhalb weniger Tage, zeigt die ungeheuerliche Arroganz der Klima-Kongregation, die, um im Bild der römisch-katholischen Kirche zu bleiben, sich anmaßt, wie der Papst ex cathedra die Unfehlbarkeit eines Glaubenssatzes zu verkünden.

Mit ihrer Entwicklung zur Klimareligion ändern sich in der weltlichen Regierung auch die Aufgaben der Ministerien. Einen Vorgeschmack auf die zukünftige Entwicklung zur Verteidigung des wahren Klimaglaubens demonstriert die dpa bei Facebook. Die moderne Variante des Unfehlbarkeitsdogmas lautet: „Für die Erderwärmung ist vor allem Kohlendioxid verantwortlich.“ (dpa)

Die Klima-Kongregation

Die dpa beruft sich auf das Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung, Umweltbundesamt, IPCC, WMO, Vereinte Nationen und klimafakten.de. Und glaubt, ihrer journalistischen Pflicht damit Genüge getan zu haben, dass sie kritische Wissenschaftler wie zum Beispiel William Happer zumindest diffamiert.

Wir würden hier gerne den kompletten Text des infamen „Faktenchecks“ der dpa wiedergeben, aber die Gesellschaft mit beschränkter Haftung hat sich ein Copyright darauf gesichert.

Die GmbH entblödet sich nicht, die Zensur mit folgender Erklärung von Facebook zu rechtfertigen und nach außen zu vertreten:

„Um gegen Falschmeldungen vorzugehen, dämmt Facebook die Verbreitung von irreführenden Inhalten ein. Nutzern stehen zusätzliche Meldefunktionen für alle Inhalte zur Verfügung, die als potentiell falsch gekennzeichnet sind.
Seiten und Websites, die wiederholt irreführende Inhalte posten oder teilen, werden nur noch eingeschränkt verbreitet. Darüber hinaus wird die Monetarisierung eingestellt und sie können sich nicht mehr als Nachrichtenseite registrieren. Besucher der Seite können außerdem sehen, wenn eine Seite bereits in der Vergangenheit Falschmeldungen geteilt hat.“

Diesen Hinweis ist beim Aufruf des Facebook-Menüpunktes „Seitenqualität“ zu sehen.

Eine Monetarisierung kann von dpa bei Ruhrkultour nicht sabotiert werden; es ist keine vorgesehen. Die anderen Strafen treffen uns natürlich, aber sie sind aus unserer Sicht auch eine Bestätigung, dass es für diejenigen, die von Facebook einen „Faktencheck“ verlangen, nicht um Fakten geht, sondern um die Durchsetzung einer Meinungsrichtung. Es ist mittlerweile nicht mehr überraschend, dass die Vereinigung der Klimaalarmisten ihre RKlimareligion nahezu brachial gegen wissenschaftliche Prinzipien durchsetzt und durch eine Unfehlbarkeitserklärung ersetzt.

„Getroffene Hunde bellen“ (Sprichwort)

Aus welchem Grund zwingt die Bundesregierung Facebook zur Kontrolle unterschiedlicher wissenschaftlicher Auffassungen über die Ursachen des Klimawandels? Vertraut sie nicht auf ihre angeblich besseren Argumente? Warum sorgt sie dafür, dass Zensoren Kritiker zum Schweigen bringen können? Müsste die Kritik an der Auffassung eines hauptsächlich oder ausschließlich durch Menschen verursachten Klimawandels nicht öffentlich diskutiert werden, zumal es um Billionen von Steuergeldern geht? In einer funktionierenden Demokratie wäre das so vorgesehen.

Betroffen von den diktatorischen Gelüsten der weltweit von Facebook eingesetzten Zensoren sind Viele, sogar CLINTEL. Diese Gruppe von 500, inzwischen 800 prominenten Wissenschaftlern und Fachleuten, mit Sitz in den Niederlanden, hatte einen Brief an UN-Generalsekretär Guterres gegen den Klimanotfall geschickt. Auch sie wurden zeitweilig von Facebook bestraft, in ihrem Fall durch eine US-amerikanische Wächtergesellschaft. Aber einen Watschen der versteckten Inquisition erhielt auch Ruhrkultour für die Teilung der Nachricht.

Die Übergriffigkeit der dpa hat sciencefiles.org in besonders anschauliche Worte gefasst:

„Und da sitzt er nun, der Teufel der sozialen Medien“

„Es war einmal eine Medienöffentlichkeit. In der Medienöffentlichkeit herrschte die Wahrheit, die reine Wahrheit und nichts als die Wahrheit. Es gab nur ehrliche Politiker, wie die Herren Engholm und Barschel. Es gab nur ehrliche Medien und Nachrichtenagenturen, denen eine ideologische oder gar manipulative Berichterstattung vollkommen unbekannt war. Es gab eine Welt voller wahrer Nachrichten und voller glücklicher Konsumenten, die sich gar nicht entscheiden konnten, welchem der grundehrlichen Anbieter sie ihr Geld zukommen lassen sollen.

Und dann kam der Teufel in das geordnete Wahrheitswesen. Die Straßen ist er entlang geschlendert. Die netten und gepflegten Vorgärten hat er betrachtet. Das ein oder andere Blümchen gezupft, den ein oder anderen Wahrheitsverbreiter aus den Wahrheitsmedien, die von der Wahrheitsagentur bestückt wurden, genarrt und sich anschließend in den Glockenturm gesetzt.

Und da sitzt er nun, der Teufel der sozialen Medien und läutet die Glocken, wenn es gar nicht Zeit ist, die Glocken zu läuten und verbreitet Nachrichten, die in der Wahrheitswelt der Wahrheitsmedien nicht wahr sind und plötzlich sind “Hass und Aggression … nicht mehr Pannen in der öffentlichen Diskussion”, wie sie das vor dem Erscheinen des Teufels waren, nein, “mittlerweile” sind sie “Bestandteile von Strategien zur Durchsetzung von Interessen”. Das Wahrheitsparadies hat den Apfel der Erkenntnis gefressen und Interessen entdeckt, denn natürlich gab es vor dem Erscheinen des Teufels sozialer Netzwerke keine Interessen, nur Pannen, keine Lügen, nur Pannen, keinen Hass, nur Pannen, keine Aggression, nur Pannen.“

sciencefiles.org: https://sciencefiles.org/2019/12/10/wem-gehort-dpa-eine-antwort-und-eine-kurze-studie-in-anspruch-und-wirklichkeit/

Grenzen der Klimareligion

Aber wird sich die kritiklose Verbreitung von Klimaweisheiten der dpa, Regierung, Umweltverbände & Co. für die Medien auszahlen? Ist es sinnvoll, dem „Teufel der Sozialen Medien“ auf den Schwanz zu treten, wenn es doch klüger wäre, das bei den Sozialen Medien zusammengetragene Wissen zu nutzen, um hervorragende Artikel zu schreiben? Die Sozialen Medien sind lebendiger als es Wikipedia je sein kann und eine Fundgrube für investigativen Journalismus. Devoter Journalismus ist unattraktiv. Das werden die Medien merken, wenn die Folgen des Klimawahns die Lebensqualität ihrer (Noch-)Leser zerstören und sie ihnen den Rücken kehren.

Quellen:

Bisherige Beiträge zur Zensur bei Facebook durch beauftragte Unternehmen

Nachtrag 22.12.2019

Die Löschung des Inhalts wirkt sich laut Facebook nicht auf das Urteil aus. Die Nicht-Löschung führt jedoch möglicherweise zur Verschärfung der Strafe: Vor wenigen Tagen wurde die „Seitenqualität“ von Ruhrkultour neu bewertet:

„Seitenqualität“, Stand: 22.12.2019

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